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Blitzstart von Werder : Desolate Gladbacher gehen in Bremen unter

  • Aktualisiert am

Bremen ist nicht Bayern: Gladbach-Torwart Yann Sommer war diesmal machtlos. Bild: picture alliance/dpa

Die Borussia startete mit dem neuen Trainer Daniel Farke gut in die Saison. Nun aber folgt ein Blackout in Bremen. Die Gladbacher verlieren im Wirbel von Werder die Orientierung und verlieren klar.

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          Arm in Arm tanzten die Werder-Profis vor ihren Fans und bejubelten ausgelassen den ersten Bundesliga-Heimsieg seit 19 Monaten – und was für einen! Die in der Anfangsphase wie entfesselt aufspielenden Bremer gewannen am Samstagabend gegen eine lange Zeit überforderte Borussia aus Mönchengladbach klar mit 5:1 (4:0) und sprangen auf den achten Tabellenplatz vor.

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          „Da ist ein Riesenknoten geplatzt“, sagte Doppeltorschütze Niclas Füllkrug: „Das war heute eine weltklasse erste Halbzeit.“ Der Angreifer hat nach acht Ligaspielen bereits sieben Treffer auf dem Konto und könnte in dieser Topform ein WM-Kandidat für die Nationalmannschaft sein. Die Bremen-Fans forderten bereits lautstark: „Lücke (Spitzname von Füllkrug/d.Red.) für Deutschland!“

          Neben Füllkrug (5. und 13. Minute) war auch Sturmpartner Marvin Ducksch (8.) erfolgreich, er erzielte seinen ersten Saisontreffer. „Die Jungs haben immer dran geglaubt, ich habe immer dran geglaubt“, sagte Ducksch. Mit seinen frühen Toren sorgte das Sturmduo für eine Bestmarke in der Klubgeschichte: Nie zuvor hatte Bremen in einem Bundesliga-Spiel nach 13 Minuten mit 3:0 in Führung gelegen. Außerdem traf Mitchell Weiser (73.) für Bremen, und dem völlig indisponierten Ramy Bensebaini unterlief ein Eigentor (37.), bei dem er unbedrängt den Ball im Sprung mit der Außenseite ins Tor beförderte.

          Gladbach fällt in Tabelle zurück

          Das Missgeschick des algerischen Außenverteidigers stand symbolhaft für den unkonzentrierten und seltsam körperlosen Auftritt des Europacup-Anwärters in der ersten Halbzeit. „Wir waren in den ersten 15 Minuten einfach komplett nicht anwesend“, kritisierte Torhüter Yann Sommer: „Wir müssen das Spiel sehr gut analysieren und uns hinterfragen. Es nützt aber auch nichts, den Kopf gegen die Wand zu schlagen. Wir sind in der zweiten Hälfte zusammengeblieben.“

          Das Team von Trainer Daniel Farke, für das Marcus Thuram nur zum zwischenzeitlichen 1:4 (63.) traf, leistete sich nur zwei Wochen nach der 3:0-Gala gegen RB Leipzig einen unerklärlichen Leistungseinbruch und fiel auf Tabellenplatz neun noch hinter Bremen zurück.

          Beim ersten Treffer hinderte der viel zu passive Kouadio Koné den Vorbereiter Romano Schmid nicht am Flanken, und im Zentrum enteilte Torschütze Füllkrug seinem Bewacher Joe Scally. Nur drei Minuten später agierte die Borussia wiederum fiel zu schläfrig und fehlerhaft in der Abwehr, als Ducksch einen Abstauber zum 2:0 nutzte. Die Gladbacher waren vom Doppelschlag geschockt – doch es kam noch schlimmer: Nach einem völlig verunglückten Klärungsversuch per Kopf von Bensebaini legte Ducksch seinem Sturmpartner Füllkrug dessen zweiten Treffer auf.

          In der 18. Minute setzte Gladbach ein erstes Lebenszeichen, Christoph Kramer verpasste jedoch den Anschlusstreffer. Der Weltmeister von 2014, eigentlich in der Defensive zu Hause, lief abermals im offensiven Mittelfeld von Beginn an auf. Seine Hauptaufgabe war das frühe Pressing – doch der Plan ging überhaupt nicht auf. Es waren die Bremer, die aggressiv und früh störten.

          Zum Seitenwechsel verzichtete Farke auf Auswechslungen, auch der unglückliche Bensebaini durfte zunächst weiterspielen. Defensiv stand Gladbach nun deutlich sicherer. Die Bremer attackierten den Gegner nicht mehr so aggressiv wie in der ersten Hälfte, kamen dennoch wie beim Latten-Kopfball von Weiser (59.) zu Chancen. Das Gladbacher Aufbäumen wurde mit dem Tor von Thuram belohnt, doch Weiser stellte den Vier-Tore-Abstand wieder her.

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