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Werder Bremen besiegt den VfB : Ein Schotte im Schatten

  • -Aktualisiert am

Hofft auf mehr Einsatzzeit bei Werder: Oliver Burke Bild: nordphoto GmbH / Rauch

Der VfB Stuttgart sieht in Bremen schon wie der sichere Sieger aus und vergibt in der Schlussphase sogar noch mehrere Chancen. Doch dann, ganz kurz vor dem Schlusspfiff, ist Oliver Burke zur Stelle.

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          Was wird aus einem Schotten in der Sonne? Genau, Sonnenbrand. Insofern war Oliver Burke vielleicht ganz froh, dass er am Samstagnachmittag erst von der 84. Minute an mitwirken musste. Die starke Strahlung von oben schien ihn von außen jedenfalls beeindruckt zu haben: „Die Jungs, die durchgespielt haben, haben sich vielleicht einen Sonnenbrand geholt.“ Während es in Burkes Heimat in Kirkcaldy nahe Edinburgh bei 20 Grad und vielen Wolken ein angenehmer Sommertag war, erinnerte der Stadionsprecher im Glutofen Weserstadion sogar das Publikum daran, ausreichend zu trinken – „vorzugsweise Wasser“.

          Bundesliga

          Der hellhäutige Burke hätte gern einen Sonnenbrand riskiert, denn er möchte sich als Bremer Zugang aus Sheffield zeigen – und nicht wie in Wolfsburg und nun gegen den VfB Stuttgart nur kurz eingewechselt werden. Immerhin konnte er in den elf Minuten seiner Anwesenheit auf dem Rasen nachdrücklich auf sich aufmerksam machen. Wenn auch sehr spät.

          Zunächst nämlich, fand Werder-Trainer Ole Werner, habe sich Burke zu viel auf den Flügeln aufgehalten. Eine Spitze gegen den Mann, der den Bremern in der fünften Minute der Nachspielzeit einen halbwegs gelungenen Heimauftakt bescherte, als er den Ball nach Weisers Pass zum 2:2 ins Tor schoss.

          Füllkrug und Ducksch eigentlich gesetzt

          Für Burke und seine Startelf-Ambitionen war der Treffer nicht unerheblich. Der 25 Jahre alte Schotte ist eher zurückhaltend in Bremen aufgenommen worden, hat er Zeit seiner Karriere nämlich nur einen sehr dezenten Mittelstürmer abgegeben, so auch 2016/17 bei RB Leipzig. Ole Werner interessiert das wenig: „Ich habe nicht das Gefühl, dass Oliver etwas mit sich herumschleppt.“

          Mehr Spielzeit ist für ihn aber kaum vorgesehen, sind mit Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch doch zwei Aufstiegshelden seine Konkurrenten, die zudem gut harmonieren. Füllkrug gelang am Samstag per Kopf in einer zunächst flotten, dann lange zerfahrenen Partie das 1:0 nach schöner Flanke Anthony Jungs. Der VfB drehte die Partie durch die Tore von Wataru Endo und Silas. Dann stand Oliver Burke, wo er eben stehen soll.

          Nach dem unglücklichen 2:2 in Wolfsburg sammelte Werder diesmal einen eher unverdienten Punkt, waren die Stuttgarter doch dem dritten Tor ganz nah. „Es war ein Spiel, wie es für einen Aufsteiger zu erwarten ist“, sagte Ole Werner, „wir haben uns zweimal gegen Mannschaften mit ganz anderen Möglichkeiten gut geschlagen.“ Als Dritter der ewigen Bundesligatabelle gilt Werder mit seinen 57 Erstligajahren ja als „kein normaler Aufsteiger“, was Werner gerne so kontert: „Das würde ich vor dem Spiel gegen uns auch immer sagen.“ Als nächstes werden Dortmund und Frankfurt auf die Bremer Stärken hinweisen. Und vielleicht auch von Oliver Burke sprechen.

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