https://www.faz.net/-gtm-afmqk

Zweite Liga : Aue-Pleite in letzter Minute, Heidenheim klettert

  • Aktualisiert am

Konnte die Niederlage nicht verhindern: Aues Interimstrainer Marc Hensel Bild: dpa

Die Trennung von Trainer Alexej Schpilewski bringt nicht die erhoffte Wende: Gegen Jahn Regensburg verliert Erzgebirge Aue spät. Der 1. FC Heidenheim springt derweil auf einen Aufstiegsplatz.

          2 Min.

          Auch nach dem Trainerwechsel geht die Talfahrt des Fußball-Zweitligateams Erzgebirge Aue ungebremst weiter, Jahn Regensburg ist dagegen zumindest für eine Nacht wieder an die Tabellenspitze zurückgekehrt. Das Überraschungsteam bezwang das Schlusslicht mit 3:2 (2:0) und verschärfte fünf Tage nach dem Rauswurf von Coach Alexej Schpilewski die Krise bei den Sachsen.

          2. Bundesliga

          Der 1. FC Heidenheim eroberte zumindest vorübergehend einen Aufstiegsplatz. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt besiegte Darmstadt 98 zum Auftakt des achten Spieltags mit 2:1 (1:0) und schob sich mit dem dritten Erfolg in Serie auf Rang zwei vor.

          Tobias Mohr (40., Foulelfmeter) und Stefan Schimmer (84.) trafen für Heidenheim. Darmstadt wartet damit weiterhin auf einen Auswärtssieg, daran änderte auch der zwischenzeitliche Ausgleich von Phillip Tietz (52.) nichts.

          Jan-Niklas Beste (7.) und Max Besuschkow (11.) warfen schon früh mit zwei Toren alle Pläne des Auer Interimstrainers Marc Hensel über den Haufen. Der Jahn nutzte dabei vor 8127 Zuschauern die Verunsicherung der Veilchen, die die Systemumstellung durch den Trainerwechsel noch nicht verinnerlicht hatten. Die eingewechselten Nicolas Kühn (52.) und Gaetan Bussmann (87.) sorgten für den Ausgleich, doch Andreas Albers (90.) sicherte Regensburgs Sieg.

          Für die Gastgeber endete ein Durchhänger von drei Spielen ohne Sieg, der sie am vergangenen Wochenende die Tabellenführung gekostet hatte. Am Samstag (13.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Liga sowie bei Sky) könnte der SC Paderborn sie mit einem Sieg gegen Holstein Kiel wieder als Erster ablösen. Aue wartet weiter auf den ersten Saisonsieg, zuletzt gab es fünf Pleiten in Serie.

          „Die erste Halbzeit verschenkt, verdient zurückgelegen, in der zweiten Halbzeit Mentalität gezeigt, super zurückgekommen, und dann kriegst du am Ende noch so ein Tor – das ist halt so, wenn du unten drin stehst“, sagte Aues Mittelfeldspieler Dimitrij Nazarov anschließend bei Sky: „So ist Fußball, wir müssen uns das Quentchen Glück wieder erarbeiten.“ Siegtorschütze Albers freute sich: „Wir sind oben dabei, das ist schön. Wir sind schwer zu bespielen, gegen den Ball sind wir überragend, mit Ball haben wir noch was draufgelegt.“

          In Heidenheim bot sich unterdessen den Gastgebern vor 5095 Zuschauern schon in der Anfangsphase die große Chance zur Führung. Doch Tim Kleindienst setzte einen Elfmeter an den Pfosten (14.). Der Stürmer war zuvor von Lasse Sobiech gefoult worden. Nachdem auch Jan Schöppner die Führung für Heidenheim vergeben hatte (18.), kam Darmstadt besser ins Spiel. Bei der ersten guten Gelegenheit der Lilien scheiterte Luca Pfeiffer aber an Torhüter Kevin Müller (26.). Kurz vor der Pause gab es dann den zweiten Elfmeter für die Gastgeber. Matthias Bader war zu ungestüm in den Zweikampf mit Christian Kühlwetter gegangen. Mohr verwandelte sicher.

          Darmstadt erwischte aber den besseren Start in den zweiten Durchgang. Tietz traf nach Pass von Pfeiffer. Patrick Mainka hatte sich zuvor einen Fehler im Spielaufbau geleistet.

          2. Bundesliga

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Eine gute Nachricht: Von vielen Schäden kann sich die menschliche Leber, hier in einem 3D-Hologram zu sehen, erholen –  sofern diese frühzeitig behandelt werden.

          Volkskrankheit Fettleber : Gefahr im Oberbauch

          Sie ist weit verbreitet und wird dennoch viel zu selten erkannt: die Fettleber. Das kann für Betroffene schwere Folgen haben.

          Cannabis-Legalisierung : Vom Coffeeshop zum Drogenkrieg

          In den Niederlanden ist Kiffen seit langem erlaubt, Amsterdam genoss den Ruf eines liberalen Idylls. Doch mittlerweile führen Banden gegeneinander einen Drogenkrieg, wie man ihn bisher nur aus Mexiko oder Kolumbien kannte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.