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1:0 in Leipzig : Furchtlose Wölfe

  • -Aktualisiert am

Vier Punkte aus zwei Auswärtsspielen: Beim VfL läuft’s wieder mit neuem Trainer. Bild: AP

Dritte Niederlage in der Rückrunde: Die Leipziger tun sich in der Bundesliga immer schwerer. Der VfL Wolfsburg ist dagegen zurück in der Erfolgsspur. Weil unter Trainer Jonker einer immer trifft.

          Bangemachen gilt nicht. Daran ließ Andries Jonker, der neue Trainer des VfL Wolfsburg vor der Reise zum Tabellenzweiten keinen Zweifel. „Wer sich nicht zutraut, nach Leipzig zu fahren“, sagte der Niederländer, „der braucht nicht mitzukommen.“

          Da sich kein Angsthase zaghaft zu Wort meldete, waren alle beim Spiel gegen den überragenden Aufsteiger dabei, die Jonker sowieso mitnehmen wollte. Daran konnte auch die forsche Ankündigung des Leipziger Trainers Ralph Hasenhüttl nichts ändern. „Wir wollen wieder so sehr am Rad drehen, den Gegner so sehr stressen, dass er sich das Ding am besten selbst reinlegt“, hatte der Österreicher vor dem Duell hervorgehoben. Dabei bekundete Hasenhüttl durchaus Respekt vor den in die Abstiegszone gerutschten Niedersachsen, die stets „nach fußballerischen Lösungen“ suchten.

          Das taten sie denn auch und erzielten durch Gomez (9. Minute) den Treffer zum überraschenden und verdienten 1:0-Auswärtssieg. RB blieb trotz seiner zweiten Heimniederlage vorerst ungefährdet auf Rang zwei, während sich Wolfsburg auf den 14. Platz verbesserte.

          Luftduell zwischen Leipzigs Marcel Halstenberg (r.) und Wolfsburgs Daniel Didavi. Der VfL ging durch Mario Gomez in Führung, Didavi bereitete den Treffer vor. Bilderstrecke

          Im Blickpunkt dieser von vornherein hart umkämpften, teilweise giftig geführten Begegnung stand der Zweikampf der beiden zentralen Angreifer mit Stuttgarter Vergangenheit: hüben der 21 Jahre alte Himmelsstürmer Timo Werner, der in 23 Bundesligaspielen für RB schon mehr Treffer (14) erzielt hat als in 95 Auftritten für den VfB (13); drüben der zehn Jahre ältere Mario Gomez, der am Samstag alte Klasse bewies und als erster seinen Torinstinkt auslebte.

          Als Yunus Malli und Daniel Didavi einen Wolfsburger Konter auf den Weg brachten und der mitgelaufene Gomez die Attacke mit seinem achten Saisontor zum 1:0 für den VfL vollendete, war das die Krönung eines glänzenden Gegenstoßes. Werner dagegen sah sich immer wieder von den aufmerksamen Wolfsburger Abwehrspielern umzingelt. Wie ihm erging es auch den anderen Leipziger Stars Emil Forsberg, Marcel Sabitzer und Naby Keita, die mal fahrig, mal nervös wirkten und somit keine Lösungen gegen diesen aggressiven und selbstbewussten VfL fanden.

          Nach 54 Minuten hätte schon alles vorbei sein können für RB, als Didavis Heber gegen den Pfosten klatschte und Torhüter Gulácsi die Nachschüsse von Didavi und Gomez parierte. Die uninspirierten Leipziger besaßen nur noch eine große Gelegenheit, die Sabitzer mit einem zu schwachen Abschluss vertat (74.). Das war zu wenig.

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