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Zweite Fußball-Bundesliga : Sieg für Kaiserslautern - Bielefeld verspielt 2:0-Führung

  • Aktualisiert am

Turbulenzen in der zweiten Bundesliga: Lautern und Ilicevic (l.) setzten sich gegen Ahlen und Felgenhauer durch Bild: dpa

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Kaiserslautern gewann in der zweiten Bundesliga in Ahlen und ist nun Zweiter. Augsburg kam im neuen Stadion gegen Oberhausen nur zu einem 2:2. Und Bielefeld verschenkte den fast sicheren Sieg in Koblenz noch und verlor.

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          Begeisterung bei Aufsteiger Union Berlin und dem 1. FC Kaiserslautern nach dem optimalen Sechs-Punkte-Start - Katzenjammer bei Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen vergaben am zweiten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga leichtfertig den Sprung an die Tabellenspitze (siehe auch: Die aktuelle Tabelle der zweiten Fußball-Bundesliga).

          Nach einer klaren 2:0-Führung bei der TuS Koblenz rissen die Gastgeber am Sonntag in der Schlussphase mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten die Partie noch aus dem Feuer und gewannen mit 3:2. „Unglaublich, was sich hier abgespielt hat. Zwischenzeitlich sah es ganz böse für uns aus“, jubelte TuS-Trainer Uwe Rapolder.

          Einen Traumstart legte neben Tabellenführer Union Berlin, der am Samstag das Aufsteiger-Duell gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:0 gewann (siehe auch: Zweite Liga: Union feiert Traumstart - Rostock schlägt 1860), auch Kaiserslautern hin. Die Pfälzer retteten beim 1:0-Erfolg bei Rot Weiss Ahlen eine frühe Führung des Brasilianers Rodnei (12.) über die Zeit. Die Gastgeber verloren neben den Punkten auch noch Mohammed Lartey durch Rote Karte. „Man kann von einem glücklichen Sieg sprechen“, kommentierte FCK-Coach Marco Kurz.

          „Wir haben fahrlässig agiert. Das müssen wir abstellen“

          Der zweifache Torschütze Shefky Kuqi (80./86.) und Benjamin Lense sorgten mit ihren Treffern für ein sensationell anmutendes Comeback der Koblenzer. Nach den Toren von Giovanni Federico (60.) und Zlatko Janjic (73.) hatten die überlegenen Bielefelder die Partie zu früh abgehakt und wurden bitter bestraft. „Wir haben fahrlässig agiert. Das müssen wir abstellen“, sagte Arminen-Coach Thomas Gerstner.

          Der FC Augsburg verpatzte sein Heimdebüt im neuen Stadion. Die als Aufstiegskandidat gehandelten Schwaben mussten sich gegen Rot-Weiß Oberhausen mit einem 2:2 begnügen. RWO-Stürmer Ronny König (26./79.) riss die Gastgeber mit seinem späten Ausgleichstor aus allen Träumen vom ersten Saisonsieg. Zuvor hatten Imre Szabics (48.) und Ibrahima Traoré die Augsburger in Führung geschossen.

          „Ich bin über das Ergebnis sehr enttäuscht“, kommentierte FCA-Trainer Jos Luhukay: „Es fehlte das dritte Tor.“ Die Atmosphäre im neuen Stadion sei vor knapp 20.000 Zuschauern aber „einfach gut“ gewesen. Abgeschlossen wird der zweite Spieltag am Montagabend mit dem Heimspiel von Alemannia Aachen in der neuerbauten Tivoli-Arena gegen Auftaktsieger FC St. Pauli (20.15 Uhr / FAZ.NET-2. Bundesliga-Liveticker).

          „In Rostock kann man man verlieren, aber nicht dieses Spiel“

          In Berlin muss Union-Coach Uwe Neuhaus die Begeisterung bremsen. „Für uns bleibt es dabei, wir kämpfen gegen den Abstieg.“ Matchwinner im Aufsteigerduell war Kenan Sahin, der mit einer Bogenlampe das Tor des Tages im renovierten Stadion an der Alten Försterei erzielte. „Natürlich ist es ein Traum, ein Tor gegen den Ex-Klub zu schießen“, sagte der 24-Jährige, der zu Jahresbeginn vom Rhein an die Spree gewechselt war.

          Einen ersten Dämpfer gab es für die ambitionierten Münchner „Löwen“ beim 1:2 in Rostock. „Joker“ Fin Bartels entschied die von 1860 dominierte Partie mit seinem Treffer in der 79. Minute. „In Rostock kann man man verlieren, aber nicht dieses Spiel“, ärgerte sich der frühere Nationalstürmer Benjamin Lauth, der im zweiten Spiel sein zweites Tor für die „Löwen“ machte.

          „Das darf nicht passieren. Hier muss man punkten“

          Beim Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC herrscht bereits Alarm nach dem 0:2 in Paderborn. „Das darf nicht passieren. Wir haben eigentlich eine gute Mannschaft und spielen gegen einen Aufsteiger - hier muss man punkten“, schimpfte Manager Rolf Dohmen. Nach dem Fehlstart mit nur einem Zähler erhöht sich der Druck auf Trainer Edmund Becker, der sich als „Kämpfernatur“ bezeichnete: „Ich will in Verbindung mit der Mannschaft versuchen, diese schwierige Situation zu meistern.“

          Der MSV Duisburg und Energie Cottbus präsentierten sich dagegen beim 2:2 als Aufstiegskandidaten. „Wir haben ein überragendes Zweitligaspiel gesehen“, schwärmte MSV-Coach Peter Neururer (siehe auch: Zweite Bundesliga: Paderborn überrascht gegen Karlsruhe).

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