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Bobic-Wechsel nach Berlin : Was Fredi denkt

  • -Aktualisiert am

Fußball-Manager Bobic: Erfolgscode für immer und überall geknackt? Bild: dpa

Dass Verträge im Fußball nicht eingehalten werden, daran hat man sich gewöhnt. Irritierend ist das Bild, das die Herren von sich und ihren magischen Fähigkeiten haben.

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          Wie die Herren im Profifußball denken, kann man dieser Tage am Fall von Fredi Bobic studieren, der mitten im Bundesliga-Rennen durchsetzen will, dass er die Pferde wechseln und Eintracht Frankfurt Richtung Hertha verlassen kann.

          Eigentlich heißt es ja: Verträge sind einzuhalten. In dieser Branche werden Verträge aber grundsätzlich mit hinter dem Rücken überkreuzten Fingern unterschrieben und dienen beiden Seiten hauptsächlich als Verhandlungsgrundlage für spätere Auflösung. Aber wieso darüber aufregen? Daran haben wir uns gewöhnt.

          Irritierend ist etwas anderes: Das Bild, das die Herren von sich und anderen und ihren magischen Fähigkeiten haben. Dass zum Beispiel Bobic, der in Frankfurt eine starke Zeit als Manager hatte, nun glaubt, er hätte für immer den Erfolgscode geknackt und könnte ihn überallhin mitnehmen. Und dass sie in Berlin glauben, man könnte den Strategen der Konkurrenz herauskaufen, und der brächte automatisch auch seine Fortüne mit. Ja, solche Gedanken sind typisch Profifußball. Zu behaupten, dass das ja eh nie klappt, wäre allerdings vorschnell. Denn im Fußball ist alles möglich.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

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