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Zweite Bundesliga : Ohne Neururer gewinnt Duisburg wieder - FCK siegt auswärts

  • Aktualisiert am

Auswärtssieg in München: Erik Jendrisek (vorne, mit Pavlovic,l., und Mandjeck) bringt den FCK in Kaiserslautern auf die Siegerstraße Bild: dpa

Nach der Trainerentlassung gewinnt der MSV Duisburg in Koblenz. Marco Kurz gewinnt mit Kaiserslautern beim ehemaligen Arbeitgeber in München. Und Augsburg verliert zuhause.

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          Marko Kurz hat eine gelungene Rückkehr nach München erlebt. Der Trainer des 1. FC Kaiserslautern gewann mit den Roten Teufeln bei seinem ehemaligen Klub TSV 1860, wo er achteinhalb Jahre als Spieler und Coach gearbeitet hatte, mit 1:0 (1:0) und verschärfte damit die Krise bei den Löwen. Während sich die Lauterer nach zuletzt zwei Pflichtspiel-Niederlagen rehabilitieren konnten und wieder auf den zweiten Tabellenplatz in der zweiten Liga vorrückten, rutscht das Team von Ewald Lienen nach der sechsten Saisonniederlage immer weiter ab. Der Druck auf Lienen, der mit den Sechzigern eigentlich aufsteigen wollte, wird damit immer größer.

          In der 32. Minute brachte Erik Jendrisek die Gäste nach dem ersten gelungenen Angriff in Führung. Dem dritten Saisontreffer des Slowaken war ein Fehlpass von Löwen-Keeper Gabor Kiraly vorausgegangen. Glück hatten die Lauterer, dass Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) einem Tor von 1860-Kapitän Benjamin Lauth in der 17. Minute die Anerkennung verweigerte. Vor der Hereingabe von Peniel Mlapa soll der Ball im Aus gewesen sein. Die Münchner zeigten durchaus Einsatz und Willen, die Talfahrt zu beenden. Doch spielerisch fehlte den Gastgebern erneut die Qualität, um die beste Abwehr der zweiten Liga in Verlegenheit zu bringen. Lautern, das sich am vergangenen Spieltag gegen Düsseldorf die erste Niederlage (0:2) in der Liga geleistet hatte, war insgesamt cleverer und vor allem in der zweiten Hälfte dominanter. Die beste Möglichkeit nach der Pause hatte Abwehrspieler Martin Amedick, dessen Kopfball Mate Ghiviniandize (62.) gerade noch von der Linie kratzte.

          Augsburger Niederlage nach der Gala

          Nach seiner Pokalgala ist der FC Augsburg unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die ambitionierten Schwaben unterlagen fünf Tage nach dem 5:0 gegen den MSV Duisburg im DFB-Pokal-Achtelfinale in der zweiten Liga Alemannia Aachen mit 0:1 (0:0) und erlebten nach zehn Pflichtspielen ohne Niederlage auch das Ende ihrer Serie. Während der FCA auf dem Weg in obere Tabellenregionen einen herben Dämpfer hinnehmen musste, gelang Aachen im Tabellenkeller der erhoffte Befreiungsschlag. Für Trainer Michael Krüger war es im fünften Spiel unter seiner Verantwortung der erste Sieg.

          Neururer weg, Erfolg wieder da: Torschütze Bruno Soares und der MSV Duisburg haben Grund zum Strahlen

          Thorsten Burkhardt gelang in der 58. Minute per Flugkopfball das 1:0 für die Alemannia. Aachen begann flott und hatte schon in der 3. Minute durch Daniel Adlung eine dicke Chance. Augsburg tat sich zunächst schwer, übernahm dann aber in der ersten Hälfte mehr und mehr die Spielkontrolle. Allerdings konnte sich der FCA kaum Chancen erarbeiten. Auch nach dem Rückstand fehlten dem FCA Entschlossenheit und spielerische Mittel, um der Partie noch eine entscheidende Wende zu geben. Die beste Chance für die Gastgeber hatte noch Torjäger Michael Thurk kurz vor dem 0:1 (57.).

          Sieg ohne Neururer

          Ohne seinen am Donnerstag beurlaubten Trainer Peter Neururer hat der MSV Duisburg eindrucksvoll in die Erfolgsspur zurückgefunden. Fünf Tage nach der 0:5-Pokalschlappe beim FC Augsburg setzten sich die „Zebras“ beim TuS Koblenz mühelos mit 3:0 (3:0) durch und beendeten damit eine Serie von drei Auswärtsniederlagen hintereinander. Unter der Regie von Interimscoach Uwe Speidel begann der Torreigen für die Gäste in der 9. Minute, als Sören Larsen sein fünfter Saisontreffer gelang.

          Die verdiente Führung für die Westdeutschen bauten vor 8149 Zuschauern Bruno Soares in der 34. und Caiuby (45.+2) jeweils per Kopfball aus. Die speziell in der ersten Halbzeit in der Defensive überforderten Platzherren stabilisierten sich zwar im zweiten Durchgang, konnten aber der Partie keine Wende mehr geben. „Die Mannschaft hat die richtige Reaktion auf die Ereignisse der vergangenen Tage gezeigt“, sagte MSV-Sportdirektor Bruno Hübner, der in den kommenden Tagen einen Neururer-Nachfolger präsentieren will: „Wir geben uns Mühe, den bestmöglichen Trainer zu bekommen.“

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