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Zweite Fußball-Bundesliga : Hertha zähmt die „Löwen“

  • Aktualisiert am

Mehr als ein Tor: Hertha besiegt 1860 mit 3:0 Bild: dpa

Absteiger Berlin gelingt ein eindrucksvoller Sieg im Aufstiegsrennen. Hertha besiegt Mitkonkurrent 1860 deutlich und springt auf Platz zwei. In den anderen beiden Spielen am Freitag gibt es keinen Sieger.

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          Hertha BSC hat im Kampf um die Aufstiegsplätze der zweiten Fußball-Bundesliga einen wichtigen Sieg gelandet. Der Bundesliga-Absteiger aus der Hauptstadt gewann am Freitag das Spitzenspiel gegen den TSV 1860 München mit 3:0 (0:0) und schob sich auf den zweiten Tabellenrang vor.

          Nach drei Niederlagen nacheinander durfte der FC St. Pauli beim 2:2 (0:1) gegen Union Berlin immerhin wieder einen Punktgewinn bejubeln. Der neue Trainer Michael Frontzeck war dabei noch nicht im Amt. Die erste Heimniederlage des Jahres wendete der FSV Frankfurt beim 1:1 (0:0) gegen den SC Paderborn in der Nachspielzeit ab.

          Herthas verletzter Abwehrspieler Maik Franz sah im Berliner Olympiastadion ein „tolles Spiel“ mit „schön Feuer drin“. „Man kann zurecht sagen, dass es ein Spitzenspiel ist“, befand der an der Schulter operierte Hertha-Mann zur Pause. Die Berliner begannen stark, fanden ihren Meister aber wiederholt in dem einstigen Hertha-Schlussmann Gabor Király.

          Aber auch Gegenüber Thomas Kraft hielt stark, lenkte zum Beispiel einen Schuss von Daniel Halfar noch an den Pfosten (22.). Die Entscheidung fiel nach dem Seitenwechsel mit einem Doppelschlag binnen 82 Sekunden. Adrian Ramos (55.) und Änis Ben-Hatira (57.) schockten die bis zum Freitag ungeschlagenen Gäste.

          Mit einem wuchtigen Kopfball bringt Ramos die Berliner in Führung

          Als die Münchner dann Risiko spielten, schlug Ben-Hatira (77.) vor 32.547 Zuschauern mit einem Lupfer erneut für die nach dem Seitenwechsel klar überlegenen Berliner zu. Für die „Löwen“ war es ausgerechnet am Schluss-Wochenende des Münchner Oktoberfestes die erste Saisonniederlage.

          Am Hamburger Millerntor war Neu-Coach Frontzeck noch nicht dabei. Um die Konzentration vor dem Duell mit Union nicht zu stören, hatte der Verein den Dienstantritt des ehemaligen Gladbachers verschoben. Gegen die Berliner war also noch einmal das Trio Thomas Meggle, Timo Schultz und Mathias Hain verantwortlich.

          St. Pauli trifft zwar zweimal gegen Union, am Ende reicht es aber nur zu einem Remis

          Die 21.045 Zuschauer sahen einen guten Auftakt der Gastgeber, die Pech bei einem Pfostentreffer von Mahir Saglik (14.) hatten. Auf der Gegenseite nutzte Torsten Mattuschka (21.) eine zögerliche Defensiv-Formation und schloss aus 20 Metern zu Führung ab.

          Danach war den Hanseaten die Verunsicherung deutlich anzumerken, aber nach der Pause schlugen die Kiez-Kicker zurück. Eckball Florian Kringe, Kopfballtor Florian Mohr (48.). Fin Bartels ließ dann nach feiner Vorarbeit von Daniel Ginczek den Hamburger Anhang noch einmal jubeln. Doch abermals Mattuschka mit einem fulminanten Schuss verhinderte im kampfbetonten Spiel einen Heimsieg.

          Turbulenzen in Frankfurt: Der FSV und Paderborn trennen sich 1:1

          Das Spiel in Frankfurt nahm erst in der Schlussphase richtig Fahrt auf - aber dafür richtig. Zunächst sah es lange so aus, als ob die Frankfurter erstmals im Jahr 2012 zu Hause wieder mit leeren Händen dastehen würden.

          Torschütze bei den stark ersatzgeschwächten Gästen - die Bank war nicht einmal komplett gefüllt - war Philipp Hofmann in der 70. Minute. Doch dann erlebten die 3187 Zuschauer eine hochspannende Nachspielzeit in der Edmond Kapllani (90.+3) per Foulelfmeter doch noch ausglich.

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