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Kohfeldt-Entscheidung naht : Übernimmt jetzt Werder-Legende Schaaf?

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Angezählt beim Bundesligaklub in Bremen: Trainer Florian Kohfeldt Bild: EPA

Die Zeit von Florian Kohfeldt beim Fußball-Bundesligaklub Werder Bremen neigt sich offenbar dem Ende zu. Der Verein setzt sich selbst eine Frist für die Entscheidung in der Trainerfrage.

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          Thomas Schaaf feiert am Freitag seinen 60. Geburtstag. Nicht ausgeschlossen, dass der frühere Bremer Erfolgscoach seinen Ehrentag aber nicht im Kreise seiner Familie verbringt, sondern auf der Trainerbank der Grün-Weißen. Am Freitag steht das Halbfinale im DFB-Pokal zwischen Werder und RB Leipzig an und nach sieben Pleiten in der Liga am Stück deutet immer mehr darauf hin, dass der aktuelle Trainer Florian Kohfeldt dann nicht mehr im Amt ist.

          DFB-Pokal

          Geschäftsführer Frank Baumann stellte Kohfeldt am Sonntag einen Tag nach dem 1:3 bei Union Berlin öffentlich infrage. Eine Weiterbeschäftigung Kohfeldts scheint danach sehr unwahrscheinlich. Auch wenn Baumann immer wieder von einer „ergebnisoffenen Analyse“ sprach: Die Tendenz geht klar zu einer Trennung, um im Kampf gegen den Abstieg drei Spieltage vor Saisonende noch einmal einen neuen Impuls zu setzen.

          Doch wer übernimmt dann? Wer sitzt gegen Leipzig auf der Bank? Immer wieder wird für dieses Szenario der Name Thomas Schaaf genannt. Schaaf kennt den Verein wie kaum ein anderer, hat von 1999 bis 2013 14 Jahre lange sehr erfolgreich die Mannschaft trainiert. Inzwischen ist er als Technischer Direktor für das Nachwuchsleistungszentrum zuständig, wäre also sofort verfügbar. Und er dürfte keine Ambitionen haben, den Job über das Saisonende hinaus zu machen.

          Zudem hat er eine Situation wie jetzt schon einmal erlebt. Als er 1999 von Felix Magath übernahm, befanden sich die Hanseaten kurz vor dem Saisonende ebenfalls in akuter Abstiegsnot. Schaaf gelang die Rettung, zudem führte er die Bremer kurz darauf noch zum Pokalsieg. Der Beginn einer erfolgreichen Ära.

          Baumann wollte über einen Nachfolger von Kohfeldt am Sonntag nicht spekulieren, „schließlich haben wir noch einen Cheftrainer“. Wie lange dieser aber noch im Amt bleibt, konnte der Geschäftsführer nicht sagen. „Natürlich ist es so, dass Florian irgendwann nicht mehr Trainer von Werder Bremen sein wird. Aber ob das jetzt nächste Woche, in sechs Wochen, in acht Monaten oder in zwölf Jahren ist, das weiß ich nicht.“ Viel deutet darauf hin, dass die Amtszeit des 38 Jahre alten Kohfeldt zeitnah endet.

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