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Zweite Fußball-Bundesliga : Schwere Verletzung überschattet Bochums Sieg in Berlin

  • Aktualisiert am

Der Berliner Paul Thomik (l) und der Bochumer Björn Kopplin kämpfen um den Ball. Bild: dpa

Beim 1:0-Sieg des VfL Bochum gegen Union Berlin muss Verteidiger Concha nach einem bösen Foul mit einem Schien- und Wadenbeinbruch ausgewechselt werden. Dabrowski erzielt den Siegtreffer für die Westfalen gegen eine „Notelf“.

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          Der VfL Bochum hat gegen eine Notelf des 1. FC Union die Festung „Alte Försterei“ geknackt. Der Bundesliga-Absteiger entschied am 15. Spieltag das Montagsspiel der 2. Liga durch einen Treffer von Christoph Dabrowski in der 18. Minute mit 1:0 (1:0) für sich. Bochum rangiert mit 22 Punkten auf Rang neun. Für die Berliner, die neun Ausfälle verkraften mussten, war es erst die zweite Pleite in den vergangenen elf Heimspielen.

          Vor 10.899 Zuschauern dominierten Kampf und Härte. Union kam erst im zweiten Abschnitt zu Tormöglichkeiten, schaffte den Ausgleich aber nicht mehr. Berlin (15 Punkte) steht als Tabellen-15. nur zwei Zähler vor der Abstiegszone. „Union hat uns alles abverlangt, aber sie haben das Tor nicht getroffen. Wir hatten hinten ein gutes Abwehrbollwerk. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Matchwinner Dabrowski.

          Mit aggressivem Einsteigen verletzte Unions Macchambes Younga-Mouhani den Bochumer Matias Concha schwer, der Schwede schied mit einem Schienbeinbruch aus. „Das trübt die Freude natürlich“, sagte Bochums Trainer Friedhelm Funkel und kritisierte die „etwas rüde“ Attacke des Berliners: „Er wollte aber Matias mit Sicherheit nicht verletzen.“ Younga-Mouhani entschuldigte sich nach der Partie und meinte beim Betrachten der Fernsehbilder: „Wenn man das so sieht, war das wirklich ganz böse.“ In einer äußerst hektischen und zerfahrenen Partie hatten die Gäste die ersten Zeichen gesetzt.

          „Wir müssen den Ball einfach über die Linie drücken“

          Die Bochumer, bei denen der frühere Nationalspieler Paul Freier fehlte, spielten zunächst mit mehr System und Ordnung. Nach einem Ballverlust der Unioner im Mittelfeld brachte Mahir Saglik einen langen Ball in den Berliner Strafraum; Kapitän Dabrowski kam vor dem übermotiviert herausstürzenden Union-Keeper Jan Glinker an die Kugel und köpfte ein. Glinker, der seinen Nummer-1- Status schon wegen vorheriger Patzer verloren hatte, war nur durch die Verletzung von Marcel Höttecke ins Tor gerückt.

          Die ersatzgeschwächten „Eisernen“, die zuvor fünf Heimspiele nicht verloren hatten, kamen schwer in die Partie. Auch mit hartem Spiel - schon zur Pause waren drei Berliner gelbbelastet - konnten die Gastgeber den VfL nicht beeindrucken. Bochum hielt dagegen, der Nordkoreaner Chong Tese zielte mit zwei Schüssen nur knapp daneben.

          In Durchgang zwei übernahm Union die Initiative. Bochums Torwart Andreas Luthe hielt gegen John Jairo Mosquera und Chinedu Ede den dritten Auswärtssieg des VfL fest. Auch Domenic Peitz und Mosquera in der Nachspielzeit trafen nicht mehr. „Unsere alte Krankheit. Wir hatten fünf, sechs gute Chancen und müssen den Ball einfach über die Linie drücken“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus.

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