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Zweite Bundesliga : Augsburg blamiert 1860 - Fürth springt auf Aufstiegsplatz

  • Aktualisiert am

Augsburgs Neuer Michael Thurk (l.) lässt sich für seine beiden Tore feiern Bild: dpa

So wird es nichts mit der ersten Liga: 1860 München verlor das Bayern-Derby gegen Augsburg 0:3. Auch die Aufstiegskandidaten Mainz und Freiburg starteten nicht optimal in die Rückrunde. Im Tabellenkeller hingegen verschaffte Offenbach sich etwas Luft.

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          Die Spielvereinigung Greuther Fürth hat beim verrückten Rückrundenauftakt der Zweiten Bundesliga gut Lachen, den Fußball-Narren am Rhein ist am Karnevalswochenende dagegen der Spaß vergangen. „Das war das schlechteste Spiel seit sieben Monaten. So steigen wir nicht auf“, schimpfte Borussias enttäuschter Trainer Jos Luhukay und sprach nach dem 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern von einer „Katastrophe“.

          Beim 1. FC Köln hatte der Fehlstart in die Rückrunde schmerzhafte Folgen für die Spieler. Nach dem dürftigen 1:1 gegen den FC St. Pauli setzte Trainer Christoph Daum am Rosenmontag ein Training an. Als drittes Topteam legte auch der FSV Mainz 05 mit dem 1:1 bei der TuS Koblenz einen Fehlstart hin. 1860 München erlebte mit der 0:3-Derbypleite am Sonntag gegen den FC Augsburg ein regelrechtes Fiasko. . „Das ist bitter“, stellte 1860-Manager Stefan Reuter fest, „Augsburg hat seine Chancen eiskalt genutzt.“ Auch für Trainer Marco Kurz war die höhere Effektivität im FCA-Angriff ausschlaggebend: „Wir gehen traurig, aber verdient als Verlierer vom Platz.“

          Greuther Fürth unterstreicht seine Aufstiegsambitionen

          Der SC Freiburg mit dem 1:1 gegen den VfL Osnabrück schenkte wie Mainz zwei wertvolle Punkte her. Als großer Gewinner des 18. Spieltags kehrte Fürth nach dem 2:0 gegen den FC Erzgebirge Aue erstmals seit vier Monaten auf einen Aufstiegsrang zurück. Nach elf Spielen ohne Sieg sammelte Kickers Offenbach mit dem 2:1 gegen Schlusslicht SC Paderborn nach Toren von Aristide Bancé und Suat Türker drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

          Kampf war Trumpf im Bayern-Derby
          Kampf war Trumpf im Bayern-Derby : Bild: dpa

          Zum Abschluss des 18. Spieltags empfängt Carl Zeiss Jena am Montag Bundesliga-Absteiger Alemannia Aachen. Mit dem dritten Heimsieg hintereinander unterstrich Fürth seine Aufstiegsambitionen, während Aue mit dem neuen Trainer Roland Seitz seine Negativserie mit sechs Spielen ohne Sieg fortsetzte. Stefan Reisinger (14.) und ein Eigentor von Tomasz Kos (30.) sorgten für strahlende Fürther Mienen.

          Augsburgs Thurk in München der „Mann des Tages“

          Lange Gesichter gab es in Mainz und Freiburg: Im Derby in Koblenz ging der FSV durch Neven Subotic (10.) nach einem Fehlgriff von TuS-Torwart Dennis Eilhoff in Front, in der 36. Minute gelang Manuel Hartmann der Ausgleich. In Freiburg war Thomas Reichenberger (33.) mit dem VfL-Ausgleich der Spielverderber. Jonathan Pitroipa (28.) hatte die seit sechs Spielen sieglosen Breisgauer in Front gebracht.

          Vor 57.400 Zuschauern in der Allianz Arena war Michael Thurk der überragende Spieler. „Er hat sicherlich das Spiel entschieden“, lobte FCA-Trainer Ralf Loose den den Doppel-Torschützen (43./61.), der in der Winterpause für 250 000 Euro von Eintracht Frankfurt zum FCA gewechselt war. Den dritten Treffer bei Augsburgs gelungener Revanche für die 2:6-Hinspielpleite erzielte Timo Wenzel (52.) per Freistoß. „Der Sieg war zu hoch, aber gerecht“, sagte Loose.

          „In Halbzeit eins waren wir nur Zuschauer“

          Nach dem Punktverlust gegen Lautern wirbelte Trainer Luhukay das Karnevalsprogramm durcheinander. Der Niederländer strich den freien Sonntag. „Bei uns wird zu viel über den Aufstieg geredet, dabei ist das kein Selbstläufer“, klagte Luhukay nach dem Remis am Freitag. Die abstiegsgefährdeten Pfälzer bewiesen Moral und schafften nach den Platzverweisen für Kapitän Mathieu Béda und Josh Simpson in Unterzahl in der Schlussminute noch den Ausgleich durch Björn Runström.

          In Köln erhielt die Aufstiegseuphorie im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres einen Dämpfer. „Keine Aggressivität, keine Spielkultur. Das war ein Warnschuss“, kritisierte Manager Michael Meier den schwachen Auftritt der Kölner, die bereits seit sieben Jahren auf einen Sieg an Karneval warten. „In Halbzeit eins waren wir nur Zuschauer, und nur mit Schönspielerei ist in der zweiten Liga kein Blumentopf zu gewinnen. Wobei: Wir haben ja gar nicht schön gespielt“, gab Daum schmunzelnd zum Besten.

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