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Zweite Bundesliga : Hannover gewinnt Niedersachsen-Derby in Braunschweig

  • Aktualisiert am

Jubel über den Sieg beim Erzrivalen Braunschweig: Hannovers Stürmer Marvin Ducksch Bild: dpa

Hannover kann sich abermals gegen den Erzrivalen Braunschweig durchsetzen. Bochum festigt mit dem Sieg in Osnabrück den zweiten Tabellenplatz. Nürnberg gelingt in Darmstadt ein Befreiungsschlag.

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          Hannover 96 hat abermals das Niedersachsen-Derby der zweiten Fußball-Bundesliga gewonnen. Beim Erzrivalen Eintracht Braunschweig siegten die „Roten“ am Samstag mit 2:1 (2:1). Ein Doppelschlag von Valmir Sulejmani in der 34. und Marvin Ducksch in der 36. Minute gab diesem Spiel innerhalb kurzer Zeit eine Wende. „Wir hatten drei schlechte Minuten, die Hannover ausgenutzt hat. Das ist ärgerlich“, sagte Braunschweigs Geschäftsführer Peter Vollmann in einem Sky-Interview. Der Tabellenvorletzte hatte stark begonnen und war durch den von Mainz 05 ausgeliehenen Dong-Won Ji verdient in Führung gegangen (17.).

          2. Bundesliga

          Die Eintracht arbeitete auch in der zweiten Halbzeit mit viel Engagement am Ausgleich. Die beste Chance dazu hatte Marcel Bär in der 90. Minute. Obwohl Hannover die gefährlichere Offensive besaß und Torjäger Ducksch noch zweimal an Torwart Jasmin Fejzic scheiterte (78./80.), war der Leistungsunterschied zwischen den beiden rivalisierenden Klubs längst nicht mehr so groß wie noch beim einseitigen 4:1-Hinspielerfolg der 96er vor vier Monaten.

          Bochum auf Rang zwei

          Der VfL Bochum festigte den zweiten Tabellenplatz und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter Hamburger SV auf zwei Punkte. Die Westfalen gewannen beim abstiegsbedrohten VfL Osnabrück mit 2:1 (2:0). Die Hamburger waren am Freitagabend trotz einer 3:1-Führung nicht über ein 3:3 bei Erzgebirge Aue hinausgekommen.

          Die Osnabrücker, die die siebte Pleite in Folge im Stadion an der Bremer Brücke hinnehmen mussten, kassierten die sechste Niederlage nacheinander und rangieren weiterhin vier Zähler vor Relegationsrang 16. Die vergangenen fünf Partien waren die Osnabrücker sogar ohne Torerfolg geblieben. Simon Zoller (18.) und Anthony Losilla (36.) trafen für die Bochumer in der ersten Hälfte. Sebastian Kerk verkürzte in der 64. Minute per Freistoß.

          Die Gäste dominierten klar das Geschehen, wirkten ballsicher und einfallsreich im Offensivspiel. Die Bochumer zeigten sich gut erholt von dem Rückschlag durch das 1:2 gegen den Karlsruher SC am vergangenen Sonntag. Das 1:0 des VfL resultierte aus einem Eckball von Robert Zulj, wobei sich Zoller im Duell mit Bashkim Ajdini per Kopf durchsetzte. Auch das 2:0 resultierte aus einem Eckball der Bochumer von Zulj. Losilla konnte unbedrängt aus sechs Metern einköpfen.

          Unmittelbar vor dem 2:0 hatte Herbert Bockhorn die große Chance zur Resultatserhöhung für die Gäste, doch scheiterte er am glänzend parierenden Osnabrücker Schlussmann Philipp Kühn. Osnabrücks Sebastian Müller (34.) besaß die zunächst beste Chance der Hausherren, scheiterte aber an Keeper Manuel Riemann.

          Wichtige Punkte für Nürnberg

          Nach zuletzt vier Pleiten in Folge konnte der abstiegsbedrohte 1. FC Nürnberg wieder über einen Sieg jubeln. Das Team von Trainer Robert Klauß holte durch das 2:1 (0:0) im Kellerduell bei Darmstadt 98 drei wichtige Zähler, nachdem Fabian Holland (90., Handelfmeter) zunächst den späten Ausgleich für die Hausherren markiert hatte. Aber ein kurioses Eigentor von Nicolai Rapp (90.+2) sorgte für die Entscheidung zugunsten der Franken.

          Dem Strafstoß vorausgegangen war ein angebliches Handspiel von Oliver Sorg, der dafür die Rote Karte sah. Die Franken zogen durch den Sieg mit 23 Punkten an den Lilien (22) in der Tabelle vorbei. Der sechs Minuten zuvor eingewechselte Fabian Schleusener (76.) hatte zur Führung für den FCN getroffen.

          Beiden Mannschaften war zwar das Bemühen anzusehen, einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf zu machen, aber oft wirkten die Aktionen zu überhastet und wenig durchdacht. Die Gastgeber, die nur eine der letzten sieben Begegnungen gewinnen konnten, waren genauso verunsichert wie der Altmeister aus Nürnberg.

          Torchancen als Mangelware

          Beide Teams scheuten das Risiko, Torchancen blieben Mangelware. „Es ist allen bewusst, dass wir gerade eine Scheiß-Phase haben“, hatte Klauß vor dem Kellerduell gesagt und angekündigt, von seinem Weg nicht abweichen zu wollen: „Wir müssen bei uns bleiben und unseren Plan weiter verfolgen. Einen Sieg dreckig ermauern ist nicht unsere Art. Wir wollen mutig sein.“

          Die Umsetzung am Böllenfalltor war allerdings über weite Strecken mäßig. Beide Teams hatten Probleme, das Mittelfeld schnell zu überbrücken und die Abwehr des Gegners mit Pässen in die Tiefe zu überraschen. Die früheren Bundesligavereine lieferten sich ein wenig ansehnliches Duell. Erst Schleuseners Abstaubertreffer beendete die Torflaute in der Partie.

          2. Bundesliga

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