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Lobgesänge nach 3:0-Sieg : Wie Rönnow zum Frankfurter Matchwinner werden konnte

Zwei Garanten für den Sieg: Frederik Rönnow (links) und Goncalo Paciencia (Mitte) Bild: dpa

Gegen Leverkusen macht der immer wieder kritisierte Eintracht-Ersatztorhüter Frederik Rönnow das vielleicht beste Spiel seines Lebens. Anschließend kommt es im Stadion zu einer so noch nie dagewesenen Situation.

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          Sie genossen jeden Augenblick. Abgekämpft sahen sie aus, als der Schiedsrichter die aus ihrer Sicht beeindruckende Partie abpfiff, doch die Hauptdarsteller der Eintracht auf dem Rasen und der Rest der Truppe auf der Ersatzbank, der auf den Platz eilte um den 3:0-Sieg gemeinsam zu bejubeln, setzten zu einem letzten kurzen Sprit an: Im Laufschritt ging es zurück zu Frederik Rönnow. Dem Torhüter war der Dank der Kollegen gewiss. Der 27-Jährige hatte seinen zielstrebigen Vorderleuten den Rücken freigehalten und bei diesem Erfolg im Verfolgerduell mit Bayer Leverkusen eine Leistung abgeliefert, die von vielen glanzvollen Momenten gekennzeichnet war, für die er mit Szenenappalaus bedacht wurde.

          Bundesliga

          Gegen Ende der zweiten Halbzeit, als es um die Widerstandskraft des Gegners geschehen war, weil seine Akteure immer wieder feststellten, dass sie zwar Wege in den Frankfurter Strafraum finden, doch dann an dem Dänen kein Vorbeikommen ist, stimmte das Publikum im Stadion Lobgesänge an, die es so zuvor noch nie gegeben hatten. Zu Tausenden riefen die Fans der Eintracht den Namen Rönnows als Zeichen der Anerkennung für einen Auftritt, der Zweifel beseitigte und neues Selbstvertrauen keimen ließ. Rönnow machte gegen die anfangs derangierte und erst von der zweiten Halbzeit an ihre Qualitäten offenbarende Werkself eines der besten Spiele seines Lebens.

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