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Frankfurter Bundesligaklub : Was der Eintracht fehlt

Muss FIlip Kostic ersetzen: Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner Bild: dpa

Die Niederlage gegen Real Madrid im ersten Spiel nach Filip Kostic war eine lehrreiche Erfahrung: Die schöne Erinnerung an das vergangene Jahr hilft der Eintracht in der Gegenwart kaum weiter.

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          Das hat gepasst. Endlich mal keine Pyrotechnik und Bengalos auf den Rängen, sondern friedfertige, freudige Fans. Die Eintracht hat beim Supercup eine gute Visitenkarte im Olympiastadion von Helsinki abgegeben. Dies war nach den schlimmen Vorkommnissen in Magdeburg sowie beim Bayern-Spiel auch nötig. Was gleichfalls nötig ist: Die Mannschaft muss sich steigern – auch und vor allem im Hinblick auf die bevorstehende Champions League.

          Bundesliga

          Kaum jemand hatte ihr vorab eine reelle Chance gegen Real zugetraut. Und genau so ist es gekommen. Der 2:0-Sieg der Favoriten aus Madrid war hochverdient und eine klare Sache. In den entscheidenden Szenen hat es der Eintracht an Fortüne und Format gefehlt. Das ist nicht schlimm, denn die Königlichen von Real sind von ganz anderem Kaliber als die Eintracht. Das Starensemble ist gespickt mit hochdekorierten Einzelkönnern, die der italienische Meistertrainer Carlo Ancelotti zu einer famosen Einheit geformt hat.

          Auch Oliver Glasner ist bestrebt, die Eintracht weiter zu formen. Dieser Prozess muss weitergehen. Der Wechsel von Filip Kostić zu Juventus Turin macht dringende Hilfe auf der linken Flanke nötig. Die Eintracht, die an diesem Samstag auf Hertha BSC trifft (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) hat ihren besten Spieler verloren.

          Beim Supercup ist die Mannschaft den Madrilenen ein angenehmer Spielpartner gewesen. Real brauchte sich nicht über Gebühr zu strecken, um die wackeren Frankfurter auf Distanz zu halten. Es war sehr deutlich: Madrid ist mindestens eine Nummer zu groß für die Eintracht.

          Trotzdem hat sich die Reise in den hohen Norden gelohnt. Es war eine schöne Geste, der Tradition zu huldigen und die „Helden“ von 1960 zu würdigen. Vier von ihnen waren in Helsinki dabei, und es war eindrucksvoll, wie Doppeltorschütze Erwin Stein von damals erzählte und an das legendäre 3:7 vor 127.000 Zuschauern im Glasgower Hampden Park erinnerte. Ein Spiel für die Ewigkeit. Eine Wiederholung in Helsinki vor ungleich kleinerer Kulisse hat es nicht gegeben.

          Die Eintracht kann sich glücklich schätzen, so weit gekommen zu sein. Ihr Meilenstein war der Coup von Sevilla. Eine schöne Erinnerung. Was zählt, ist die Gegenwart. Bevor es in der Champions League losgeht, braucht die Mannschaft Erfolge in der Bundesliga.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

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