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Zweite Liga : Darmstadts punktet in Kiel, Dynamo schöpft Hoffnung

  • Aktualisiert am

Dursun (r.) behauptet sich im Zweikampf mit Kiels Abwehrspieler Hauke Wahl (l.). Bild: dpa

Darmstadt und Kiel teilen sich die Punkte. Stuttgarts neuer Trainer feiert einen „sehr, sehr schönen“ Einstand und beweist dabei sogar ein glückliches Händchen, und auch Dynamo Dresden gewinnt wieder.

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          Der SV Darmstadt 98 ist dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit einem Punktgewinn ins neue Fußballjahr gestartet. Die „Lilien“ erreichten am Mittwochabend nach enorm schwacher erster Hälfte ein 1:1 bei Holstein Kiel. Mit nunmehr 22 Punkten bleiben sie der Abstiegszone nahe. Nach munterem Beginn verfielen die Darmstädter in eine passive Spielweise mit vielen Ballverlusten. Das Kieler Führungstor kam daher nicht überraschend: Die Holsteiner profitierten davon, dass Patrick Herrmann nach einer Ecke erst einen Querschläger produzierte und dann im Kopfballduell gegen den Torschützen Stefan Thesker (30. Minute) zu spät kam.

          „Lilien“-Trainer Dimitrios Grammozis reagierte mit der frühen Auswechslung seines Südkoreaners Paik, doch besser wurde es angesichts von 2:13 Torschüssen in der ersten Hälfte nicht. Bis Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Da handelte Angreifer Serdar Dursun nach einem Freistoß gedankenschnell und vollendete kühl zum Ausgleich (45.).

          Die Kieler waren zwar auch im zweiten Durchgang die bessere, offensiv gefährlichere Mannschaft, doch immerhin rafften sich die Darmstädter zu einer stabilen Leistung auf. Und hatten durch Marvin Mehlem (76.) sogar eine Großchance auf dem Fuß, welche dieser kläglich vergab. Unterdessen steht „Lilien“-Profi Mandela Egbo steht nach Medienberichten kurz vor einem Wechsel in die amerikanische Profiliga.

          Besser lief es dafür für den neuen VfB-Coach Pellegrino Matarazzo. Nach Arminia Bielefeld hat auch er mit seinem Klub, dem VfB Stuttgart, den Druck auf den Hamburger SV erhöht. Am ersten Spieltag nach der Winterpause kam der VfB mit dem 3:0 (1:0) gegen den in der Hinrunde so starken 1. FC  Heidenheim bestens zurück in die restliche Rückrunde. „Sehr, sehr schön“ sei sein erfolgreicher Einstand vor 52.585 Zuschauern gewesen, sagte der 42 Jahre alte Amerikaner mit italienischen Wurzeln Matarazzo: „Es war emotional und intensiv.“

          2. Bundesliga

          Nach Toren von Marc-Oliver Kempf (32.), Nicolas Gonzalez (75.) und Mario Gomez (86.) rückten die Schwaben zumindest bis Donnerstag auf den zweiten Platz vor. Der HSV muss nach einer alles andere als überzeugenden Vorbereitung am Donnerstag zum Abschluss des 19. Spieltages gegen den 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr im F.A.Z. Liveticker zur 2. Fußball Bundesliga) gewinnen, um Stuttgart wieder zu überholen und den direkten Aufstiegsplatz zu verteidigen. Herbstmeister Bielefeld war bereits am Dienstag mit einem 2:0 gegen den VfL Bochum in die restliche Saison gestartet und führt die Tabelle weiter mit drei Zählern Vorsprung an.

          Unter Druck stehen am Donnerstag freilich auch die Franken. Nur mit einem Punkt beim HSV würden sie Abstiegsrang 17 wieder verlassen. Der Tabellenletzte Dynamo Dresden feierte beim 1:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC einen ganz wichtigen Sieg. Durch das Tor von Marco Terrazzino (68.) schöpfen die Sachsen nach dem ersten Zweitliga-Sieg seit fast drei Monaten neue Hoffnung. Mit nun 16 Zählern beträgt der Abstand auf den Relegationsrang noch drei Punkte.

          Im Tabellen-Mittelfeld verlor Aufsteiger VfL Osnabrück durch das unglückliche 1:3 (0:1) gegen den SV Sandhausen den Anschluss an die Spitzengruppe. Pech hatten die Niedersachsen kurz vor der Halbzeitpause. Einen Foulelfmeter von Leart Paqarada hielt VfL-Keeper Philipp Kühn zunächst noch, hatte dabei die Linie aber regelwidrig verlassen. Dafür kassierte er nach seiner Gelben Karte wegen des vorangegangenen Fouls an Kevin Behrens Gelb-Rot. Den wiederholten Strafstoß verwandelte Paqarada dann gegen den eingewechselten Nils-Jonathan Körber (45.+5). Nach der Pause trafen noch Bashkim Ajdini (47.) für Osnabrück und Behrens (60./83.) für Sandhausen, das mit nun 27 Punkten am VfL (26) vorbei auf Rang acht sprangen.

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