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4:1-Erfolg in Hoffenheim : Wolfsburger Sieg nach großen Patzern

  • -Aktualisiert am

Erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich: Wolfsburg-Profi William Bild: dpa

Die TSG gibt das Spiel nach eigener Führung noch aus der Hand: Den Wölfen gelingt ein wichtiger Auswärtssieg in der Bundesliga. Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann sieht gleich zweimal nicht gut aus.

          Die Aufholjagd der TSG 1899 Hoffenheim in Richtung Champions-League-Qualifikation mutete mach zuletzt sechs Siegen nacheinander fast schon wie ein Selbstläufer an. Da aber im Fußball nichts von allein kommt, musste der Tabellensiebte der Fußball-Bundesliga am Sonntagnachmittag eine schmerzliche, zu hohe, aber verdiente 1:4-Heimniederlage gegen den Achten VfL Wolfsburg akzeptieren. Die europäischen Plätze haben beide Klubs aber noch vor Augen – für die „Königsklasse“ wie die Europa League.

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          Der VfL wirkte in Sinsheim über die gesamte Strecke strukturierter und erzielte seine Treffer zum Sieg durch William (42. Minute), Weghorst (69./86.) und den überragenden Arnold (85.). Szalai hatte Hoffenheim in Führung gebracht (9.), doch als Kramaric für die Kraichgauer einen Foulelfmeter gegen den Pfosten schoss (15.), wendete sich das Spiel.

          Vor dem Duell mit den Wolfsburgern hatte der Hoffenheimer Trainer Julian Nagelsmann gewarnt: „Wor müssen noch eine Schippe drauflegen, um unsere Serie auszubauen. Die Wolfsburger haben eine unheimlich klare Struktur und spielen mit dem Ball sehr variabel.“ Er wurde nicht erhört. Gleichwohl begann das Spiel auf sehr hohem Niveau. Das Publikum bekam lange ein gut verteiltes Sonntagsschmankerl mit technischen Delikatessen, raffinierten Passfolgen, kernigen Schüssen und zunächst tollen Torwartparaden, vor allem des Hoffenheimers Oliver Baumann, zu sehen. Der aber sollte später zum Ungücksraben werden.

          Bei Halbzeit stand es in diesem Spektakel gerechterweise 1:1 nach dem frühen Treffer von Szalai, der eine feinfühlige Hereingabe von Schulz veredelte, und dem fabelhaften Schlenzer von William kurz vor der Pause. Eine weitere kapitale Gelegenheit vergab Kramaric, mit sechzehn Treffern der beste Hoffenheimer Torschütze, als er einen Foulelfmeter gegen den Pfosten setzte  (15.).

          Nach Belfodils Lattentreffer hatte sich der Videoassistent bei Schiedsrichter Aytekin zu Recht gemeldet, weil in der Szene, in der der Algerier fast das das 2:0 geschossen hatte, der Wolfsburger Knoche dem Hoffenheimer Kollegen Schulz im Strafraum auf den Fuß getreten hatte.

          Munter, wenn auch nicht ganz so attraktiv wie in den ersten 45 Minuten, ging es nach der Pause weiter. Die ganz großen Chancen blieben lange aus, da sich die Hoffenheimer von der Wolfsburger Spielstärke beeindruckt zeigten und die Niedersachsen geduldig auf ein zweites Tor zuspielten. Wie das 2:1 durch Weghorst zustande kam, hatte indes Kreisligaformat – nicht beim Kopfballschützen Weghorst, wohl aber beim zuvor so starken Torhüter Baumann, der den Ball durch die Finger flutschen ließ. „Das ist wahnsinnig ärgerlich, ich habe ihn so blöd selber reingemacht“, gab Baumann am Sky-Mikrofon zu und fügte mit Galgenhumor an: „Bis auf das andere Tor, das auch ärgerlich war, habe ich alles gehalten. Ich weiß auch nicht, was heute los war. Aber wir sind ja alle Menschen.“

          Der bei den schwer zu haltenden Schüssen unbezwingbar wirkende Keeper zeigte dafür bei den Schüsschen eklatante Schwächen. So auch beim 3:1 für den VfL durch Arnold – noch so ein haltbarer Ball. Den letzten Treffer des Tages markierte Weghorst, der in Sinsheim doppelt traf. Diesmal zumindest war Baumann chancenlos.

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