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Zweite Bundesliga : Herber Rückschlag für den Club

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Tom Trybull vom SV Sandhausen (M.) trifft den „Club“ empfindlich Bild: dpa

Der 1. FC Nürnberg kassiert im Aufstiegskampf der zweiten Bundesliga gegen Sandhausen wohl den entscheidenden Dämpfer. Der 1. FC Magdeburg macht seine Rückkehr perfekt.

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          Die 1. FC Nürnberg hat einen schweren Dämpfer im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Robert Klauß unterlag am Sonntag 2:4 (1:1) gegen den SC Sandhausen. Mit 50 Zählern ist für den Tabellensechsten der SV Darmstadt (54) auf dem Relegationsrang aber zumindest noch in Schlagdistanz.

          2. Bundesliga

          Tom Krauß (25.) und Asger Sörensen (52.) trafen für den FCN, doch Tom Trybull (60./84.), Janik Bachmann (4.) und Pascal Testroet (88.) sicherten dem Außenseiter drei Punkte. Der Nürnberger Enrico Valentini scheiterte mit einem Foulelfmeter an SVS-Keeper Patrick Drewes (76.). Sandhausen sprang durch den Sieg auf Tabellenrang 14 und hat mit acht Zählern Puffer auf den Relegationsplatz den Klassenerhalt dicht vor Augen.

          Vor 40.000 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion kamen die ambitionierten Franken schon denkbar schlecht ins Spiel. Bachmann köpfte nach einer Ecke von Chima Okoroji zur frühen Führung ein. Die Gastgeber rissen das Spielgeschehen dann aber immer mehr an sich. Krauß belohnte die Nürnberger Bemühungen und glich mit einem fulminanten Schuss aus 18 Metern aus. Der Club blieb dran, Mats Möller Daehli (28.) und Taylan Duman (32.) vergaben aber beste Möglichkeiten auf die Führung. Der Club kam stark aus der Pause, Sörensen traf aus kurzer Distanz. Doch Trybull glich für den SVS aus und sorgte auch für das 3:2. Wiederum nach einer Ecke fiel das entscheidende 4:2. Alle Gäste-Tore fielen nach Eckbällen von Chima Okoroji.

          Hannover verliert in Paderborn

          Hannover 96 muss weiter um den Klassenerhalt bangen. Die Niedersachsen verloren mit 0:3 (0:2) beim eigentlich heimschwachen SC Paderborn. Dadurch rutschte 96 auf Rang 15 ab und hat drei Spiele vor dem Saisonende nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

          Den Ostwestfalen gelang dagegen der erste Heimsieg seit dem 6. November, sie rückten auf Rang sieben vor. Philipp Klement bereits in der zweiten Minute sowie der ausgerechnet von Hannover nach Paderborn gewechselte Florent Muslija (17.) sorgten für die frühe 2:0-Führung für das Team von Trainer Lukas Kwasniok. Die Gäste waren harmlos und kamen kaum zu Chancen. Der in der 87. Minute eingewechselte Kelvin Ofori sorgte in der ersten Minute der Nachspielzeit für den Endstand.

          Rostock fehlt noch ein Punkt

          Hansa Rostock hat den letzten Schritt zum vorzeitigen Klassenerhalt verpasst. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel kam beim Abstiegskandidaten Erzgebirge Aue in einer intensiven Partie nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus. Für Rostock trafen John Verhoek (25., Foulelfmeter) und Hanno Behrens (52.). Lukas Fröde (8., Eigentor) und Dimitrij Nazarov (45.). erzielten die Treffer für Aue.

          Während Rostock der Ligaverbleib bei neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz jedoch kaum mehr zu nehmen ist, besteht für Aue kaum noch Hoffnung. Der Rückstand auf Dynamo Dresden auf Rang 16 beträgt schon sieben Zähler.

          In einer von harten Zweikämpfen geprägten Anfangsphase war Rostock um Spielkontrolle bemüht. Nach einem Freistoß lenkte Fröde den Ball jedoch aus kurzer Distanz ins eigene Tor. Die Möglichkeit zum Ausgleich der Gastgeber vergab zunächst Behrens (20.). Verhoek traf wenig später vom Punkt nach einem Foul von Malcolm Cacutalua an Behrens. Nazarov brachte Aue abermals in Führung. Auch nach der Pause ging die Partie intensiv weiter, Behrens gelang wieder der Ausgleich.

          Magdeburg schafft den Wiederaufstieg

          Der 1. FC Magdeburg kehrt nach zwei Jahren in die zweite Bundesliga zurück. Das Team von Trainer Christian Titz siegte 3:0 (2:0) gegen den FSV Zwickau und machte bereits drei Spieltage vor Schluss die Meisterschaft in der 3. Liga perfekt.

          Feiertag in Magdeburg: der Wiederaufstieg ist gelungen
          Feiertag in Magdeburg: der Wiederaufstieg ist gelungen : Bild: dpa

          Vor dem Anpfiff wurde der am Karsamstag verstorbenen Vereins-Legende Joachim Streich gedacht. An den Eingängen lagen Kondolenzbücher aus, der Mittelkreis war von einem riesigen Trikot mit der Rückennummer neun ausgefüllt. Die Mannschaft spielte mit Trauerflor, zudem formten die Anhänger auf der Fan-Tribüne die Nummer neun aus schwarzen und weißen Luftballons. Streich war im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

          Jason Ceka (23. Minute) schoss den FCM vor 26.340 Zuschauern verdient in Führung. Der Zwickau Davy Frick (40.) erhöhte kurz vor der Pause per Eigentor für den FCM. Nach dem Wechsel vergab Magdeburg zahlreiche Chancen auf das dritte Tor, erst Kai Brünker (88.) setzte den Schlusspunkt.

          Als Vater des Erfolgs gilt Trainer Titz. Der 51-Jährige übernahm die Mannschaft im Februar des vergangenen Jahres und rettete den FCM mit einer starken Rückrunde vor dem Abstieg. In dieser Spielzeit knüpfte die vom überragenden Baris Atik angeführte Mannschaft an die Leistungen an. Zuletzt war Magdeburg in der Saison 2017/18 in die 2. Liga abgestiegen, hielt sich damals allerdings nur ein Jahr.

          2. Bundesliga

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