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Darmstadt gegen Hannover : Dursun wirft Fragen auf

  • Aktualisiert am

Überzeugt mit seiner Torgefährlichkeit: Serdar Dursun Bild: dpa

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zwingen Darmstadt zu einem Sparkurs. Nach mehreren Verletzungen zeigt sich, wie dünn die Personaldecke im Team ist. Vor der Partie gegen Hannover ist nun auch ein begehrter Torjäger angeschlagen.

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          Im vergangenen Sommer hatte Carsten Wehlmann einen klaren Auftrag. Der Sportdirektor des SV Darmstadt sollte den Profikader verkleinern, Kosten sparen angesichts der noch nicht zu überblickenden Ausmaße der Pandemie. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass es für Binnenklima und Arbeitsethos im Team gewinnbringend ist, wenn sich alle Akteure im Spieltagskader wiederfinden und nah an der Startelf wähnen. Doch als sich die Verletzten häuften, wurde ersichtlich, wie dünn die Personaldecke in Wahrheit ist.

          2. Bundesliga

          Zumal die zweite Darmstädter Garde nicht in der Lage ist, wichtige Kräfte auch nur halbwegs zu ersetzen. Beispiel Fabian Holland: Dreimal hat der Kapitän schon pausieren müssen, dreimal verlor das Team. Auch an diesem Sonntag (13.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sky) im Heimspiel gegen Hannover 96 fehlt der Linksverteidiger wegen der Nachwirkungen einer im Training erlittenen Gehirnerschütterung.

          Der Sinn nach Höherem

          Den langfristigen Ausfall des Mittelfeldmannes mit Anführerqualitäten, Victor Pálsson, haben die „Lilien“ dagegen dank Ersatzmann Fabian Schnellhardt bislang gut wegstecken können. Mit dem in dieser Woche aus Schweden verpflichteten Innenverteidiger Thomas Isherwood hat der SVD personell schon aufgestockt. Erspart geblieben ist den Südhessen bislang ein Fehlen von Serdar Dursun. Mit konstant guten Leistungen samt ausgeprägter Torgefährlichkeit – neun Treffern, drei Vorlagen – befindet sich der superehrgeizige Angreifer auf dem Sprung. Dass ihm der Sinn nach Höherem, nach Erstligafußball, steht, daraus hat Dursun, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, nie einen Hehl gemacht.

          Ob ihm Hannover 96 diese Perspektive bieten kann, ist fraglich angesichts Zweitligarang neun. Verbürgt ist, dass die Niedersachsen im vergangenen Sommer und auch in diesem Winter einen Vorstoß unternommen haben, Dursun aus Darmstadt loszueisen. Vergeblich. SVD-Cheftrainer Markus Anfang fand es „unglücklich“, dass die Diskussionen um seinen besten Stürmer in den Tagen vor dem direkten Duell gegen Hannover wieder aufgekommen sind. „Wir können nicht mehr machen, als klar Stellung zu beziehen“, so Anfang, dass es die Überlegung, Dursun abzugeben, „bei uns nicht gibt“.

          Und nun droht der Torjäger am Sonntag aufgrund einer Oberschenkelblessur tatsächlich auszufallen. Er hat nur sehr dosiert trainieren können. Aber wer Dursuns Ehrgeiz kennt, zweifelt kaum daran, dass er sich einsatzbereit melden wird.

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