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Bayern München : Der Titel-Plan des Niko Kovac

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„Wenn ich das Gefühl habe, dass einer denkt, er ist schon fix drin“: Niko Kovac. Bild: EPA

Die mäßige Bundesliga-Hinrunde wollen die Münchner nicht auf sich sitzen lassen. Der Trainer weiß genau, wie er die Bayern noch auf Platz eins führen will. Doch das gefällt nicht jedem seiner Spieler.

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          Franck Ribery sprach von einer „großartigen Atmosphäre“ in Doha und tat so, als sei nie etwas geschehen. „Keine Sorgen, es geht mir gut. Und nun zurück zu ernsten Angelegenheiten, wir haben eine Menge Arbeit vor uns“, schrieb der 35 Jahre alte Franzose in den sozialen Medien nach seinem vulgären Ausraster, der am Wochenende beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München für helle Aufregung gesorgt hatte.

          Bundesliga

          In einem Punkt hatte Ribery immerhin recht: Dem FC Bayern steht angesichts seiner angestrebten Aufholjagd auf Spitzenreiter Borussia Dortmund und der Hammer-Aufgabe im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Liverpool jede Menge Arbeit bevor. Zwar gab Coach Niko Kovac seinen Stars im Trainingslager in Katar am Montagvormittag erst einmal frei, aber ansonsten zog der 47-Jährige die Zügel nach einer dürftigen Hinrunde kräftig an.

          Die größte Herausforderung dürfte für Kovac sein, den harten Konkurrenzkampf in seinem Luxuskader zu moderieren. Wie schon zum Ende der Hinrunde droht einigen Stars die Ersatzbank. „Ich würde lügen, wenn ich die Leistungen aus der Hinrunde nicht honorieren würde. Die Mannschaft, die in den letzten Wochen sehr erfolgreich gespielt hat, hat einen gewissen Vorteil“, sagte er in Doha. Auch im Training in der Aspire Academy wird hin und wieder sichtbar, wer im Moment beim Rekordmeister zu den Auserwählten gehört – sehr zum Leidwesen von Stars wie Mats Hummels, James oder Javi Martinez, die sich bei einigen Übungen schon mal in einer Gruppe mit den mitgereisten Nachwuchsspielern wiederfinden.

          Es wird eng für einige Etablierte, sollte Kovac weiter auf eine größere Rotation verzichten. Kommen auf den Außenbahnen Serge Gnabry und Kingsley Coman zum Einsatz, wären etwa Arjen Robben und Ribery, der wegen seiner verbalen Entgleisung mit einer hohen Geldstrafe belegt worden war, draußen. Zudem würde es neben dem lange verletzten James, Hummels und Martinez noch Rafinha, Sandro Wagner, Renato Sanches und Zugang Alphonso Davies treffen. Corentin Tolisso kehrt erst im März zurück. Dennoch müssten sogar drei Profis zum Ligastart gegen Hoffenheim am 18. Januar auf die Tribüne.

          Bisher blieb es trotz der brisanten Lage ruhig – abgesehen von kleineren Spitzen. Hummels etwa zog am Montag via Twitter „eine kleine persönliche Vorrundenbilanz“. Er habe 15 Spiele absolviert mit zwei Niederlagen und dabei „neun Mal zu Null“ gespielt: „Darf jeder für sich selbst interpretieren.“

          Kapitän Manuel Neuer sieht die Situation gelassen. „Jeder will spielen, das ist auch gut so. Wie sich das entwickeln wird, wird man sehen“, sagte er am Montag. Bei Nationalspieler Leon Goretzka findet der vor Weihnachten von Kovac eingeschlagene Kurs durchaus Anklang. „Es gibt eine gewisse Selbstsicherheit, weil man besser weiß, was der andere macht, wenn ein gewisser Kern auf dem Platz steht“, sagte Goretzka in Doha. Doch Kovac will seine Profis nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen und machte vorsichtshalber schon einmal Druck. „Wenn ich das Gefühl habe, dass einer denkt, er ist schon fix drin“, betonte er, „kann es passieren, dass er auch fix draußen ist.“

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