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Nur 1:1 gegen Union Berlin : Harte Kölner Landung im Zweitliga-Alltag

  • Aktualisiert am

Harte Landung: Kölns Hector (l.) hat nach einem Foul von Unions Prömel Schmerzen. Bild: dpa

Der 1. FC Köln verpasst den ersten Heimsieg nach dem Bundesliga-Abstieg und kommt gegen Union Berlin nur zu einem 1:1. Die Führung durch Clemens gleicht ein Berliner Neuzugang aus. Ein Nationalspieler trifft nur das Aluminium.

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          Das Heimdebüt von Markus Anfang als neuer Trainer des 1. FC Köln ist nur halb gelungen. Mit dem 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Union Berlin vergab der FC nach seiner schlechtesten Erstligasaison und dem sechsten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga am zweiten Zweitligaspieltag mit vier Zählern die Tabellenführung. Christian Clemens war in der 41. Minute für den Aufstiegsfavoriten erfolgreich. Unions schwedischer Neuzugang Sebastian Andersson (69.) verdarb Anfangs ersten Heimerfolg an neuer Wirkungsstätte. Beide Teams haben jetzt vier Punkte.

          2. Bundesliga

          „Wir haben unser Spiel nicht so über 90 Minuten durchgedrückt, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind noch früh in der Saison. Ich glaube, dass wir Spiel für Spiel mehr dominieren werden, wenn wir uns finden“, sagte Kölns Dominick Drexler. Berlins Sebastian Andersson meinte: „Wir haben in der Verteidigung sehr hart gearbeitet. Köln ist eines der schwersten Auswärtsspiele für uns, mit einem Punkt sind wir deswegen sehr zufrieden.“

          In der ersten Zweitliga-Heimbegegnung des FC seit 1562 Tagen wurde die Anfang-Elf vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion von der Berliner Mannschaft des neuen Schweizer Chefcoachs Urs Fischer anfangs häufig unter Druck gesetzt. Zudem funktionierte das 4-1-4-1-System des gebürtigen Kölners Anfang zunächst nicht so, wie sich der 44-Jährige das vorgestellt hatte.

          Erst nach 25 Minuten wurden die Aktionen der Rheinländer am Montagabend deutlich gefährlicher – mit guten Chancen durch den Österreicher Louis Schaub (28.) und den kolumbianischen Stoßstürmer Jhon Cordoba (29.). Jetzt drängte der FC, bei dem WM-Teilnehmer Jonas Hector nach leichten gesundheitlichen Problemen in der vergangenen Woche rechtzeitig wieder fit war, auf die Führung.

          Die war kurz vor der Pause fällig, als Clemens nicht attackiert wurde und mit einem wuchtigen Flachschuss erfolgreich war. Doch Union, in der Vorsaison Achter, konterte unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als FC-Keeper Timo Horn einen Schuss von Ken Reichel (47.) soeben noch an die Latte lenkte. Auf der Gegenseite scheiterte Hector mit einem Kopfball (48.) ebenfalls am Aluminium. Die immer mutiger werdenden Berliner wurden dann durch den Andersson-Ausgleich belohnt und legten nach. Horn musste gegen den eingewechselten Akaki Gogia (75.) in höchster Not klären.

          In der Nacht zu Dienstag kam es zu Ausschreitungen. Wie die Polizei mitteilte, hätten nach dem Spiel mehrere Gewaltbereite im Kölner Stadtteil Bocklemünd einen Reisebus der Gäste-Fans angegriffen und „gezielt mit Steinen“ beworfen. Nach Angaben der Behörden seien Beamte sofort dazwischen gegangen und hätten weitere Auseinandersetzungen verhindert. Ein Polizeisprecher bestätigte dem Sport-Informations-Dienst (SID) zudem, dass es mehrere Angriffe auf Polizisten gegeben habe. Demnach seien Gewaltbereite mit unbeleuchteten Autos gezielt auf Beamte zugefahren. Angaben über mögliche Verletzte konnte die Polizei am Dienstagmorgen noch nicht machen. Mehrere Personen seien vorläufig festgenommen worden, Identitätsfeststellungen fanden im dreistelligen Bereich statt.

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