https://www.faz.net/-gtm-7j0hj

Zweite Fußball-Bundesliga : Düsseldorfer Krise

  • Aktualisiert am

Wer blinzelt, gewinnt: Aalen schlägt Düsseldorf Bild: dpa

Mit einem Sieg über Düsseldorf schließt Aalen zu den Topteams der zweiten Bundesliga auf. Bochum gelingt ein wichtiger Erfolg in Cottbus. Und in Paderborn gibt es keinen Sieger.

          1 Min.

          Die sportliche Krise beim Fußball-Zweitligaverein Fortuna Düsseldorf hält an. Eine Woche nach dem 1:6-Heimdebakel gegen den SC Paderborn musste sich der Aufstiegskandidat am Freitagabend auswärts dem VfR Aalen mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Durch die fünfte Saisonniederlage seines Teams wird die Lage für den in der Kritik stehenden Fortuna-Trainer Mike Büskens zunehmend prekärer.

          Schlusslicht FC Ingolstadt verfehlte durch das 1:1 (1:0) in Paderborn seinen dritten Auswärtserfolg in Serie und verharrt auf dem letzten Tabellenplatz. Der VfL Bochum gewann 1:0 (1:0) bei Energie Cottbus und freute sich über den ersten Sieg seit dem 15. September.

          Von ihren zahlreichen Wiedergutmachungs-Ankündigungen nach dem Paderborn-Desaster setzten die Düsseldorfer fast gar nichts um. Vor allem in der Offensive fehlten Konzepte und Ideen, um solide Aalener zu gefährden. Bis auf zwei Versuche von Mathis Bolly (6./26. Minute) blieben die Rheinländer vor der Pause total ungefährlich. Auf der Gegenseite schockte Robert Lechleiter (23.) die Fortuna mit seinem 1:0, das durch einen Fehler von Leon Balogun eingeleitet worden war.

          „Vollkommen unnötig“, schimpfte Manager Wolf Werner und forderte in der Halbzeit: „Die Mannschaft muss anfangen, sich zu wehren.“ Doch es änderte sich nichts an der schwachen Vorstellung, auch die späte Einwechslung von Joker Aristide Bancé blieb erfolglos. Unrühmlich zudem: Gleich zweimal musste Referee Frank Willenborg die Partie für einige Minuten unterbrechen, da aus dem Fortuna-Fanblock Feuerwerkskörper auf dem Spielfeld gelandet waren.

          Bochum reicht eine gute Chance

          Beim FC Ingolstadt läuft es unter dem neuen Trainer Ralph Hasenhüttl weiter vielversprechend, auch wenn den Schanzern in Paderborn nicht der erhoffte Dreier gelang. Der Brasilianer Caiuby (27.) hatte in einer ansehnlichen Partie zwar für die Ingolstädter alles auf den Weg gebracht, als er nach einer Ecke aus dem Wirrwarr heraus am schnellsten schaltete und einnetzte. Mitte der zweiten Halbzeit rettete Markus Krösche (64.) den Ostwestfalen aber ein 1:1.

          Auch im Bochumer Umfeld darf durchgeatmet werden. Durch den hart erkämpften 1:0-Sieg in Cottbus machte das Team von Trainer Peter Neururer einen Sprung nach oben, die Elf aus der Lausitz musste dagegen ihre zweite Niederlage hintereinander einstecken. Die Gastgeber waren zwar spielerisch überlegen, agierten aber im Angriffsspiel viel zu berechenbar. Den Bochumern reichte eine gute Chance zum entscheidenden Treffer durch Richard Sukuta-Pasu (37.).

          Weitere Themen

          So hatte Beierlorzer das nicht trainiert

          Mangelhafte Mainzer : So hatte Beierlorzer das nicht trainiert

          Das Gute an Geisterspielen ist, dass man sie als potentieller Zuschauer nicht sehen muss. Die Mainzer Fans hätten gegen Leipzig genauso wenig Grund zur Freude gehabt wir Trainer Beierlorzer.

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Triumph der Leisen

          DFB-Bundestag : Triumph der Leisen

          Ein überwältigendes Online-Votum: Auch in der dritthöchsten Fußball-Klasse soll der Ball vom 30. Mai an wieder rollen. DFB-Präsident Keller spricht von „gelebter Demokratie“.

          Topmeldungen

          Milliardenhilfe : Gegenwind für die Lufthansa-Rettung

          Nach langen Verhandlungen einigen sich Bundesregierung und Lufthansa auf ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Brüssel sagen die Pläne aber nicht zu. Kanzlerin Merkel will kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.