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Bundesliga ohne Fans : Der Fußball-Suppe fehlt das Salz

Wenn Zuschauer zugelassen sind in der Bundesliga, sind es nur wenige. Bild: AFP

Die Saison ist jung und früh ergraut. Vom Zauber eines Neuanfangs nicht viel zu sehen. Viele Bundesligaspiele ohne Zuschauer finden faktisch zwar statt, emotional aber nicht. Nie fehlten die Fans in den Stadien so wie jetzt.

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          Die Saison ist jung und früh ergraut. Vom Zauber eines Neuanfangs nicht viel zu sehen. Das hat wohl auch mit der Länderspielpause zu tun, den fehlenden Trainingseinheiten fürs Feintuning. Doch gibt es nun, anders als im Frühsommer, noch einen anderen, einen ansteckenden Grund. Einen Fall von Ermüdung nach über einem halben Jahr mit Corona. Die Pandemie wirkt inzwischen nicht nur als Bedrohung für die wirtschaftliche Lage der Bundesliga, auch für die spielerische.

          Bundesliga

          Nach dem Neustart im Mai überraschte, wie wenig das Spiel selbst unter Zwangspause und Geisteratmosphäre litt. Das Niveau blieb ansehnlich, bei Meister Bayern sogar überragend. Auch jetzt reichen Klasse und Breite der Kader der Bayern und ihrer Rivalen aus Leipzig und Dortmund, um die schleichende Herbsttristesse nicht auf Ergebnisse ausstrahlen zu lassen. Doch wirklich beschwingt wirken derzeit nur die flotten Wiederaufsteiger aus Stuttgart. Der Rest der Liga kämpft sichtlich gegen das Erschlaffen der Lebens- und Spielfreude an, das sich in der Aussicht auf das nächste halbe Corona-Jahr, diesmal in der kalten Jahreszeit, wie ein Grauschleier über Land und Spiel zu legen droht.

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