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Zweite Fußball-Bundesliga : Lautern besiegt St. Pauli - Trainerentlassung in Ahlen

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Spitzenrennen in Hamburg: Kaiserslautern und Mandjeck (l.) hatten die Nase gegen St. Pauli und Ebbers vorne Bild: dpa

In der zweiten Fußball-Bundesliga kristallisieren sich die ersten Tendenzen heraus. Kaiserslautern siegte im Spitzenspiel bei St. Pauli mit 2:1. Augsburg gewann hoch gegen Rostock, Aachen gegen 1860. Und in Ahlen mussten Trainer und Manager gehen.

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          Paukenschlag vom 1. FC Kaiserslautern im Topspiel, Trainerwechsel in Ahlen - in der zweiten Fußball-Bundesliga geht es turbulent zu. Größter Gewinner des sechsten Spieltags waren die weiterhin ungeschlagenen Lauterer, die die Kraftprobe beim FC St. Pauli eindrucksvoll mit 2:1 (1:0) für sich entschieden und die geschockten Hamburger überholten. Punktgleich mit Union Berlin liegen die „Roten Teufel” nun auf Platz zwei. Der prächtig gestartete Aufsteiger hatte bereits am Freitag beim 1:1 in Koblenz allerdings zwei Punkte eingebüßt. Einen Zähler dahinter folgen die auf Rang drei abgestürzten Paulianer.

          Bei der Kraftprobe zwischen bestem Sturm (St. Pauli) und bester Abwehr (Lautern) der Liga verblüfften die Gäste aus der Pfalz mit Offensiv-Power. Bastian Schulz scheiterte zwar in der 20. Minute mit einem Foulelfmeter an Pauli-Keeper Mathias Hain, aber kurz vor der Pause schlug Martin Amedick per Kopf nach einem Eckball zu (45.). Adam Nemec legte nach (70.).

          „Wir haben ein Klassespiel abgeliefert“, kommentierte FCK-Coach Marco Kurz, der nur ein Manko beklagte: „Wir mussten früher den Sack zumachen.“ Vor 23.201 Zuschauern am ausverkauften Millerntor konnte Pauli in der spannenden Schlussphase durch einen Foulelfmeter von Florian Bruns (84.) nur noch verkürzen. „Wir haben schlecht nach vorne gespielt“, kritisierte Pauli-Trainer Holger Stanislawski.

          Seine Zeit in Ahlen ist abgelaufen: Trainer Stefan Emmerling muss vorzeitig gehen

          Alemannia Aachen dankt: „Willi hat uns super eingestellt“

          Im zweiten Spiel als Interimscoach von Alemannia Aachen konnte Willi Kronhardt erstmals jubeln: Torjäger Benjamin Auer (44./90.) sorgte mit seinem Doppelpack für einen verdienten 2:0-Heimsieg gegen die Münchner „Löwen“, die wieder einmal eine Reifeprüfung verpatzten. „Willi hat uns super eingestellt“, bemerkte Cristian Fiel. Der 5:2-Sieg des FC Augsburg gegen Hansa Rostock fiel am Ende klarer aus, als es der Spielverlauf hergab. Torjäger Michael Thurk (22./66.) erzielte für die Schwaben bereits seine Saisontore vier und fünf. „Hansa war die ganze Zeit gefährlich. Die hatten mehr Chancen als wir, aber wir haben unsere genutzt“, kommentierte Thurk.

          Nur einen Tag nach der 1:4-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf zogen die Verantwortlichen von Rot Weiss Ahlen am Sonntag mit dem Rauswurf von Trainer Stefan Emmerling und Manager Stefan Grädler die Reißleine. „Sowohl Trainer als auch Manager sind für die schlechte Leistung des Teams verantwortlich“, sagte Vereinschef Heinz-Jürgen Gosda nach der miserablen Ausbeute von nur einem Punkt aus sechs Spielen.

          In Andreas Zimmermann, bisher verantwortlich für die zweite Mannschaft, wurde auch gleich ein neuer Coach benannt. „Zimmermann ist keine Interimslösung, er ist die Lösung“, sagte Gosda. Emmerling ist nach Edmund Becker (Karlsruhe) und Jürgen Seeberger (Aachen) bereits der dritte gefeuerte Trainer in dieser Zweitliga-Saison.

          „Natürlich war ich gegen meine alten Kumpels besonders motiviert“

          Drei Tage vor der großen Pokal-Herausforderung beim FC Bayern München musste Rot-Weiß Oberhausen am Samstag zum Start seiner kleinen Bayern-Tour eine 0:4-Klatsche bei der Spielvereinigung Greuther Fürth verkraften. Ausgerechnet der frühere RWO-Profi Christopher Nöthe war mit zwei Treffern der Mann des Tages. „Natürlich war ich gegen meine alten Kumpels besonders motiviert“, sagte der 21 Jahre alte Nöthe.

          Im Stimmungshoch bleibt auch Union Berlin, auch wenn der Aufsteiger am Freitagabend in Koblenz kurz vor der ersten Saison-Schlappe stand. „Dass man hier nicht mit Glanz und Gloria und fünf Toren im Gepäck den Platz verlassen wird, war uns vorher klar“, sagte Trainer Uwe Neuhaus nach dem 1:1-Unentschieden. Den angenehmen Blick auf die Tabelle betrachten die Verantwortlichen weiterhin als eine Momentaufnahme: „Wichtig ist, dass wir nach dem 34. Spieltag über dem Strich stehen“, sagte Sportdirektor Christian Beeck.

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