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Zweite Fußball-Bundesliga : Kaiserslautern wieder Erster - Düsseldorf gewinnt Derby

  • Aktualisiert am

Derbyzeit, Derbysieg: Düsseldorf besiegte vor Rekordkulisse Duisburg mit 2:0 Bild: dpa

St. Pauli legte vor, Kaiserslautern zog nach: Gegen Paderborn siegten die Pfälzer am Ende klar mit 3:0 und sind Tabellenführer der zweiten Bundesliga. Düsseldorf gewann das Verfolgerderby gegen Duisburg. Kellerkind Frankfurt vergab den Sieg noch.

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          In der Pfalz ist die Erfolgsroutine zurückgekehrt, in Düsseldorf vorzeitige Karnevalsstimmung ausgebrochen: Nach schwachem Rückrundenstart hat der 1. FC Kaiserslautern wieder zurück in die Spur gefunden und mit dem 3:0 gegen den SC Paderborn den Angriff des FC St. Pauli auf die Tabellenspitze zum wiederholten Male abgewehrt.

          Fortuna Düsseldorf schob sich dank des 2:0-Derbysiegs über den MSV Duisburg vor einer Saison-Rekordkulisse ganz nah an den Relegationsplatz heran. Bei Arminia Bielefeld geht nach der wirtschaftlichen Offenbarung die Angst um. Im Tabellenkeller treten Koblenz und Frankfurt (1:1 gegen Aachen) auf der Stelle.

          Die eingewechselten Erik Jendrisek und Manuel Hornig sicherten den „Roten Teufeln“ mit ihren goldenen Joker-Treffern wieder den Platz an der Sonne. „Diese Punkte waren sehr notwendig. Die Einwechslungen haben heute gefruchtet“, stellte Trainer Marco Kurz zufrieden fest. Dank des Sieges über Paderborn stehen die Pfälzer nach wie vor ein Punkt vor den Paulianern. Der Lauterer Stotterstart mit nur einem Zähler aus den ersten beiden Begegnungen nach der Winterpause ist inzwischen also wieder längst vergessen.

          Kaiserslauterer Retter: Erik Jendrisek traf gegen Paderborn doppelt zum 3:0-Erfolg
          Kaiserslauterer Retter: Erik Jendrisek traf gegen Paderborn doppelt zum 3:0-Erfolg : Bild: dpa

          „Bei unserem Lauf müssten wir eigentlich alle zwei Tage spielen

          Auch auf dem Hamburger Kiez ist echte Aufbruchstimmung ausgebrochen - hier allerdings gerade wegen des perfekten Rückrundenstarts. „Wir sind im Moment nur schwer zu schlagen“, sagte Carsten Rothenbach nach dem 2:1 am Samstag über den Karlsruher SC. Rouwen Hennings sorgte mit einem Doppelpack auf schwerem Geläuf am Hamburger Millerntor für den vierten Sieg im vierten Spiel. „Es sieht so aus, als könnten wir uns nur selber schlagen“, unkte Defensivspieler Ralph Gunesch gar. „Bei unserem Lauf müssten wir eigentlich alle zwei Tage spielen.“

          Auch Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat im Aufstiegsrennen in Stellung gebracht: Vor der Rekordkulisse von 48.250 Zuschauern schlug der Aufsteiger den MSV Duisburg mit 2:0 und machte die eigene Arena zum vorkarnevalistischen Freudenhaus. Andreas Lambertz und Martin Harnik stellten die Weichen schon in der ersten Hälfte auf Sieg.

          Inzwischen trennt die Rheinländer nur noch ein Zähler vom Relegationsrang, den noch der FC Augsburg belegt. Für Trainer Norbert Meier aber ist das noch kein Thema: „Uns fehlen noch drei Zähler, dann haben wir die ominösen 40 Punkte erreicht. Dann kann uns nach unten nichts mehr passieren“, scherzte Meier. Die Schwaben büßten allerdings nach vier Siegen in Serie erstmals wieder Punkte ein. Dicht dahinter rangiert Arminia Bielefeld. Nach dem glücklichen 2:1-Sieg am Freitag über Greuther Fürth halten die Ostwestfalen Anschluss an die Aufstiegsplätze.

          „Meine Truppe war über weite Strecken total verängstigt“

          Das Top-Thema ist aber trotz allem weniger die sportliche Lage und viel mehr die Finanznot des Vereins. Mit einem „straffen Kostenmanagement“ will Finanz-Geschäftsführer Heinz Anders die wirtschaftlichen Probleme lösen. Ein Minus von 2,5 Millionen Euro im operativen Geschäft der laufenden Saison bringt die Arminia in arge Bedrängnis, trotzdem soll der Spielbetrieb nicht in Gefahr sein.

          Im Tabellenkeller kommen der FSV Frankfurt und die TuS Koblenz nur langsam voran. „Wir haben eine Riesenchance liegen gelassen“, ärgerte sich TuS-Coach Petrik Sander, der sich bei der Rückkehr bei seinem früheren Klub Energie Cottbus mit einem 1:1 begnügen musste. Frankfurt verpasste es gegen Alemannia Aachen, die späte Führung von Alexander Voigt über die Zeit zu retten. Benjamin Auer sicherte der Alemannia beim 1:1 zumindest einen Punkt. Immer mehr in den Abstiegsstrudel gerät auch Cottbus, das nun schon seit vier Spielen ohne Sieg ist. „Meine Truppe war über weite Strecken total verängstigt“, stellte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz fest.

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