https://www.faz.net/-gtm-92fzw

0:2 gegen Mönchengladbach : Werder weiter sieglos

  • Aktualisiert am

Bitterer Blick zum Gegner: Werder Bremen bleibt sieglos Bild: dpa

Auch Mönchengladbach dient nicht als Krisenhelfer: Werder Bremen ist nach der Heimniederlage gegen die Borussia weiter ohne Sieg.

          2 Min.

          Borussia Mönchengladbach hat mit dem ersten Auswärtssieg der Saison bei Lieblingsgegner Werder Bremen dessen Trainer Alexander Nouri stark unter Druck gesetzt. Nach dem 2:0 (2:0) am Sonntagabend beim erschreckend schwachen Tabellen-Vorletzten der Fußball-Bundesliga sprang die Borussia mit nun 14 Punkten auf Platz fünf. Lars Stindl (27. Minute) und der Ex-Bremer Jannik Vestergaard (34.) schossen die Tore und das Team von Trainer Dieter Hecking zum sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen gegen Werder. Das Nouri-Team bleibt als einziges Profiteam neben dem Tabellenschlusslicht Köln dagegen weiter sieglos und hat nach acht Spieltagen lediglich vier Zähler.

          „Es ist normal, dass da Druck entsteht. Wir wollten den Dreier auch für den Trainer holen, das hat nicht geklappt“, sagte Kapitän Zlatko Junuzovic. „Wir sind immer ein bis zwei Schritte zu spät gewesen, es war eine verdiente Niederlage. Das ist bitter, es wird nicht einfacher.“

          Bundesliga

          Vor dem wichtigen direkten Duell am kommenden Samstag in Köln gehen Nouri bei aller Rückendeckung der Vereinsführung zuletzt allmählich die Argumente aus: Saisonübergreifend sind die Hanseaten seit elf Spielen ohne Erfolg und nunmehr seit 304 Minuten ohne eigenes Tor. Zum wiederholten Male in dieser Saison startete Werder erschreckend passiv in ein Spiel und wachte erst nach der Pause auf. Die Bremer ließen den Borussen ab der Mittellinie zunächst sehr viel Freiraum und zogen sich von dieser Zone an weit zurück. Die Gäste waren so von Beginn an stark feldüberlegen. Jegliche Umschalt-Versuche der Bremer scheiterten so an der Überzahl der Rheinländer im Mittelfeld.

          Als die Borussia nach knapp einer halben Stunde das Tempo anzog, wurde der Leistungsunterschied eklatant. Raffael in seinem 250. Bundesligaspiel scheiterte noch am Außennetz (25.) und kurz darauf Thorgan Hazard an Werder-Keeper Jiri Pavlenka (27.). Ein Geniestreich von Stindl sorgte dann für die überfällige Führung. Der Nationalspieler schnappte sich nach Pavlenkas Fußabwehr den Ball, narrte mit einer schnellen Bewegung den Vertreter des kurzfristig erkrankten Theodor Gebre Selassie, Robert Bauer, und schloss gekonnt ins lange Eck ab. Für Stindl war es der achte Treffer gegen Werder von bislang 44 Bundesligatoren. Gegen keinen anderen Gegner traf der 29-Jährige häufiger. 

          Wegbereiter: Lars Stindl hat die Borussia iun Führung geschossen Bilderstrecke

          Alle Mühe vergeblich

          Sieben Minuten später erhöhte Vestergaard nach einer Ecke per Kopf auf 2:0 für die Gäste. Der Däne, der von Januar 2015 bis Sommer 2016 für Werder gespielt hatte, verzichtete auf einen Jubel an alter Wirkungsstätte. Der verdiente Rückstand und das erneut passive Spiel war zuviel für die Bremer Anhänger, die wiederholt laut pfiffen. Immerhin rafften sich die Hanseaten bis zur Pause noch einmal auf. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit kam Thomas Delaney unverhofft zur großen Anschluss-Chance, drosch den Ball nach einer Verwirrung im Gladbacher Stafraum im Anschluss an einen Freistoß aber über das Tor.

          Mit einem Doppelwechsel und einer taktischen Änderung zur Pause versuchte Nouri Schadensbegrenzung. Florian Kainz und Izet Hajrovic kamen für Milos Veljkovic und Philipp Bargfrede. Bremen spielte nun mit Vierer-Abwehrkette und deutlich mehr Mut. Mehr als die Gelegenheiten von Kapitän Zlatko Junuzovic (62.) und Maximilian Eggestein (90.+2) per Weitschuss sprangen aber nicht mehr heraus. Die schnelle Gladbacher Offensive blieb stets gefährlich. Allein Hazard hätte das Spiel einige Male vorzeitig entscheiden können. Stindl traf in der 84. Minute sogar noch einmal den Pfosten.  „Die Mannschaft hat ein fast perfektes Auswärtsspiel gemacht“, lobte Manager Max Eberl.

          Weitere Themen

          Zweite Chance für Hülkenberg, Strafe für das Team

          Racing Point : Zweite Chance für Hülkenberg, Strafe für das Team

          Eine Woche nach seinem unverhofften, aber dann doch gescheiterten Comeback in der Formel 1, darf Hülkenberg ein zweites Mal Perez im Racing Point ersetzen. Sein Team hat indes ein großes Problem: Es geht um eine illegale Mercedes-Kopie.

          „Trump kann Elefant nicht von Löwen unterscheiden“ Video-Seite öffnen

          Wahlkampf-Intelligenztests : „Trump kann Elefant nicht von Löwen unterscheiden“

          Geht es nach Präsident Donald Trump, müsste sein demokratischer Konkurrent Joe Biden einen Test machen, um seine geistige Fitness unter Beweis zu stellen. So etwas habe er nicht gemacht, erklärt Biden in einem Interview. Trump könne ja selbst einen Elefanten nicht von einem Löwen unterscheiden, sagte der 77-Jährige weiter.

          Topmeldungen

          Donald Trump in Ohio am 6. August

          Streit um Wechat : Trump bannt Chinas Lebensader

          Die Super-App Wechat ist das chinesische digitale Taschenmesser für alles. In Amerika kommunizieren mehr als drei Millionen Chinesen nach Hause – wie Wendy Tang. Die Studentin glaubt, der amerikanische Präsident schlage seine letzte Schlacht.

          Kontaktlos bezahlen : Karten ohne Ende

          Wegen Corona bezahlen die Deutschen viel mehr mit Karte. Für die Banken lohnt sich das bargeldlose Geschäft. Kein Wunder, dass sie immer neue Karten herausbringen.

          Verkehrswende : Wem gehört die Straße?

          Soll Frankfurts nördliches Mainufer für Autos gesperrt bleiben? Ein Unternehmensberater streitet darüber mit einem Ortsvorsteher. Ihre Fehde zeigt, warum die Verkehrswende so schleppend vorangeht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.