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Ideenlose Schaltzentrale : Was der Eintracht für die vorderen Plätze fehlt

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Weniger Sow (r.) und mehr Rode (Mitte): Die Eintracht braucht mehr spielgestaltende Mittelfeldakteure, um wieder erfolgreich zu sein. Bild: EPA

Nur Platz elf, am vergangenen Freitag ein mühsames Remis gege Hertha. Die Eintracht tut sich in dieser Saison schwerer. Trainer Hütter sollte im Mittelfeld vermehrt auf Spielgestalter – statt Spielzerstörer – setzen.

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          Die Eintracht im Niemandsland! Ist die Eintracht nur noch eine graue Maus der Bundesliga? Ja, der Frankfurter Fußballfan sorgt sich um seine Mannschaft, die auch im Heimspiel gegen die Hertha nicht richtig aus den Puschen kam und sich mit einem 2:2 begnügen musste. Aber das 5:1 über die Bayern liegt gerade mal fünf Wochen zurück. Nach dem zehnten Spieltag trennten die Eintracht gerade mal zwei Punkte von Platz zwei. Seitdem ist nichts Grundsätzliches aus dem Ruder gelaufen. Richtig schlecht spielte das Team von Trainer Adi Hütter nur bei der 1:2-Heimniederlage gegen Wolfsburg, ansonsten haben sich mangelnde Treffsicherheit, Undiszipliniertheiten (Platzverweise) und ungünstige Spielverläufe zu einer Ergebniskrise verdichtet, in deren Entstehung das Selbstvertrauen der Spieler von Woche zu Woche geringer geworden ist.

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          Es ist Unsinn, die Tatsache, dass Verteidiger Hinteregger zurzeit der torgefährlichste Frankfurter Profi ist, mit hämischen Kommentaren über die vermeintliche Unfähigkeit der portugiesischen Stürmer Paciência und Silva zu verbinden. Oder Mittelstürmer Dost wegen seiner körperlichen Beschwerden generell die Bundesliga-Tauglichkeit abzusprechen. Der Frankfurter Hund liegt im Mittelfeld begraben. Aus der Schaltzentrale kommen viel zu wenige Ideen für den Spielaufbau. Wenn Rode eine seiner Pausen nehmen muss, ist es nur noch Hasebe, dem es als eine Art Quarterback obliegt, die Kombinationen zu initiieren. Dem Japaner bleibt aber kaum eine andere Möglichkeit, als den Ball nach links zu Kostic oder nach rechts auf da Costa zu schieben, weil sich Fernandes gar nicht und Sow kaum für die Spielweiterführung verantwortlich fühlen – womit sich Kamada, Silva und Paciência im Zentrum ständig einer gegnerischen Übermacht gegenübersehen. Nur in seltenen Ausnahmefällen und in Verbindung mit ungeheurer Laufarbeit kann ein Pass durch die Mitte gelingen.

          Da Kostic und da Costa jedoch von der Bundesliga-Konkurrenz als gefährliche Torvorbereiter erkannt sind, wird es für sie immer schwerer, sich auf den Flügeln durchzusetzen, weil sie sich liebevollster Betreuung durch die Gegner erfreuen. So segeln die Flanken aus dem Halbfeld durch den Strafraum oder durch Standards, begleitet von der Hoffnung, dass der Ball irgendwie Hinteregger erreicht. Was bei einer kopfballstarken Abwehr wie der der Wolfsburger ein zum Scheitern verurteilter Versuch ist und gegen eine wacklige Verteidigung wie die der Berliner einen Punkt retten kann. Spielerisch war die Eintracht gegen Berlin aber kaum einen Deut besser als gegen Wolfsburg, obwohl Hütter das so sehen wollte.

          Es muss gar nicht so viel geschehen, dass die Eintracht wieder richtig in die Spur kommt. Es benötigt ein Erfolgserlebnis (vielleicht in der Europa League gegen Guimarães), damit die Eintracht-Profis wieder ihre Selbstverständlichkeit und Selbstsicherheit zurückgewinnen. Und Hütter sollte sich von der doppelten Schweizer Lösung im Mittelfeld verabschieden. Sow oder Fernandes – ein Sicherheitsapostel reicht.

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