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3:1-Sieg in Stuttgart : Warum der FC Bayern Spiele gewinnt, die er nicht gewinnen sollte

Immerhin gewonnen: der FC Bayern mit Trainer Hansi Flick in Stuttgart Bild: EPA

Die Münchner Mannschaft sei „am Limit“, sagt Trainer Hansi Flick. In den entscheidenden Momenten aber bündelt sie ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten in einzelnen Aktionen. Das ist nicht der „Bayern-Dusel“.

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          Vor einigen Jahren hat der schottische Stürmer Andy Gray im Fernsehen einen Satz gesagt, der sich danach in der Welt des Fußballs verbreitete. In einer Livesendung sprach er damals über Lionel Messi und stellte folgende mutige These auf: „An einem kalten Abend im Britannia Stadium würde er sich schwertun.“ Das war mutig, weil sich Messi an guten Tagen vermutlich in keinem Stadion dieser Welt schwertut, aber besonders mutig, weil im Britannia Stadium Stoke City spielt, ein mittelmäßiger Klub aus England. Stoke ist inzwischen aus der Premier League abgestiegen, aber wann immer sich ein Spieler oder eine Mannschaft besonders hervortut, gibt es jemanden, der im Scherz fragt: Aber bringen sie es denn auch an einem kalten Abend in Stoke?

          Bundesliga
          Christopher Meltzer

          Sportkorrespondent in München.

          An diesem Samstagabend stand Thomas Müller im Stadion in Stuttgart und sagte zu einem britischen Reporter: „Du musst es an einem windigen Abend in Stoke zeigen. Heute ist es nicht windig und Stuttgart ist nicht Stoke,aber Stuttgart ist eine Mannschaft, die in den vergangenen Wochen wirklich sehr gut gespielt hat.“ Und weil Müller und der FC Bayern München 3:1 gewonnen hatten, hätte danach auch Andy Gray einsehen müssen: Ja, diese Bayern bringen es einfach.

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