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Was Fußballfans wissen sollten : Das gefährliche Geschäft mit den Bundesliga-Tickets

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Florierendes Geschäft: Mit durchschnittlich 42.738 Zuschauer pro Spiel liegt die Bundesliga in Europas Spitzenligen vorn. Bild: dpa

19 Millionen Eintrittskarten für die Bundesligen wurden zuletzt verkauft. Doch der Verbraucher sollte sich gut informieren, bevor er sich das Stadionvergnügen leistet – auch über höchst umstrittene Anbieter wie Viagogo.

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          Fast 19 Millionen Tickets für die beiden Bundesligen wurden in der vergangenen Saison verkauft. Fußball ist ein florierendes Geschäft. Mit durchschnittlich 42.738 Zuschauer pro Spiel liegt das Oberhaus in Europas Spitzenligen vorn. Doch was muss der Verbraucher wissen, wenn er sich das Stadionvergnügen leistet? Ein Überblick mit den wichtigsten Fragen und Antworten.

          Was kosten die Bundesliga-Tickets?

          Im Durchschnitt laut des Bundesliga-Arbeitskreises Ticketing 25,86 Euro – Vip-Tickets nicht mit eingerechnet. Eine Übersicht über die Klubs mit den teuersten und billigsten Eintritten veröffentlicht die Deutsche Fußball Liga (DFL) nicht. Der Informationsdienstleister Sponsors nannte zuletzt im November 2018 die Zahlen. Demnach reicht die Spanne in der ersten und zweiten Liga von acht Euro für ein Tagesticket (bei Fortuna Düsseldorf) bis 844 Euro für eine Dauerkarte (beim FC Schalke 04). Eine Übersicht für die neue Saison gibt es noch nicht, auch deshalb, weil teilweise die Topzuschläge noch nicht feststehen.

          Bundesliga

          „Die Vereine versuchen, eine faire und soziale Preisstruktur anzubieten. Das heißt, dass es immer auch eine günstige Kategorie geben soll. Es gibt aber große Unterschiede zwischen den Vereinen, im Schnitt liegt die Bundesliga aber sicherlich deutlich unter der englischen Premier League“, sagt Alexander Titze, Sprecher des Arbeitskreises Ticketing. Die Verbraucherzentrale Bayern bezeichnet die Preise als „noch weitestgehend moderat“.

          Wie ist das bei Kindern?

          Kleine Kinder bis drei, fünf oder sechs Jahre müssen bei einigen Vereinen nichts bezahlen, haben aber keinen Anspruch auf einen Sitzplatz. Deshalb gibt es so genannte Schoßkarten.

          Sind die Tickets personalisiert?

          Nicht überall, da manche Verein noch traditionelle Vorverkaufsstellen haben, wo die Daten nicht aufgenommen werden. Bei Online-Bestellungen gilt: Der Käufer – auch von mehreren Tickets – ist registriert. Die Vereine machen das auch, um den Weiterverkauf zu erschweren. Politiker und Polizei haben schon oft verlangt, dass aus Sicherheitsgründen jeder Stadionbesucher erfasst werden müsse.

          Wie viele Tickets stehen einem Gastverein bei Auswärtsspielen zu?

          Immer zehn Prozent der jeweiligen Stadionkapazität, das ist eine DFL-Regelung. Der Verkauf für die Auswärts-Tickets wird über den Gastverein abgewickelt.

          Wie ist das mit Topzuschlägen bei Spielen mit besonders attraktiven Gegnern?

          Das kann jeder Klub handhaben, wie er möchte. Der FC Augsburg verlangt nur vier Euro (gegen den FC Bayern München zum Beispiel). Bei anderen Klubs sind es schon mal bis zu 20 Euro. Häufig sorgt diese Maßnahme aber für Ärger bei den Fans.

          Wo ist es ganz schwierig, eine Karte zu bekommen?

          Seit vielen Jahren beim FC Bayern. So teilte der Branchenprimus vor einigen Tagen mit, „dass auch in der bevorstehenden Spielzeit alle Bundesligaspiele des deutschen Rekordmeisters (Heim- und Auswärtspartien) überbucht und somit heute schon ausverkauft sind“. Bei Borussia Dortmund gilt für die berühmte Südtribüne – mit 24.500 Plätzen größte Stehplatztribüne der Welt – das Motto: Wer eine (Dauer-)Karte hat, gibt sie nicht wieder her.

          Immer wieder protestieren Fans für bezahlbare Eintrittskarten.
          Immer wieder protestieren Fans für bezahlbare Eintrittskarten. : Bild: Imago

          Warum sind auch bei ausverkauften Spielen manchmal noch Plätze frei?

          Im Tourismus nennt man das No show: Wenn Reisende trotz Buchung nicht erscheinen. Manche Kartenbesitzer lassen ein Spiel ausfallen, wenn etwas dazwischenkommt. Zumal die DFL die zeitgenauen Ansetzungen der Spieltage immer blockweise macht. Die Klubs appellieren, in solchen Fällen die offiziellen Tauschbörsen zu nutzen. Mitunter haben auch Sponsoren Ticketpakete, die sie nicht nutzen. Dieses Phänomen hat auch schon bei Weltmeisterschaften für Ärger gesorgt. Einen Hintergrund-Text dazu lesen sie hier.

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