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Mainz 05 : Malli ist der nächste Kandidat

Wertsteigerung inbegriffen: Yunus Malli spielt sich bei Mainz 05 in den Mittelpunkt Bild: dpa

Seit Jahren erwirtschaftet Mainz 05 einen Großteil seines Etats durch Transfererlöse. Yunus Malli könnte nun der nächste sein. Am Mittwoch könnte er beim Spiel in Leverkusen seinen Marktwert weiter steigern.

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          Einen Gelddrucker haben sie bei Mainz 05 noch nicht. Aber die Geldbeschaffungsmaschine durch Spielerverkäufe dürfte auch in der näheren Zukunft so gut funktionieren wie in den vergangenen Jahren bei den Transfers von André Schürrle, Adam Szalai, Nicolai Müller oder zuletzt Johannes Geis und Shinji Okazaki, die binnen weniger Jahre gut 50 Millionen Euro in die Mainzer Kassen gespült haben. Wenn nicht alles täuscht, ist Yunus Malli der nächste Kandidat für die Umsatzsteigerung auf der Grundlage eines lukrativen Transfers.

          Am Freitagabend hat der 23 Jahre alte Spielmacher schließlich seine guten Leistungen im gesamten Kalenderjahr mit einer auch vom ehemaligen Mainzer Spieler und Trainer Jürgen Klopp beim ersten Stadionbesuch seit Dienstende in Dortmund begeistert bejubelten Galavorstellung und drei Toren (18./61./68.) beim 3:1-Sieg seines Teams gegen die TSG Hoffenheim gekrönt - in Mainzer Dimensionen entspricht das der Lewandowski-Gala vom Dienstagabend.

          Malli im Hier und Jetzt

          Der persönliche Lohn war der Spielball, den der Schiedsrichter persönlich nach dem Abpfiff an den Mann des Tages weiterreichte. Der Marktwert des in Kassel aufgewachsenen Deutsch-Türken ist nach nun fünf Toren in den vergangenen drei Spielen noch einmal in die Höhe geschnellt und könnte am Mittwoch (20.00 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Liveticker bei FAZ.NET) beim Auswärtsspiel in Leverkusen weiter steigen. „Wir haben aber nicht mit ihm verlängert, um ihn nach drei guten Spielen wieder zu verkaufen“, sagt der Mainzer Manager Christian Heidel bezüglich Mallis, der im Frühjahr erst nach langem Überlegen finanziell wohl etwas lukrativere Angebote türkischer Spitzenklubs abgelehnt hat zugunsten eines neuen Vertrags in Mainz mit besseren sportlichen Entwicklungschancen.

          „Auch wenn wir derzeit keine Gedanken an die Zukunft verschwenden, so ist mir aber lieber, dass über unsere Spieler überall geschrieben und diskutiert wird, als dass nichts über Mainz 05 geschrieben wird.“

          Auch Malli betont, erst einmal im Hier und Jetzt zu leben. „Ich fühle mich einfach wohl hier, spüre die Rückendeckung von allen und habe meine Freiheiten. Das war mir für meine Entwicklung wichtig“, sagte Malli zur Begründung für seinen Verbleib in Mainz, der ihm freilich auch mit einer deutlichen Gehaltserhöhung schmackhaft gemacht wurde. Bei seinem Klub rechnet indes niemand damit, dass das Talent seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 erfüllen wird.

          Langer Anlauf des Spätentwicklers

          Stattdessen geht auch Trainer Martin Schmidt wohl von einem abermaligen Transfergewinn des Klubs aus, wenn er sagt, dass sein Spielmacher den „von ihm gewünschten nächsten Schritt gehen kann, wenn er mit Demut weiterarbeitet“. Malli wäre somit ein mustergültiges Beispiel für die Mainzer Arbeitsweise: Seit 2011, als Malli für 150.000 Euro aus dem Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach an den Bruchweg gewechselt war, arbeiten der Klub und das Talent zusammen.

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