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BVB mit Geduld am Ende : Wird Aubameyang noch im Winter verkauft?

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Beim 0:0 gegen Wolfsburg fehlte Pierre-Emerick Aubameyang abermals wegen einer Suspendierung. BVB-Sportdirektor Zorc schließt einen baldigen Wechsel des eigenwilligen Stürmers nicht mehr aus.

          Borussia Dortmund kommt auch im neuen Jahr nicht zur Ruhe. Der noch vor wenigen Tagen von Sportdirektor Michael Zorc geäußerte Wunsch nach mehr Vereinsfrieden erwies sich bereits zum Rückrundenstart gegen Wolfsburg als Wunschdenken. Mehr noch als über das sportliche Geschehen beim unbefriedigenden 0:0 gegen die „Wölfe“ wurde über die neueste Provokation von Pierre-Emerick Aubameyang diskutiert. In erster Verärgerung schloss Zorc einen Verkauf des Angreifers noch in dieser Winterpause nicht aus: „Wir brauchen jetzt hier keine Spekulationen anzustellen. Aber klar ist natürlich auch: So kann es nicht weitergehen.“

          Nach der neuesten Verfehlung von Aubameyang, der die Mannschaftssitzung am Vortag geschwänzt hatte, scheint die Geduld beim Revierklub mit dem als Enfant terrible bekannten Profi aufgebraucht. Selbst eine erste Aussprache zwischen Zorc, Trainer Peter Stöger und dem Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison konnte die Wogen nicht glätten. „Ich erkenne ihn nicht wieder. Ich weiß nicht, was in seinem Kopf abgeht“, klagte Zorc, „irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem man es nicht mehr tolerieren kann. Da sind wir heute angekommen.“ Der Sportdirektor kündigte weitere Sanktionen für Aubameyang im „monetären Bereich“ an.

          Fast scheint es, als wolle der vertraglich bis 2021 gebundene Aubameyang seinen schnellen Abgang noch vor Ende der aktuellen Transferfrist am 31. Januar provozieren. Auch sein Rückhalt in der Mannschaft schwindet. „Ich teile die Entscheidung“, kommentierte Torhüter Roman Bürki beim TV-Sender Sky die Suspendierung seines Teamkollegen, „es gibt Regeln, die für jeden Spieler gelten – egal,  wie viel Tore er schießt.“

          „Ich erkenne ihn nicht wieder“

          In ähnlicher Tonart begründete Peter Stöger die Bestrafung des aus sportlichen Gründen eigentlich unverzichtbaren Stürmers: „Bei einer solchen Sitzung sollte er natürlich dabei sein. Aber ich habe das Empfinden, dass es ihm nicht ganz so wichtig ist.“

          Trotz der jüngsten Provokationen des 28 Jahre alten Torjägers, der zum wiederholten Mal aus disziplinarischen Gründen suspendiert wurde, wäre der neue BVB-Coach bereit, ihn schon bald wieder in den Kader aufzunehmen „Nächste Woche gibt es für ihn eine neue Chance zu zeigen, dass er bereit ist. Dann gehört er auch wieder dazu“, sagte Stöger. Schließlich war bei der Nullnummer gegen Wolfsburg erkennbar, wie viel Torgefahr der Borussia ohne Aubameyang verloren geht.

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