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1:2-Niederlage gegen den HSV : Ein Freistoß mit Folgen für Darmstadt

  • -Aktualisiert am

Frustration: Darmstadt-Trainer Anfang bekommt die Gelbe Karte. Bild: Picture-Alliance

Das Glück ist nicht mit den „Lilien“. Nach Verletzungsproblemen muss Markus Anfang sein Team vor der Partie gegen Hamburg umbauen. Dann gelingt dem HSV der späte Treffer zum 2:1, der den Darmstadt-Trainer besonders ärgert.

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          So hatte sich Serdar Dursun das Duell der besten Zweitligatorjäger sicher nicht vorgestellt. Der „Lilien“-Angreifer ging mit sieben Treffern ins Match am Böllenfalltor, der Hanseat Simon Terodde mit neun Toren. Doch wie es der für die Darmstädter unglückliche Spielfilm am Samstag wollte, waren es nach Abpfiff bei Dursun nach wie vor sieben, bei Terodde indes elf. Und Dursun legte seinem Konkurrenten sogar quasi ein Tor auf. Am Ende verloren die Südhessen auch deswegen daheim gegen den Hamburger SV 1:2. Der SV Darmstadt 98, der nach elf Spieltagen nur zwölf Punkte vorzuweisen hat, stand wieder ohne Punkte da – und haderte abermals mit den vermeintlichen Ungerechtigkeiten der Fußballwelt. War es beim 2:3 in Düsseldorf das geballte Unglück in Form von abgefälschten Bällen, das über die „Lilien“ hereingebrochen war, mokierten sie sich am Samstag sehr über den Schiedsrichter.

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          „In der Häufigkeit, wie es uns trifft, ist es einfach extrem“, sagte SVD-Cheftrainer Markus Anfang. Besonders die Szene, die zum späten 2:1-Siegtreffer durch Terodde (87.) führte, verärgerte die Darmstädter. Weil die Hamburger, die zuvor drei Partien in Folge verloren hatten, nach einem Freistoßpfiff in der eigenen Spielhälfte die Ausführung einige Meter weit nach vorne verlegt hatten. „Das kann ich absolut nicht akzeptieren“, sagte Mittelfeldmann Tobias Kempe, der noch versuchte, eine schnelle Ausführung zu unterbinden, dann aber, als der Ball einige Meter weit vom Tatort entfernt war, abließ. „Es gibt eine klare Regel im Fußball, und die Schiedsrichter weisen immer darauf hin, dass der Ball dort liegen muss, wo das Foul stattgefunden hat. Und das war hier überhaupt nicht der Fall.“ Es war die aus Darmstädter Sicht bittere Schlusspointe eines in Summe wenig ansehnlichen Matches.

          Von Verletzungen geplagt

          Anfang hatte sein Team aufgrund von Verletzungsproblemen abermals umbauen müssen. Aaron Seydel, der ein schwaches Spiel machte, rückte für Fabian Schnellhardt ins Team, Seung-ho Paik wurde erstmals von Beginn an die Rolle im defensiven Mittelfeld anvertraut. In den ersten 45 Minuten entwickelte sich ein zähes Fußballspiel. Zwar war der HSV optisch überlegen, doch die besten Chance hatten zunächst die „Lilien“ durch den ehemaligen Hamburger Patric Pfeiffer, dessen Kopfball nach einer Ecke das Ziel knapp verfehlte (34.).

          Das gleiche Bild auch nach Wiederanpfiff, bis die Partie im Handstreich – und zwar einem Handspiel von Dursun – in Fahrt kam. Hart bedrängt im Luftkampf, bekam der SVD-Torjäger den Ball an die Hand. Es folgte der schon sechste Strafstoß gegen die „Lilien“ in dieser Saison, diesen nutzte Terodde im Nachschuss (70.). Doch es kam noch schlimmer für die Hessen: Patrick Herrmann bekam für sein zweites Foul im Spiel genau an der Mittellinie die Gelb-Rote-Karte vorgehalten (74.). Die Darmstädter Reaktion gegen den Aufstiegsfavoriten wiederum hatte es in sich. Kempe gelang nach Vorbereitung per Hacke des eingewechselten Erich Berko ein Traumtor (78.). Doch es sollte nur ein Zwischenhoch sein der an diesem Tag defensiv zwar zupackender agierenden, aber offensiv ungefährlichen Südhessen. „Ich weiß nicht“, sagte Abwehrkraft Immanuel Höhn, „was wir aktuell verbrochen haben, dass wir so bestraft werden.“

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