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Zweitliga-Relegation : Würzburg gelingt der Durchmarsch

  • -Aktualisiert am

Würzburger Jubel: Der Aufstieg ist geschafft. Bild: dpa

Durchmarsch für die Kickers: Würzburg steigt in die zweite Liga auf. Duisburg reichen zwei uninspirierte Relegationsspiele nicht zum Klassenverbleib. Am Ende verliert der MSV sogar noch die Nerven.

          Die Fans des MSV Duisburg verbreiteten anfangs Bundesliga-Atmosphäre im Stadion an der Wedau. Aber ihre Zuversicht und ihre Gesänge reichten nicht, um die Heimmannschaft zu einer außergewöhnlichen Leistung zu animieren. Beim 1:2 gegen die Würzburger Kickers gelang es den Duisburgern nur in der ersten Halbzeit, den schlechten Eindruck zu verwischen, den sie beim 0:2 im Hinspiel der Relegation um den letzten freien Platz in der zweiten Fußball-Bundesliga hinterlassen hatten. Das Eigentor von Clemens Schoppenhauer (33. Minute) weckte beim MSV nur kurzzeitig Hoffnung. Elia Soriano nahm den Duisburgern mit seinem Ausgleichstreffer (37.) den Schwung. Während Würzburg den Aufstieg bejubelt, müssen die „Zebras“ nach einem Jahr zurück in die dritte Liga.

          Im Hinspiel war der MSV mit einem schwachen Auftritt vom Favoriten zum Außenseiter mutiert. Immerhin versuchten die Duisburger ihre unerwartete neue Rolle im eigenen Stadion offensiv und zunächst auch leidenschaftlich zu interpretieren – so wie ihr Trainer Ilia Gruev es gefordert hatte. Das Duisburger Bemühen blieb zunächst allerdings ohne Erfolg - bis der gegnerische Verteidiger Schoppenhauer sich verschätzte und Giorgi Chanturias Flanke mit dem Kopf ins eigene Tor lenkte.In diesem Augenblick erhielten die Duisburger Ambitionen wieder realistische Züge. Die Halbwertzeit der neuen Hoffnung war allerdings kurz. Wenig später zeigten die Kickers, warum sie die beste Auswärtsmannschaft der dritten Liga waren. Bis dahin im Angriff nicht über das Versuchsstadium hinausgekommen, schlugen sie vier Minuten nach dem Eigentor zurück. Der Ausgleich verpasste dem Duisburger Glauben an den Klassenverbleib einen empfindlichen Dämpfer. Beim Treffer zum 1:1 zeigte sich zudem, dass der Herausforderer inspirierter und lockerer mit der heiklen Situation umging. Torschütze Soriano hatte den Gegenspieler „getunnelt“.

          Im zweiten Durchgang brach sich auf dem Rasen wie auf den Rängen rasch die Erkenntnis Bahn, dass der MSV nicht mehr die Kraft hatte, seine zweitklassigen Ansprüche in diesem Duell kämpfend oder gar spielend zu untermauern. Den robusten Würzburgern bereitete es nicht mehr viel Mühe, sich der gegnerischen Angriffe zu erwehren. In der 89. Minute sah Obinna die Rote Karte, für den MSV endete das Zweitligasaison zu zehnt – in der zweiten Minute der Nachspielzeit traf der Würzburger Benatelli zum zweiten Sieg seiner Mannschaft in diesem Relegationsduell.

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