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Zweite Bundesliga : Würzburger verschärfen Krise bei St. Pauli

  • Aktualisiert am

Würzburg jubelt, St. Pauli leidet und steckt weiter im Keller fest. Bild: dpa

Die Kickers beenden ihre kurze Krise und springen durch den 1:0-Sieg in der Tabelle nach oben. St. Pauli dagegen bleibt Letzter – und leidet unter einem äußerst kuriosen Gegentor.

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          Die Würzburger Kickers haben den Sprung ins obere Tabellendrittel der zweiten Fußball-Bundesliga geschafft und die Krise des FC St. Pauli weiter verschärft. Die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach feierte beim 1:0 (0:0) am Montagabend zum Abschluss des 12. Spieltags nach drei Pflichtspielniederlagen wieder einen Sieg. Der Druck auf Kiez-Coach Ewald Lienen hingegen ist nach der achten sieglosen Zweitligapartie nacheinander gewachsen.

          Ein Eigentor von Vegar Eggen Hedenstad (84. Minute) sorgte in der mit 13.080 Zuschauern ausverkauften Würzburger Arena für die Entscheidung. Während die Kickers als Sechster in die Länderspielpause gehen, bleibt St. Pauli mit mickrigen sechs Punkten Schlusslicht.

          „Die Mannschaft hat gekämpft und alles gegeben“, sagte Lienen. „Die Jungs brauchen jetzt einfach ein Erfolgserlebnis.“ Hollerbach war hingegen zufrieden. „Wir haben viel investiert und verdient gewonnen“, resümierte er im Fernsehen. Mit seinem früheren Club fühlt Hollerbach immer noch mit. „Es ist eine schwierige Situation, ich bin aber sicher, dass sie da rauskommen“, meinte er.

          Lienen durfte sich vor der Partie über öffentliche Rückendeckung von Geschäftsführer Andreas Rettig freuen. „Ewald ist und bleibt der Chef“, versicherte Rettig. An der schwierigen Ausgangslage änderte dies jedoch nichts, zumal Lienen gleich auf sechs Stammkräfte verzichten musste. Christopher Avevor zog sich in der Partie auch noch eine leichte Gehirnerschütterung zu.

          Hollerbach, der als Spieler selber einmal in Diensten der Hamburger stand, konnte das erste Montagsspiel seiner Mannschaft in der 2. Bundesliga deutlich gelassener angehen. In der Deckung stellte der 46-Jährige jedoch auf eine variable Dreierkette um, um viel Druck auf die Gäste zu entfalten.

          Würzburgs Sascha traut kämpft mit Christopher Buchmann vom FC St. Pauli.
          Würzburgs Sascha traut kämpft mit Christopher Buchmann vom FC St. Pauli. : Bild: dpa

          Das gelang anfangs nicht. Lienens Team spielte mutig nach vorne und hinterließ in den ersten Minuten keinen verunsicherten Eindruck. Die Würzburger kamen jedoch immer besser ins Spiel und sorgten für eine Dauerbeschäftigung der wackligen FC-Defensive. Der entscheidende Pass fehlte aber. Rico Benatelli (10.) hatte mit einem wuchtigen Kopfball gegen die Latte die beste Chance in den ersten 45 Minuten.

          Nach dem Seitenwechsel brachten die Gäste zwar etwas mehr Ruhe in ihr Spiel, doch die Würzburger agierten immer noch überlegen. Sechs Minuten vor dem Abpfiff durften die Heimfans doch noch jubeln.

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