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Zweite Bundesliga : Wiesbaden schockt VfB, Darmstadt sieglos

  • Aktualisiert am

Niedergeschlagen: Mario Gomez und der VfB leiden. Bild: dpa

Der Tabellenletzte gewinnt beim Tabellenersten: In Stuttgart endet die Partie gegen Wiesbaden mit dem denkbar unwahrscheinlichsten Ergebnis. Darmstadt 98 bleibt im siebten Spiel in Serie ohne Sieg.

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          Der VfB Stuttgart hat sich in der zweiten Fußball-Bundesliga blamiert und gegen den bisherigen Tabellenletzten SV Wehen Wiesbaden die erste Niederlage kassiert. Der Topfavorit unterlag dem Aufsteiger am Freitagabend daheim mit 1:2 (1:2) und muss nun um seine Tabellenführung bangen.

          2. Bundesliga

          Wiesbadens Doppeltorschütze Manuel Schäffler (3. Minute/18.) profitierte zweimal von schweren Abwehrfehlern des VfB, für den Hamadi Al Ghaddioui (12.) lediglich den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer erzielen konnte. Die Hessen verlassen durch ihren zweiten Saisonsieg zumindest vorerst das Tabellenende - und das, obwohl der eingewechselte Daniel Kofi Kyereh (77.) nach heftigem Foulspiel an Stuttgarts Pascal Stenzel Rot gesehen hatte.

          Aber auch das half dem VfB nicht. Stuttgart spielte über weite Strecken desolat. Zwar hatte die Mannschaft von Trainer Tim Walter fast permanent den Ball, wusste damit aber kaum etwas anzufangen. Und in der Defensive unterliefen den unkonzentrierten Gastgebern teils schwere Patzer.

          Darmstadt wartet weiter

          Der SV Darmstadt 98 ist am Freitagabend nicht ins alte Schema verfallen. Nach dem 2:2 beim VfL Bochum trennten sich die „Lilien“ zu Hause auch vom Karlsruher SC unentschieden – 1:1. Niederlage, Remis, Niederlage, Remis, Niederlage, Remis – das war in den vergangenen Wochen mit hoher Beständigkeit das sportliche Muster der „Lilien“ gewesen. Nur das aktuelle Unentschieden gegen den KSC am neunten Spieltag brachte Darmstadt wieder nicht weiter, das nun schon seit sieben Begegnungen ohne Erfolgserlebnis ist. Vorerst hat der SVD die Position des Tabellenfünfzehnten eingenommen. Die anhaltend lange sieglose Zeit hat den Klub zum Abstiegskandidaten gemacht, Darmstadt ist mindestens mal in der Ergebniskrise.

          Die Verbannung aus der Darmstädter Startelf, wie in Bochum geschehen, war für Marcel Heller ein einmaliges Erlebnis. Im Duell mit dem Aufsteiger aus Karlsruhe stand der 33 Jahre alte Offensivspieler, dem beim VfL der Treffer zum 2:2-Endstand gelungen war, im Böllenfalltorstadion wieder von Beginn an auf dem Platz. Zum anfänglichen Hauptdarsteller auf „Lilien“-Seite schwang sich diesmal Dario Dumic auf. Der Innenverteidiger nahm vor 14 850 Zuschauern einen unplatzierten Schuss von Yannick Stark auf, drehte sich und vollstreckte selbst in Torjägermanier zum 1:0-Führungstreffer (7. Minute). Das Glück der Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis währte jedoch nur kurz. Zwei Minuten später erzielte der Karlsruher Torjäger Philipp Hofmann nach einem Eckball mit dem Kopf seinen sechsten Saisontreffer. Der Rettungseinsatz von SVD-Kapitän Fabian Holland blieb erfolglos. An der nötigen Spielintensität ließen es beide Mannschaften nicht vermissen. Der Spielaufbau aber ging Grammozis bisweilen nicht zielstrebig genug. Der Fußballlehrer gestikulierte heftig und schrie von außen laut Anweisungen auf den Platz. Doch mehr als ein Distanzschuss (38.) von Seungho Paik sprang bei den Südhessen bis zur Halbzeitpause nicht mehr heraus. Und Darmstadt hatte Glück, dass Hofmann seinen Alleingang (42.) nicht zum 2:1 für den KSC abschloss.

          Tim Skarke für Stark – von der 46. Minute an erhoffte sich Grammozis mit dem Spielerwechsel mehr Zug zum KSC-Tor. Dieses hatte Heller nach 52 Minuten mit seinem Schuss auch gut angepeilt, doch Torhüter Benjamin Uphoff stand der Darmstädter Führung erfolgreich im Weg. Darmstadt war um das 2:1 bemüht, aber die letzte Konsequenz beim Torabschluss ließen die Spieler vermissen. Auch der Distanzschuss (71.) von Skarke verfehlte das Karlsruher Tor. Auf der anderen Seite ging ein abgefälschter Schuss von Marc Lorenz an den Darmstädter Torpfosten. Kurz vor Spielende wurde der Treffer vom „Lilien“-Stürmer Serdar Dursun aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben. So blieb es bei dem Remis, für den SVD ist es schon das fünfte in dieser Runde. Von der Stelle kommen die Darmstädter auf diese Weise nicht.

          Das sieht Fabian Holland ganz ähnlich: „Das tut natürlich weh“, sagte der Kapitän: „Aber was sollen wir machen? Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken.“

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