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Zweite Fußball-Bundesliga : Mainz gewinnt Derby gegen Wiesbaden mit 2:0

  • -Aktualisiert am

Harter Zweikampf: Der Wiesbadener Madi Panandetiguiri (links) gegen den Mainzer Srdjan Baljak Bild: dpa

Fußball-Zweitligist FSV Mainz 05 hat einen glücklichen 2:0-Sieg im Derby beim SV Wehen Wiesbaden gefeiert. Während Wehen eine Großchance nach der anderen vergab und sogar einen Elfmeter verschoss, agierten die Mainzer mit hoher „Effizienz“, wie ihr Manager es formulierte.

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          Der FSV Mainz 05 hat sich am Montagabend durch einen 2:0-Erfolg im Nachbarschaftsduell beim SV Wehen Wiesbaden wieder auf Aufstiegsplatz zwei vorgearbeitet. Für den Tabellenletzten der zweiten Fußball-Bundesliga Wehen wird die Luft im Abstiegskampf dagegen immer dünner. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt für die Mannschaft von Trainer Wolfgang Frank nunmehr sieben Zähler. Elkin Soto (36. Minute) und Srjan Baljak (90.) sicherten den Mainzern schon den achten Auswärtssieg der Saison.

          Es war eigentlich ein Spiel mit klaren Voraussetzungen: Der Aufstiegskandidat Mainz traf auf einen nach sechs Pflichtspielniederlagen verunsicherten Tabellenletzten Wehen. Und dennoch waren die Wehener über weite Strecken des Spiels mindestens auf Augenhöhe mit dem Favoriten. Laufstark, konzentriert und hellwach begegneten sie dem Mainzer Offensivspiel so energisch, dass der Aufstiegskandidat bis zum Führungstreffer kein einziges Mal gefährlich vor dem Wehener Tor auftauchte.

          Schwächlich geschossener Elfmeter

          Die größte Wehener Chance vergab freilich Sanibal Orahovac in der 20. Minute: Seinen schwächlich geschossenen Elfmeter konnte der Mainzer Torhüter Wache parieren. Zsolt Löw hatte zuvor Dajan Simac im Strafraum zu Fall gebracht.

          Großer Jubel: Der Mainzer Elkin Soto freut sich über sein Tor zum 0:1.

          Doch wer meinte, beim SV Wehen Wiesbaden würde nun wieder die Angst und Unsicherheit im Spiel einkehren, sah sich getäuscht. Wehen spielte weiter mit einfachen aber wirkungsvollen Mitteln nach vorne. Sturmführer Ronny König scheiterte mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Wache (29.). Sandro Schwarz, der in der vergangenen Woche sein Kapitänsamt an Alexander Walke abgeben musste, kam nach einem mustergültigen Konter frei zum Schuss - verfehlte das Ziel aus 15 Metern aber weit.

          Großchancen in hoher Taktung

          Und dann schlug vor 11.721 Zuschauern in der ausverkauften Wiesbadener Arena doch noch die Stunde der Mainzer Offensive. Karhan bediente Bancé und dessen leicht verunglückter Schuss landete genau vor den Füßen des herbeigeeilten Soto, der den Ball nur noch einzuschieben brauchte. Allein diese Szene verdeutliche sinnbildlich, warum zwischen den beiden Teams sechzehn Tabellenplätze liegen. Der Mainzer Manager Christian Heidel lobte zur Halbzeit zwar die „Effizienz“ der Rheinhessen, forderte aber auch eine klare Steigerung in der zweiten Hälfte.

          Danach sah es zunächst aber nicht aus. Wehen kam schwungvoll aus der Kabine und hatte durch König (49.), der im letzten Moment von Wache gestört wurde, und Simac (55.), dessen Schuss aus dem Gewühl nur knapp am Tor vorbeistrich, und Panandetiguiris verunglückten Kopfball (57.) Großchancen in hoher Taktung. Die Wehener beherzigten auf eine in dieser Spielzeit kaum gekannten Art und Weise die Ratschläge ihres neuen Kapitäns Walke. Der Torhüter hatte vor der Partie gesagt, dass der Überlebenskampf in der Liga nur mit viel „Einsatz, Kampf und Herzblut“ zu gewinnen sei. Es haperte wieder mal an der die gesamte Saison prägende Abschlussschwäche.

          Beste Karten für die Mainzer im Aufstiegsrennen

          Nach etwa 75 Minuten hatte die Mannschaft von Trainer Frank ihr Pulver in der Offensive weitgehend verschossen. Die Stärkung der Defensive zur Pause hatte die Mainzer Hintermannschaft spürbar stabilsiert. Baljak setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt unter einen weiteren bitteren Abend für die Wehener.

          Am Ende durften sich die Mainzer freuen, dass sie die Hürde Wehen trotz einer über weite Strecke durchwachsenden Leistung genommen haben und nun wieder beste Karten im Aufstiegsrennen haben.

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