https://www.faz.net/-gtm-aadgc

Werder im DFB-Pokal : Bremen und die Hoffnung auf die Prämie

  • -Aktualisiert am

Steuermann in schwierigen Zeiten: Frank Baumann auf einer Mitgliederversammlung im Jahr 2017 Bild: dpa

Das Pokal-Viertelfinale hat für Werder nicht nur sportliche Bedeutung. Ein Weiterkommen verschafft mehr als zwei Millionen Euro – eine Summe, die der finanziell angeschlagene Klub gut gebrauchen kann.

          1 Min.

          Der DFB-Pokal wird gerne mal als „kurzer Weg nach Europa“ bezeichnet. Schließlich kann man sich dort mit verhältnismäßig wenigen Erfolgen für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Bei Werder Bremen war von dieser Option nach nur einem Sieg aus sieben Bundesligaspielen aber zuletzt eher selten die Rede. Neben der Chance, wieder einmal den ganzen Weg zu gehen und in Berlin zu landen, ging es diesmal stattdessen vor allem um die Prämie, die der DFB den Vereinen zahlt, die das Halbfinale erreichen – 2,1 Millionen Euro nämlich.

          DFB-Pokal

          Werder kann das Geld gut gebrauchen. Nicht nur einmal hat Vorstand Klaus Filbry nämlich auf die, vorsichtig gesagt, herausfordernde finanzielle Lage hingewiesen. Es wäre neben dem sportlichen Ausrufezeichen also eine angenehme Begleiterscheinung finanzieller Natur, sollte sich Werder am Mittwochabend (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal und bei Sky) beim Zweitliga-Klub Jahn Regensburg durchsetzen. Das Viertelfinale sollte eigentlich am 1. März ausgetragen werden, musste wegen eines Corona-Falles bei den Regensburgern aber verschoben werden. Der Sieger des Spiels trifft am 30. April daheim auf RB Leipzig.

          Kommt der Ausverkauf im Sommer?

          „Es wird keine Panik-Verkäufe geben“, hat Filbry jüngst versprochen, als es darum ging, mit welchem Kader die Bremer in die Spielzeit 2021/22 gehen. Aber verkaufen muss Werder schon. Eine ganze Reihe von Stammspielern läuft mit Verträgen auf, die im Sommer 2022 enden. Folglich gibt es nicht mehr allzu viele Möglichkeiten, sie gewinnbringend zu veräußern. Von Torwart Jiří Pavlenka über Linksverteidiger Ludwig Augustinsson bis hin zu Stürmer Milot Rashica: Denkverbote gibt es keine beim SVW, der in zwei Geschäftsjahren nacheinander einen Verlust in Millionenhöhe erwirtschaften wird.

          Augustinsson gilt als Verkaufskandidat Richtung England, auch für Pavlenka und Rashica dürfte es selbst in Pandemiezeiten einen Markt geben. Das sind viele harte Nüsse für Sportchef Frank Baumann, denn Werder soll ja nicht als Abstiegskandidat in die nächste Serie starten. Filbry hat es so gesagt: Baumann und Werder müssten bei Einkäufen auf Märkte schauen, die nicht so überhitzt seien.

          Und weiter: „Eine gute Kadermanagement-Politik ist die Basis der nächsten Jahre.“ Es hilft den Bremern auf diesem schwierigen Weg, dass Filbry, Baumann und Trainer Florian Kohfeldt an einem Strang ziehen und die Notwendigkeit des Sparens erkannt haben. Doch vielleicht fließt ja – bevor gespart wird – am Mittwoch doch noch mal eine stattliche Summe aufs Bremer Konto.

          Weitere Themen

          Hertha rotiert zum Sieg

          3:0 gegen Freiburg : Hertha rotiert zum Sieg

          Hertha legt nach, und wie. Der Hauptstadtclub verlässt den roten Bereich in der Tabelle. Nur drei Tage nach dem Remis in Mainz wagt Trainer Dardai einiges: Und der Plan geht voll auf.

          Topmeldungen

          Impfen im ostafrikanischen Land Malawi.

          Patentschutz : Auf der Suche nach der gerechten Impf-Welt

          Die Pharmakonzerne haben viel investiert. Der Anreiz, solche Leistungen zu vollbringen, muss erhalten bleiben. Das Patentrecht ist ein Baustein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.