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Werder Bremen in der Krise : Kohfeldt gehen die Erklärungen aus

„Das war ein Spiel mit zwei verschiedenen Gesichtern“: Bremens Trainer Florian Kohfeldt Bild: dpa

Beim 2:2 bei Hertha BSC in Berlin wird deutlich: Der Weg zur Rettung wird für Werder Bremen immer schwieriger, die zweite Bundesliga rückt näher. Und es gibt eine Schwäche, die im Abstiegskampf wenig Hoffnung macht.

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          Es gibt ungeschriebene, aber allen Profis wie Fußballfans tief eingeschriebene Gesetze, an deren Gültigkeit nach über einem halben Jahrhundert Bundesliga kaum gezweifelt wird. Am Samstag machte eines dieser Fußballgesetze im Berliner Olympiastadion die Runde. Es lautet: Wer als Abstiegskandidat solche Spiele nicht gewinnt, der muss sich nicht wundern, wenn er am Ende absteigt. Die Spieler von Werder Bremen, die nach sechs Minuten 2:0 gegen Hertha BSC geführt hatten, aber trotzdem nicht gewannen, durften sich angesprochen fühlen. Für ihn seien es eher zwei verlorene Punkte als ein gewonnener Punkt, sagte daher auch der Bremer Verteidiger Kevin Vogt. Und er sei sicher, dass alle seine Kollegen genauso fühlten.

          Bundesliga
          Michael Horeni
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Dem war tatsächlich so. Und weil der Abstiegskampf eben keine Geheimwissenschaft ist, konnte Vogt auch in zwei, drei Sätzen die Schwächen des Tages und dieses Jahres bei Werder Bremen ziemlich exakt beschreiben. „Zunächst haben wir sehr einfach gespielt, mit wenigen schnellen Pässen.“ Das sei nicht „Hacke, Spitze, eins, zwei drei“ gewesen, sondern zielstrebiger Fußball. Einer, der einem Plan folgte. „Doch dann haben wir es plötzlich kompliziert gemacht und einen Gegner, der eigentlich schon tot war, zurück ins Spiel geholt.“ Die andere schlichte Wahrheit lautete damit nach dem 2:2 in Berlin für Werder, dem Tabellenvorletzten der Fußball-Bundesliga: Der Weg zur Rettung wird immer schwieriger, die zweite Liga rückt immer näher.

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