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1:1 gegen Stuttgart : Diesmal sticht Bremens alter Joker nicht

  • Aktualisiert am

Die Bremer Fans verehren ihn, doch gegen Stuttgart traf Claudio Pizarro nicht. Bild: EPA

Zuletzt traf Claudio Pizarro weit in der Nachspielzeit und wurde so zum ältesten Torschützen der Bundesliga. Das gelingt dem Bremer Oldie gegen Stuttgart nicht. Vielmehr profitiert der VfB von einem Blitzstart.

          Der VfB Stuttgart muss weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2019 warten, hat mit dem 1:1 (1:1) bei Werder Bremen aber zumindest ein Lebenszeichen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gesendet. Dank der couragierten Leistung bei den ambitionierten Norddeutschen dürfte auch VfB-Coach Markus Weinzierl seinen Trainerposten erst einmal behalten dürfen. Am kommenden Sonntag steht dann das wichtige Kellerduell mit Hannover 96 an. „Ich habe immer noch gehofft, dass wir mal den Lucky Punch schaffen. Am Ende haben wir kaum noch etwas zugelassen“, sagte Stuttgarts Mario Gomez bei Eurosport.

          Vor 41.000 Zuschauern im Bremer Weserstadion hatte Steven Zuber den VfB am Freitagabend bereits in der zweiten Minute in Führung gebracht. Davy Klaassen gelang in der 45. Minute der Ausgleich für die Bremer, für die das Remis im Kampf um die Europa-League-Plätze aber zu wenig ist. Schon nach 61 Sekunden lag der Ball im Netz – zum Entsetzen der Werder-Fans aber im Bremer. Bei seinem Schwabenstreich nach Kopfballvorlage von Mario Gomez umkurvte Zuber erst Nuri Sahin, dann setzte der Schweizer zu einem Solo an und ließ Werder-Keeper Jiri Pavlenka mit seinem Schuss in die kurze Ecke keine Chance.

          Den Schock des schnellsten Gegentors in dieser Saison hatten die verschlafenen Bremer noch gar nicht richtig verdaut, da hatte Gomez die nächste Großchance – doch der 33-Jährige vertändelte den Ball im Strafraum (9.), zudem war Pavlenka da. Die Werder-Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt, der erstmals den 19 Jahre alte Amerikaner Joshua Sargent in die Startelf beorderte, schien noch gar nicht richtig auf dem Platz zu sein. 

          Weinzierl hatte sein Team im Vergleich zum 1:3 gegen RB Leipzig nicht verändert. Der VfB kombinierte gut, nahm die Zweikämpfe an und blieb bei pfeilschnellen Kontern gefährlich. Erst nach 15 Minuten hatte Werder durch eine tolle Einzelaktion von Milot Rashica die erste Chance. Danach kamen die Norddeutschen zwar besser ins Spiel, leisteten sich aber zu viele Fehlpässe, agierten zu behäbig und mussten ständig auf der Hut sein. Alexander Esswein (25.) und abermals Zuber (26.) versuchten ihr Glück, bevor der starke Rashica die bis dahin beste Werder-Chance aus bester Position vergab (30.).

          Doch auch deutlich mehr Ballbesitz brachte lange nichts Zählbares – bis Klaassen kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Sonntagsschuss Marke „Tor des Monats“ den Ausgleich erzielte (45.). Zuvor hatte Pavlenka auch die zweite Riesenchance von Gomez reaktionsschnell vereitelt (44.). So war das 1:1 zur Pause für die Hausherren etwas schmeichelhaft. „Wenn ich eine davon mache, steht  es 2:0. Das tut mir leid für die Mannschaft. Insgesamt war es ein Schritt nach vorne. Der Punkt tut uns gut“, sagte Gomez. 

          Als Oldie Claudio Pizarro nach einer Stunde für den glücklosen Sargent kam, ging ein Raunen durchs Stadion - viele Fans erhoben sich sogar von den Sitzen. Doch anders als beim 1:1 in Berlin konnte der mit 40 Jahren älteste Torschütze der Bundesliga-Historie diesmal keinen Treffer draufsetzen. Stuttgarts Keeper Ron-Robert Zieler hielt in der Sturm-und-Drang-Periode der Bremer das 1:1 fest – auch bei einer Riesen-Kopfballchance von Verteidiger Theodor Gebre Selassie war er auf dem Posten (79.). „Vom Ergebnis her war es zu wenig, um oben dranzubleiben“, sagte Werder-Trainer Kohfeldt. „Es war nicht unsere beste Leistung, aber ich kann meiner Mannschaft auch keinen riesigen Vorwurf machen.“

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