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Zweite Bundesliga : Köln siegt - Jena blamiert sich gegen Wehen

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Freudentanz: Wehen Wiesbaden besiegte Jena leicht und locker Bild: dpa

So hatte sich Jenas neuer Trainer Valdas Ivanauskas sein Debüt in der zweiten Liga nicht vorgestellt. Beim SV Wehen Wiesbaden ging sein Team mit 1:5 unter. Köln gewann in Koblenz, Offenbach besiegte Mainz und ist nun Dritter.

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          Feierlaune beim Überraschungsduo 1860 München und Spielvereinigung Greuther Fürth, Katerstimmung bei Bundesliga-Absteiger FSV Mainz 05: Der Aufstiegsfavorit unter Trainer Jürgen Klopp musste am Sonntag beim 0:2 bei Kickers Offenbach die zweite Saisonpleite hinnehmen und hat bereits vier Punkte Rückstand auf die Spitze.

          Noch ärger traf es am sechsten Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga Mitabsteiger Alemannia Aachen, der in Fürth 0:2 verlor und nun schon seit drei Spielen ohne Sieg ist. Dagegen hat sich Borussia Mönchengladbach mit dem dritten Dreier in Serie im Aufstiegsrennen zurückgemeldet (Siehe auch: 2. Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle).

          Christoph Daum: „Eine gute Mannschaftsleistung“

          Drangvoll begann Mainz das Rheinhessen-Derby, doch die Chancenausbeute war mangelhaft. Prompt gingen die Hausherren durch Torjäger Suat Türker (41. Minute) in Front. Als Chadli Amri wegen Schiedsrichterbeleidigung (67.) Rot sah und Thorsten Judt (73.) erhöhte, war der Sieg für die Hessen perfekt. „Der Spielverlauf war günstig für uns“, sagte Trainer Wolfgang Frank und freute sich über den dritten Rang.

          Debakel zum Einstand: Jenas neuer Trainer Valdas Ivanauskas

          Dank Milivoje Novakovic ist der 1. FC Köln wieder auf Erfolgskurs: Durch den Doppelpack des Slowenen (37./71.) konnten die „Geißböcke“ bei TuS Koblenz die Führung durch Anel Dzaka (31.) drehen. „Das war eine gute Mannschaftsleistung“, lobte Trainer Christoph Daum, der nach seiner Sperre wieder an der Seitenlinie coachen durfte.

          „Ich hoffe, er macht nicht nochmal so ein doofes Foul“

          Einen bitteren Einstand gab es für Neu-Trainer Valdas Ivanauskas mit Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena: Die Gäste wurden von Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden mit 1:5 abgefertigt. Mit seinem frühen Doppelpack (9./11.) stellte Bakary Diakité die Weichen auf Sieg, Benjamin Siegert (20.) und Maximilian Nicu (41./73) legten nach. Jan Simak schoss per Strafstoß (82.) den Ehrentreffer. Einen mühsamen Sieg schaffte der SC Freiburg im Duell der früheren Bundesligavereine gegen den 1. FC Kaiserslautern: Zunächst konnte Lauterns Schlussmann Florian Fromowitz einen Foulelfmeter von Ivica Banovic halten, beim Siegtreffer von Pavel Krmas (79.) war er dann machtlos.

          Total bedient war nach dem 0:2 in Fürth Guido Buchwald: „Das war schon enttäuschend“, schimpfte der Aachener Coach nach dem schwachen Auftritts des Absteigers. Vor allem die frühe Gelb-Rote Karte für Pekka Lagerblom war Buchwald ein Dorn im Auge: „Er hat uns geschadet. Von einem erfahrenen Spieler wie Lagerblom muss ich erwarten, dass er nicht noch einmal so ein doofes Foul macht.“ Im siebten Fußball- Himmel sind dagegen die Franken, bei denen Bernd Nehrig und Martin Lanig trafen, mit Tabellenrang zwei. „Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen“, lobte Trainer Bruno Labbadia.

          Luhukay: „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns“

          Ganz oben thronen weiter die Münchner „Löwen“. Auch am sechsten Spieltag setzte 1860 seinen Erfolgskurs fort und ließ sich trotz der vehementer Gegenwehr von St. Pauli nicht von der Tabellenspitze verdrängen. Antonio di Salvo und Berkant Göktan trafen für die Hausherren, Marvin Braun für die wackeren Gäste. „Es war ein fantastisches Spiel und am Ende eine Verteidigungsschlacht“, atmete „Löwen“-Trainer Marco Kurz nach dem Sieg zum Auftakt der Wiesn erleichtert durch.

          Seine Anfangsschwäche überwunden hat Absteiger Gladbach. Das Team von Trainer Jos Luhukay bezwang den FC Augsburg mit 4:2. „Unser Sieg war verdient“, sagte Luhukay. „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“ Nach vier Spielen ohne Sieg bezwang der VfL Osnabrück Erzgebirge Aue mit 2:1. Weiter auf sein erstes Saisontor muss der SC Paderborn warten, der 0:2 gegen 1899 Hoffenheim verlor. Siegerin war hier auch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, die als erste Frau im deutschen Profi-Fußball eine überzeugende Vorstellung bot.

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