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Zweite Fußball-Bundesliga : Erste Kölner Niederlage

  • Aktualisiert am

Goldener Torschütze für Bochum: Sukuta-Pasu trifft Köln hart Bild: dpa

Köln verliert erstmals in dieser Zweitliga-Saison. Nach dem 0:1 in Bochum bleibt der FC aber Spitzenreiter. Düsseldorf besiegt Sandhausen. Und Dresden muss gegen Aue einen späten Rückschlag hinnehmen.

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          Katerstimmung zum Karnevalsauftakt: Der 1. FC Köln hat in der zweiten Fußball-Bundesliga seine erste Niederlage hinnehmen müssen. Beim Favoritenschreck VfL Bochum unterlagen die Rheinländer am Sonntag mit 0:1 (0:0). In der Tabelle bleibt der Aufstiegsfavorit aus Köln aber trotzdem vorn.

          Der Vorsprung auf die Spielvereinigung Greuther Fürth (3:0 gegen den SC Paderborn) und den 1. FC Kaiserslautern (4:0 beim FSV Frankfurt) schrumpfte jedoch auf einen beziehungsweise zwei Zähler zusammen.

          Nach sieben Siegen und sechs Unentschieden gingen die Kölner vor 27.555 Zuschauern in Bochum erstmals leer aus. Einen Tag vor Beginn der närrischen Session dämpfte Richard Sukuta-Pasu (65.) mit seinem Treffer die Feierlaune der Gäste. Der VfL verbesserte seine Bilanz gegen die vier Liga-Spitzenteams auf drei Siege und ein Remis.

          In Düsseldorf darf Trainer Mike Büskens nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg seiner Fortuna gegen den SV Sandhausen erst einmal wieder durchatmen. Dank des Treffers von Aristide Bancé (60.) rückte der Bundesliga-Absteiger vor 28.489 Zuschauern in die obere Tabellenhälfte vor.

          Die Kölner wehrten sich, mussten aber die erste Niederlage hinnehmen

          Über eine Stunde kämpfte Erzgebirge Aue beim 1:1 (0:0) in Dresden nach Gelb-Rot für Dorian Diring (25.) binnen weniger Sekunden tapfer in Unterzahl - und kehrte nach Rückstand sogar zurück. Nach dem Dresdener 1:0 durch Thorsten Schulz (71.) sorgte René Klingbeil (90.+1) vor 30.084 Zuschauern für den späten Ausgleich.

          Nach Trainerwechseln wollen der FC St. Pauli (mit Roland Vrabec) und das neue Schlusslicht Energie Cottbus (mit Stephan Schmidt) zum Abschluss des 14. Spieltags an diesem Montag (20.15 Uhr / Live im 2. Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) einen erfolgreichen Neuanfang schaffen.

          Aue war früh dezimiert, holte sich aber in Dresden ein 1:1

          In Fürth ist die Fußball-Welt nach zuvor zwei Niederlagen seit Freitagabend wieder intakt. Dank Treffern von Zoltán Stieber (30. Minute/83.) und Ognjen Mudrinski (34.) feierten die Franken einen verdienten Erfolg. „Wir hatten eine kleine Krise. Aber nun haben wir zweimal gewonnen und uns damit oben in der Tabelle behauptet“, resümierte Torschütze Mudrinski.

          Paderborn musste nach dem Doppel-„Rot“ in der 74. Minute für Mario Vrancic wegen groben Foulspiels und Thomas Bertels wegen Schiedsrichterbeleidigung die Partie mit nur neun Akteuren beenden.

          Beim Spiel in Dresden ging es durchaus turbulent zu

          Einen Punkt hinter den Fürthern, die 26 Zähler auf dem Konto haben, bleibt Kaiserslautern weiter im Rennen. Mohamadou Idrissou (3. Minute/Foulelfmeter), Chris Löwe (40.), Karim Matmour (45.+ 2./ Handelfmeter) und Simon Zoller (60.) waren die Torschützen für den unter Trainer Kosta Runjaic noch unbesiegten Aufstiegskandidaten. „Wir gehen jetzt mit einem guten Gefühl und ein bisschen entspannter in die Länderspielpause“, sagte Löwe nach seinem Premierentreffer.

          Dagegen ist Union Berlin nach furiosen Wochen in der harten Realität des Profi-Unterhauses angekommen. Dem 0:4 in Köln folgte am Samstag nur ein 0:0 gegen den Karlsruher SC - und das zwei Wochen vor der schwierigen Aufgabe auf dem Betzenberg. „Kaiserslautern wird eine hohe Hürde“, erklärte Trainer Uwe Neuhaus.

          Bance köpft Düsseldorf zum Sieg über Sandhausen

          Beim FC Ingolstadt zahlt sich der Trainerwechsel mehr und mehr aus. Gegen seinen ehemaligen Klub VfR Aalen feierte Ralph Hasenhüttl beim 2:0 (1:0) am Freitag seinen ersten Heimerfolg mit dem neuen Klub. Caiuby (20.) und Christian Eigler (51.) ließen den leidgeprüften Anhang wieder jubeln. Wie zuletzt am sechsten Spieltag sind die Oberbayern nicht mehr Schlusslicht.

          Das dringend benötigte Erfolgserlebnis landete 1860 München mit Defensivtaktik. „Das war ein schmutziger Sieg“, räumte Coach Friedhelm Funkel nach dem 1:0 (1:0) bei Arminia Bielefeld ohne Gewissensbisse ein. Dominik Stahl (57.) war mit seinem Tor der entscheidende Mann.

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