https://www.faz.net/-gtm-a7ttr

Zweite Bundesliga : Hannover verpasst Anschluss – Nürnberg weiter in der Krise

  • Aktualisiert am

Der Karlsruher Alexander Groiß (r) und der Hannoveraner Marcel Franke kämpfen um den Ball Bild: dpa

Hannover 96 verliert per Eigentor das Zweitliga-Verfolgerduell in Karlsruhe. Nürnberg bleibt auch in Regensburg sieglos. Und für Holstein Kiel reicht es nur für ein Unentschieden gegen SC Paderborn.

          2 Min.

          Hannover 96 hat den Anschluss an die Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Niedersachsen verloren das Verfolgerduell beim Karlsruher SC am Mittwoch durch ein Eigentor von Kingsley Schindler (65. Minute) mit 0:1 (0:0). Während der in diesem Jahr noch unbesiegte KSC bis auf vier Punkte an den Relegations-Rang heranrückte, fiel Hannover zum Rückrundenstart auf Platz acht zurück.

          2. Bundesliga

          Die Gäste begannen forsch, verpassten durch Genki Haraguchi (7.) und Marvin Ducksch (10.) aber die frühe Führung. Anschließend gestaltete der KSC die Partie etwas ausgeglichener. In der 18. Minute klärte Hannovers Sei Muroya im eigenen Fünfmeterraum, kurz vor der Pause prüfte Kyoung-rok Choi Hannovers Keeper Michael Esser mit einem Schuss aus spitzem Winkel (45.). Dazwischen vergab Schindler für die insgesamt aktiveren Niedersachsen noch eine Chance per Kopf (26.).

          Trotz miserabler Platzverhältnisse blieb das Spiel auch in der zweiten Hälfte unterhaltsam. Nach einer Kopfballmöglichkeit durch Karlsruhes Daniel Gordon (54.) scheiterte Ducksch auf der anderen Seite am glänzend reagierenden Schlussmann Marius Gersbeck (58.). 25 Minuten vor dem Ende verlängerte Schindler eine Ecke des KSC per Kopf ins eigene Netz. Hannover kam zwar nochmal, aber auch Joker Hendrik Weydandt konnte Gersbeck nicht überwinden (80.).

          Nürnberg schlittert immer tiefer in die Krise

          Altmeister 1. FC Nürnberg rutscht dagegen immer tiefer in die Krise. Die Franken blieben beim 0:1 (0:0) gegen den Rivalen Jahn Regensburg auch im fünften Spiel seit dem Jahreswechsel sieglos und liegen nach ihrer dritten Pleite in Folge weiter nur vier Punkte vor der Gefahrenzone. Die Gäste hingegen setzten sich durch ihren zweiten Auswärtserfolg der Saison nach dem entscheidenden Treffer durch Andreas Albers (87.) vorläufig aus den unteren Tabellenregionen ab.

           Paderborns Chris Führich (l) im Kampf um den Ball mit Fin Bartels (r) aus Kiel
          Paderborns Chris Führich (l) im Kampf um den Ball mit Fin Bartels (r) aus Kiel : Bild: dpa

          Die Begegnung spiegelte im ersten Durchgang die Probleme beider Mannschaft über weite Strecken wider. Nürnberg konnte drei Tage nach der 2:5-Heimpleite gegen Hannover 96 ebenso wenig gefährliche Situationen am und im gegnerischen Strafraum heraufbeschwören wie der Jahn. Torchancen blieben entsprechend Mangelware.

          Nach dem Seitenwechsel bot sich bei immer stärkerem Schneefall zunächst das gleiche Bild. Nürnberg bemühte sich zwar engagierter um Zug zum Regensburger Tor, doch wandelten die Platzherren ihre wachsenden Spielanteile weiterhin kaum in nennenswerte Möglichkeiten um. Auch Regensburgs Spielaufbau blieb überwiegend Stückwerk. Mehr harmlose Entlastungsangriffe brachten die Oberpfälzer denn auch nicht zuwege. Umso glücklicher fiel kurz vor Ende der regulären Spielzeit das Siegtor für die Gäste.

          Kiel verpasst Sprung auf Platz zwei

          Holstein Kiel hat zudem den Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz für zumindest eine Nacht verpasst. Der Pokalschreck von Triple-Gewinner Bayern München kam beim Erstliga-Absteiger SC Paderborn über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus, eroberte aber zumindest den dritten Tabellenplatz zurück.

          Das Tor durch Marco Komenda (15.) war zu wenig für die Norddeutschen. Chris Führich (2.) traf für den SCP, der mit 26 Punkten im Tabellenmittelfeld verharrt. Kiel ist den Ostwestfalen sieben Punkte voraus. Paderborn erwischte einen perfekten Start. Führich spielte mit Sven Michel Doppelpass und erzielte unbedrängt sein bereits achtes Saisontor. Der frühere Kölner Bundesligaprofi vergab nur vier Minuten später die Großchance zum 2:0.

          Kiel fand erst langsam in Spiel und glich mit der ersten Gelegenheit nach einem Freistoß und anschließendem Abstauber von Komenda aus. Paderborn allerdings zeigte sich unbeeindruckt und war dem zweiten Tor bis zur Pause näher als die Störche. Nach dem Seitenwechsel legte Kiel zu, Niklas Hauptmann vergab aber freistehend nach Vorarbeit von Alexander Mühling (53.). Paderborn antwortete durch Christopher Antwi-Adjej (58.,59.).

          Beim Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 brachte Abwehrroutinier Alexander Schirow die Gäste vom SV Sandhausen zwar schon nach 33 Sekunden in Führung. Doch die Hessen drehten nach großen Problemen in der Anfangsphase die Begegnung noch durch einen Doppelpack von Marvin Mehlem (36. und 48.).

          2. Bundesliga

          Weitere Themen

          Mit Mut und Moral

          Darmstadt 98 beeindruckt : Mit Mut und Moral

          Darmstadt 98 schüttelt die jüngsten Rückschläge ab und siegt beim 3:2 in Paderborn spektakulär. „Wir haben alle Kräfte mobilisiert“, sagt Trainer Markus Anfang.

          Topmeldungen

          Unter Druck: Georg Nüßlein (CSU) im Bundestag (Aufnahme aus dem Januar)

          Masken-Affäre : Nüßlein tritt aus der CSU aus

          Nach der Affäre um Geschäfte mit Corona-Masken ist der Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein aus der CSU ausgetreten. Auch Nikolas Löbel gibt sein Parteibuch ab. Der Gesundheitsminister hat derweil angekündigt, weitere Namen öffentlich zu machen.

          Campen mit Reisemobil : Alles im Kasten

          Die Begeisterung fürs Campen mit Reisemobil hält ungebrochen an. Besonders beliebt sind ausgebaute Transporter. Ein Blick in die Welt des Variantenreichtums.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.