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5:1 in Paderborn : Die Bremer Hoffnung ist größer denn je

  • -Aktualisiert am

Davy Klaassen (Mitte) erzielte gleich zwei Tore in Paderborn. Bild: dpa

Im Kellerkrimi behält Werder die Nerven und spielt sich teils in einen Torrausch. Durch den Kantersieg über den Tabellenletzten ist Bremen ganz nah am Relegationsplatz. Paderborns Abstieg indes ist fast sicher.

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          Aus höchster Not eine ansehnliche Tugend gemacht zu haben, das ist dem SV Werder Bremen am Samstag gelungen. Eine weitere Niederlage im Bundesliga-Kellerduell beim drei Spieltage vor dem Saisonende so gut wie abgestiegenen Tabellenletzten SC Paderborn hätte die grün-weißen Signale in Richtung zweite Liga gestellt.

          Bundesliga

          So aber, nach dem 5:1-Sieg bei den Ostwestfalen, dem höchsten in dieser torarmen Werder-Saison, kann sich der viermalige deutsche Meister doch noch Hoffnungen auf ein glückliches Ende machen. Schon zur Pause führten die Norddeutschen, die zuerst einen Handelfmeter nicht nutzten, als Rashica an Torhüter Zingerle scheiterte (19. Minute), deutlich mit 3:0, nachdem der überragende Niederländer Davy Klaassen per perfekt gesetztem Kopfball (20.) Sekunden später dafür sorgte, dass die Grün-Weißen erst gar nicht die sonst so oft spürbaren Selbstzweifel an sich heranließen.

          Einmal befreit vom inneren Druck, legten Osako (34.) per Abstauber und noch einmal Klaassen mit einem Volleyaufsetzer (39.) so effektiv nach, dass die Paderborner schon bei Halbzeit so gut wie geschlagen waren. Maximilian Eggesteins wuchtiger Schuss zum 4:0 (59.) besiegelte den überfälligen Bremer Sieg, dem Sabiris Tor zum 1:4 (67.) nichts anhaben konnte. Der von einem Kreuzbandriss genesene und erstmals wieder eingewechselte Füllkrug erhöhte sogar noch auf 5:1 (90.+2). „Wir stehen auf einem Abstiegsplatz. Es gibt keinen  Grund, in irgendeine Form der Euphorie zu verfallen“, sagte Bremens Trainer Florian Kohfeldt.

          Der Tabellensiebzehnte nutzte seine letzte Chance, sich zumindest im Kampf um den Relegationsplatz 16 zurückzumelden, den die punktgleiche Düsseldorfer Fortuna mit einer um ein Tor besseren Tordifferenz belegt. „Es ist das allerwichtigste Spiel, das wir uns vorstellen können“, hatte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann vor der Reise nach Paderborn gesagt.

          Ähnliche Worte hatte auch der Trainer und Dauermotivierer Kohfeldt („es ist eine hochdramatische Phase für den ganzen Verein“) gebraucht, um den Mut seiner Spieler zu beflügeln. Sie zeigten sich dem Ernst der Lage gewachsen und handelten dennoch unverkrampft wie lange nicht gegen ein Team, das sich mit dem bevorstehenden Abstieg bei acht Punkten Rückstand auf den Relegationsrang schon abgefunden zu haben schien.

          Reichlich Komplimente, ärmlicher Lohn: Mit diesem Kontrastprogramm wurde der stets couragierte, aber nur ausnahmsweise siegreiche SC Paderborn zu oft konfrontiert, um das Delta zwischen bestem Willen und fehlender Klasse überspielen zu können. „Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben es nicht annähernd geschafft, an die Leistungen anzuknüpfen, die uns bisher ausgezeichnet haben“, sagte der Paderborner Trainer Steffen Baumgart.

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