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Zweite Bundesliga : Viel Rauch um eine Punkteteilung

  • Aktualisiert am

Immer wieder nervig: Fans entfachten Bengalische Feuer Bild: dpa

Das brisante Niedersachsen-Derby in der zweiten Liga wird zwischendurch unterbrochen und endet unentschieden. Stuttgart schließt an der Spitze zu Braunschweig auf.

          2 Min.

          Eintracht Braunschweig hat im brisanten  Niedersachsen-Derby die Tabellenführung verteidigt und Hannover 96 auf Distanz gehalten. Der Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga kam im Risikospiel gegen den Nachbarn zu einem 2:2 (2:1). Die Eintracht führt in der Tabelle nun mit nur noch einem Zähler vor dem VfB Stuttgart. Die Hannoveraner liegen mit fünf Zählern Rückstand auf Rang vier. Die Tore für die Braunschweiger schossen am Sonntag vor 23.000 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion Ken Reichel (17.) und Onel Hernandez (36.). Hannover 96 bewies gute Moral und schaffte durch Martin Harnik (38.) und Kenan Karaman (66.) den verdienten Ausgleich.

          Schlechte Sicht in Niedersachsen: zwei Minuten Unterbrechung

          Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit musste Schiedsrichter Felix Zwayer das Spiel nach Bengalo-Würfen kurzzeitig unterbrechen. Die verbotene Pyrotechnik wurde zu Beginn der zweiten Hälfte von Anhängern im Braunschweiger Fanblock gezündet. Mehrere Feuerwerkskörper landeten auf dem Platz. Dichter Rauch behinderte die Sicht im Stadion. Zudem entrollten Braunschweiger Anhänger Banner, auf denen Beschimpfungen der Polizei zu lesen waren.

          Nach rund zwei Minuten pfiff Zwayer das Fußball-Derby wieder an. Schon in der ersten Hälfte war es zu Zwischenfällen mit Pyrotechnik im Gästeblock gekommen. Das Spiel wurde zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht unterbrochen. Bis dahin war es im Stadion und in der Braunschweiger Innenstadt friedlich geblieben, nachdem es am Freitag bereits zu einem Großeinsatz der Polizei und 170 vorläufigen Festnahmen gekommen war, nachdem sich Fans beider Lager zu einer Massenschlägerei bei Hildesheim verabredet hatten. Die Polizei äußerte sich nach dem Spiel zufrieden. Im und um das Braunschweiger Stadion sei es vor und während des Derbys weitgehend friedlich geblieben. „Wir rechnen damit, dass das auch bei der Abreise der Fans so bleibt“, sagte ein Sprecher.

          Mann des Tages: Stuttgarts Simon Terodde

          Terodde trifft dreifach

          Simon Terodde hat den VfB Stuttgart vor einem Rückschlag im Kampf um die direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga bewahrt. Der Stürmer sicherte den Schwaben mit einem Dreierpack gegen Arminia Bielefeld in einer schwachen Partie den insgesamt glücklichen 3:1 (1:0)-Sieg. Bei seinem ersten Tor in der 13. Minute profitierte der Torjäger von einem eklatanten Fehler des Bielefelder Keepers Wolfgang Hesl. Mit seinen Saisontoren sechs und sieben (70./90.) entschied Terodde die Partie und festigte den zweiten Tabellenplatz des VfB. Andreas Voglsammer sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich des Tabellenvorletzten (64.).

          Löwen weiter im Abstiegskampf

          In der dritten Sonntags-Partie besiegte der SV Sandhausen den TSV 1860 München mit 3:2 (1:2). Damit stecken die Löwen weiter im Abstiegskampf. Neun Tage nach dem 6:2 über Erzgebirge Aue zeigte die Elf des unter Druck stehenden Trainers Kosta Runjaic am Sonntag eine schwache zweite Halbzeit und steht auf Rang 14 nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz. Julian Derstroff schoss Sandhausen mit einem Blitztor nach 14 Sekunden in Führung, die weiteren Treffer für die Gastgeber erzielten Daniel Gordon (64.) und Andrew Wooten (73.). 1860-Neuzugang Ivica Olic mit seinem ersten Tor für die „Löwen“ (12.) und Felix Uduokhai (43.) hatten die Partie zwischenzeitlich gedreht.

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