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Zweite Fußball-Bundesliga : Turbulentes Spiel in Berlin - Frankfurt ärgert Paderborn

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Torwart im Tor, aber nicht der Ball: Zwischen Aue und Fürth fielen keine Treffer Bild: dpa

Aufreibender Abstiegskampf: Paderborn führt früh mit 2:0 und wird von Frankfurt am Ende kalt erwischt. In Berlin schießen Union und Bielefeld jeweils zwei Tore, zudem gibt es zwei Platzverweise. Keine Tore fallen im Spitzenspiel zwischen Aue und Fürth.

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          Freie Bahn für Hertha und Augsburg - im Aufstiegsendspurt der zweiten Fußball-Bundesliga scheint den Verfolgern des Führungsduos die Puste auszugehen. Über das torlose Unentschieden im Spitzenspiel zwischen Aufsteiger Erzgebirge Aue und der Spielvereinigung Greuther Fürth konnte am Sonntag vor allem das Führungsduo jubeln.

          „Das Zündende hat gefehlt“, sagte Aues Trainer Rico Schmitt nach 90 hart umkämpften Spielminuten. Enttäuschter war der Fürther Coach Mike Büskens einen Tag nach seinem 43. Geburtstag: „Wir haben wieder einmal Großchancen liegen gelassen. Wir müssen uns irgendwann mal belohnen für den Aufwand, den wir betreiben“, klagte Büskens.

          Spitzenreiter Hertha BSC (56 Punkte) kam am 27. Spieltag zwar selbst auch nicht über ein 1:1 beim abstiegsgefährdeten FC Ingolstadt hinaus, trotzdem beträgt der Vorsprung auf Rang vier weiterhin acht Punkte. Der FC Augsburg (54), der den Tabellenvorletzten Rot-Weiß Oberhausen im eigenen Stadion mit 2:0 abfertigen konnte, vergrößerte sein Polster auf den ersten Nichtaufstiegsplatz auf sechs Zähler.

          Allein der VfL Bochum (49 Punkte) kann an diesem Montag (20.15 Uhr / FAZ.NET-2. Bundesliga-Liveticker) dafür sorgen, dass das Aufstiegsrennen ein packender Dreikampf bleibt. Mit einem Heimsieg im Topspiel gegen Energie Cottbus (45) würde der Bundesliga-Absteiger Hertha und Augsburg auf den Fersen bleiben. Montag-Spiele liefen bislang gut für die Bochumer; fünf Siegen steht lediglich eine Niederlage gegenüber.

          In Berlin geht es heiß her zwischen Union und Bielefeld

          „Ich hoffe, dass es gegen Cottbus so bleibt“, sagte VfL-Trainer Friedhelm Funkel. Fehler vermeiden und Tore verhindern war das wichtigste Vorhaben beider Mannschaften im Verfolgerduell zwischen Aue und Fürth. Das Defensivkonzept ging auf, der eine Punkt aber half keinem; Aue bleibt mit 48 Punkten Vierter, Fürth ist mit 47 Zählern weiterhin Fünfter.

          Heiß her ging es am Sonntag im Stadion an der Alten Försterei in Berlin beim 2:2 zwischen Union und dem Tabellenletzten Arminia Bielefeld. In der ersten Hälfte kam es zu heftigen Rangeleien am Spielfeldrand. Bielefelds Ko-Trainer Abder Ramdane wurde von Schiedsrichter Sascha Thielert auf die Tribüne verwiesen, Union-Kapitän Torsten Mattuschka sah wegen Tätlichkeit die Rote Karte.

          Christian Müller (4.) und Josip Tadic (22.) brachten die Arminia zweimal in Führung. Für Union glichen Halil Savran (14.) und John Jairo Mosquera (58.) jeweils aus. Nach Mosqueras Gelb-Roter Karte musste Union die letzten 13 Minuten mit neun Mann überstehen. „Wir waren zwei Mann in Überzahl und schaffen es nicht, ein Tor zu schießen. Deshalb steigen wir ab“, sagte der Bielefelder Routinier Rüdiger Kauf zerknirscht.

          „Er hat uns mehrfach gerettet“

          Zwei wertvolle Punkte im Abstiegskampf büßte der SC Paderborn beim 2:2-unentschieden gegen den FSV Frankfurt ein. Nach einem Blitzstart führten die Gastgeber durch Philipp Heithölter (2.) und Sören Brandy (6.) mit 2:0. Sascha Mölders (19.) und Cidimar (89.) konnten für die nie aufsteckenden Hessen erfolgreich zurückschlagen.

          Beim Unentschieden von Hertha in Ingolstadt gab es auf Berliner Seite doch einen Gewinner: Torhüter Maikel Aerts. Nach mehreren Patzern in den vergangenen Wochen bewahrte der 34-Jährige den Tabellenführer beim 1:1 vor einer Niederlage. „Er hat uns mehrfach gerettet“, erklärte Hertha-Trainer Markus Babbel. In der 43. Minute hielt Aerts unter anderem einen Foulelfmeter von Stefan Leitl. „Man muss klar sagen, dass wir heute mit dem Punkt gut bedient sind“, meinte Manager Michael Preetz. Hertha ging durch Pierre-Michel Lasogga (70.) in Führung, Marvin Matip (85.) glich aus.

          „Wir haben gezeigt, dass der Verein lebt“

          Am Drücker bleibt der FC Augsburg. „Das war ein nie gefährdeter Sieg. Leider haben wir das Übergewicht nicht für mehr Tore genutzt“, kommentierte Trainer Jos Luhukay nach dem 2:0 gegen RWO. Paul Verhaegh (21.)und Axel Bellinghausen (55.) waren die Torschützen.

          Trotz der drohenden Insolvenz schwang sich der TSV 1860 München beim 5:1 gegen den Karlsruher SC zum höchsten Saisonsieg auf. „So können wir am besten zum Sanierungskonzept des Vereins beitragen“, betonte Trainer Reiner Maurer. „Wir haben gezeigt, dass der Verein lebt“, sagte Torjäger Benjamin Lauth. Binnen knapp zwei Wochen müssen die „Löwen“ in ihrer Finanznot acht Millionen Euro auftreiben.

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