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Schneckenrennen in 2. Liga : Werder stolpert zurück an die Spitze

  • Aktualisiert am

Werder Bremen: Ein Punkt bringt immerhin den Sprung an die Spitze Bild: dpa

Nicht ganz zufrieden, aber obenauf: mit einem Pünktchen gegen Sandhausen schiebt sich Werder wieder nach vorne. Der „Club“ verliert dagegen den Anschluss an die Spitzengruppe.

          2 Min.

          Zurück an der Spitze, aber nicht vollends zufrieden: Werder Bremen hat am 28. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen gelassen. Das Team von Trainer Ole Werner musste sich trotz klarer Überlegenheit mit einem 1:1 (0:0) gegen den abstiegsbedrohten SV Sandhausen zufriedengeben.

          2. Bundesliga

          Die Hanseaten schoben sich mit 52 Zählern in der Tabelle vor Darmstadt 98 und den FC St. Pauli (beide 51), der am Samstag in Rostock mit 0:1 unterlag. Boden verloren im Aufstiegsrennen hat der ehemalige deutsche Fußball-Rekordmeister 1. FC Nürnberg. Im Verfolgerduell beim 1. FC Heidenheim verlor der „Club“ mit 1:3 (0:2), womit der FCH mit 45 Punkten bis auf einen Zähler an die Franken, die Position fünf belegen, heranrückte. Dazwischen liegt noch der FC Schalke 04 (50).

          Der Abstand des FCN auf einen direkten Aufstiegsrang beträgt nun fünf Punkte. Für Nürnberg ging eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage (vier Siege) zu Ende. Schon zuletzt hatten die Franken beim 1:1 gegen Abstiegskandidat Dynamo Dresden zwei Punkte liegen gelassen.

          Heidenheim clever

          Tim Kleindienst (3.) und Maurice Malone (36.) stellten vor 10.673 Fans frühzeitig die Weichen für die Heidenheimer Gastgeber auf Sieg. Für das 3:0 sorgte abermals Kleindienst (84.) mit Saisontor Nummer neun, Manuel Schäffler (88.) stellte den Endstand her.

          Heidenheim war clever in der Chancenauswertung, während die Gäste zwar das Spiel bestimmten, aber in der Offensive die nötige Entschlossenheit vermissen ließen. Auch in der zweiten Hälfte waren die Club-Profis optisch überlegen, brachten aber die Abwehr der Heidenheimer nur selten in Gefahr.

          Heidenheim meldete sich nach weniger berauschenden Leistungen wieder zurück, denn zuvor hatte es in sechs Spielen einen Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen gegeben.

          Werder ohne Durchschlagskraft

          Werder rannte an, aber Pascal Testroet brachte die Gäste mit ihrem ersten Torschuss in Führung (64.). Marvin Ducksch sorgte für die schnelle Antwort mit einer Direktabnahme (73.), für mehr reichte es vor 36.000 Zuschauern im Weserstadion nicht mehr.

          Die Hausherren drückten Sandhausen von Beginn an in die eigene Hälfte, ohne allerdings permanent Torgefahr auszustrahlen. Niclas Füllkrug (28.) aus kurzer Distanz und Felix Agu per Kopf (45.+1) besaßen die besten Chancen im ersten Durchgang, doch SVS-Keeper Patrick Drewes parierte. Auch in der zweiten Hälfte fehlte es lange an Kreativität, um die eng gestaffelte Gäste-Abwehr auszuhebeln. Mit den beiden Toren nahm die Partie dann nochmal richtig Fahrt auf.

          Düsseldorfer und Karlsruhe unentschieden

          Trotz zunächst großer Überlegenheit und eines sicheren 2:0-Vorsprungs hat sich Fortuna Düsseldorf beim Karlsruher SC mit einem Punkt zufrieden geben müssen. Mit dem 2:2 (2:0) blieb die Mannschaft von Daniel Thioune am Sonntag jedoch im siebten Spiel unter dem neuen Trainer ungeschlagen und vergrößerte den Vorsprung auf die Abstiegszone sechs Spieltage vor Saisonende auf fünf Punkte.

          Daniel Ginczek (31. Minute) und Rouwen Hennings (38.) schossen die Rheinländer vor 17.907 Zuschauern in Führung. Der vor der Pause schwache KSC glich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit durch einen Foulelfmeter von Marvin Wanitzek (66.) und das 16. Saisontor von Stürmer Philipp Hofmann (83.) aber noch aus.

          Nach einem Schreckmoment für die Fortuna, als Hofmann nur knapp vorbei zielte (9.), übernahmen die abgeklärter wirkenden Gäste die Spielkontrolle. Nach einer Flanke des früheren Karlsruhers Hennings traf Ginczek aus kurzer Distanz zum 0:1, dann legte Hennings mit seinem 13. Saisontreffer aus wenigen Metern nach. Der Tabellenneunte Karlsruhe tat sich spielerisch weiter schwer, Wanitzeks verwandelter Elfmeter nach einem Foul von Jordy de Wijs an Daniel Gordon machte die Partie aber wieder spannend. Hofmann sorgte mit einem Hammer aus gut 18 Metern für den Ausgleich.

          2. Bundesliga

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