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Zweite Bundesliga : Düsseldorf rutscht weiter ab – HSV bleibt makellos

  • Aktualisiert am

Wieder eine Niederlage: schwerer Gang für Düsseldorfs Torwart Florian Kastenmeier Bild: dpa

Hannover hat die Misere beim Bundesliga-Absteiger Düsseldorf mit einem klaren Sieg verschärft. Hamburg kann sich gegen Schlusslicht Würzburg durchsetzen.

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          Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf hat seinen Fehlstart in Liga zwei fortgesetzt. Die Düsseldorfer verloren am 5. Spieltag bei Hannover 0:3 (0:0) und rutschten mit nur vier Punkten auf Platz 16 ab. Zudem verlor die Fortuna Matthias Zimmermann, der sich binnen sieben Minuten nach seiner Einwechslung Gelb-Rot (52.) einhandelte. Zu allem Überfluss unterlief Torwart Florian Kastenmaier ein bitteres Eigentor.

          2. Bundesliga

          In Überzahl trafen Florent Muslija (57.) und Marvin Ducksch (63./Foulelfmeter) für Hannover, das in seiner Abstiegssaison 2018/19 die beiden Duelle mit Fortuna verloren hatte (0:1, 1:2). Kastenmaier musste von seinen Teamkollegen getröstet werden, nachdem ein Rückpass über seinen Fuß ins eigene Netz geholpert war (85.). Mit dem dritten Sieg im dritten Heimspiel kletterten die Niedersachsen (neun Punkte) auf Rang drei.

          Hannover war bis zur Pause die bestimmende Mannschaft, vor allem der zuletzt schon ganz starke Japaner Genki Haraguchi sorgte für reichlich Vorwärtsdrang. Haraguchi leitete auch die beste Chance im ersten Durchgang ein, als der ehemalige Fortune Ducksch die Latte traf (16.). Fortuna ließ offensiv wieder Ideen und Qualität vermissen, hatte kaum eine nennenswerte Aktion im Spiel nach vorne.

          Nach dem harten Platzverweis gegen Zimmermann traf Muslija nach einer Haraguchi-Flanke per Volleyschuss. Haraguchi holte auch den Strafstoß zum zweiten Tor heraus.

          Erste Saisonniederlage für Kiel

          Für Holstein Kiel gab es währenddessen die erste Saisonniederlage. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner unterlag der zuvor sieglosen SpVgg Greuther Fürth 1:3 (0:2) und könnte am Sonntag den zweiten Aufstiegsplatz verlieren.

          Für die in der ersten Halbzeit in allen Belangen überlegenen Fürther trafen zunächst Paul Seguin (7.) und Branimir Hrgota (28.). Havard Nielsen (60., nach Videobeweis) sorgte im zweiten Durchgang für die Entscheidung. Der Treffer von Alexander Mühling (65.) half den Kielern nicht mehr, auch weil sie nach der Roten Karte gegen Fabian Reese (72.) in Unterzahl spielten.

          Das Spiel der Gastgeber wirkte gehemmt, es mangelte gerade in den ersten 45 Minuten zudem an der notwendigen Aggressivität. Fürth nutzte die Schwächen aus und hätte zur Pause noch höher führen können.

          Nach dem Wechsel kam Kiel zwar etwas besser ins Spiel, klare Chancen sprangen bis zum Tor von Mühling aber nicht heraus.

          Darmstadt verschenkt Sieg

          Darmstadt 98 gab nach 19-tägiger Zwangspause einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Die Lilien, deren Partie in der Vorwoche beim VfL Osnabrück wegen Coronafällen beim Gegner ausgefallen war, verspielten beim 2:2 (1:0) gegen den FC St. Pauli einen Zwei-Tore-Vorsprung. Rico Benatelli (80.) und Rodrigo Zalazar (90.+5) mit einem umstrittenen Foulelfmeter in der Nachspielzeit glichen für die lange unterlegenen Hamburger aus.

          Serdar Dursun (45. Foulelfmeter, 76.) hatte beide Treffer für die Gäste erzielt, besonders die Ausführung beim ersten Tor war bemerkenswert: Seinen Schuss verzögerte Dursun mit einem Hüpfer, ganz im Stile des Portugiesen Bruno Fernandes von Manchester United. Für Darmstadt, das am Mittwoch in Osnabrück zum Nachholspiel antritt, war die Führung schmeichelhaft. St. Pauli hatte Pech, als der Videoschiedsrichter einen Elfmeterpfiff (12.) zurücknahm.

          Im zweiten Abschnitt des Geisterspiels am Böllenfalltor kontrollierten die Gastgeber das Geschehen gegen harmlose Hamburger. Marvin Mehlem (52.) und vor allem Tim Skarke (60.) vergaben große Chancen zum 2:0. Lukas Daschner (67.) scheiterte mit einer der wenigen Möglichkeiten der Gäste leichtfertig an Darmstadts Keeper Marcel Schuhen, ehe Dursun per Kopf zum zweiten Mal traf. In der Schlussphase gaben die Darmstädter den Sieg noch aus der Hand.

          Hamburg siegt gegen Würzburg

          Der Hamburger SV konnte seine weiße Weste dank Simon Terodde behalten. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune besiegte Schlusslicht Würzburger Kickers nach zwei Treffern des Torjägers (65., 82.) und einem späten Tor von Tim Leibold (90.+2) mit 3:1 (1:1) und führt die Liga mit fünf Punkten Vorsprung an.

          Lars Dietz brachte den weiter sieglosen Aufsteiger in Führung (40.), doch dann hatte Terodde vor 1000 Zuschauern seinen großen Auftritt. Es waren seine Saisontore fünf und sechs.

          Im Gegensatz zum überzeugenden Erfolg unter der Woche gegen Erzgebirge Aue (3:0) taten sich die Hamburger zunächst aber schwer. Den Gastgebern mangelte es in der ersten Halbzeit im Spiel nach vorne an Tempo und Ideen. Lediglich bei einem Kopfball von Manuel Wintzheimer (19.) wurde es einmal gefährlich. Der Außenseiter spielte mutig, die Führung durch Dietz war nicht unverdient.

          Nach dem Wechsel erhöhte der HSV die Schlagzahl und drückte Würzburg hinten rein. Terodde glich aus kurzer Distanz aus und traf ein zweites Mal. Leibold stellte den Endstand her.

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