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Videoassistent-Kommentar : Ein ernsthaftes Qualitätsproblem

Schiedsrichter Bastian Dankert schaut sich eine Videoaufzeichnung eines Elfmeters für München an und lässt ihn anschließend wiederholen. Bild: dpa

Was bei der WM noch gut gelaufen ist, geht hierzulande schon zum Saisonstart gehörig daneben: Warum die Bundesliga beim Einsatz des Videoassistenten so viele Probleme hat.

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          DFB-Präsident Grindel kann mit E-Sport nicht viel anfangen. Er sieht Videospiele als „absolute Verarmung“. Fußball habe mit anderen Dingen, „die computermäßig sind, nichts zu tun“. Die ganze Sache mit Computern und Sport sei „absurd“. Allerdings hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor einem Jahr selbst das Zeitalter der Videospiele im deutschen Fußball eingeläutet. Es läuft nur unter einem anderen Namen: Videobeweis. Oder, formal korrekt: Video Assistant Referee.

          Während in dieser Woche von der Gamescom in Köln, der Topmesse der Gamer-Branche, neue Besucher- und Ausstellerrekorde vermeldet wurden und dort offenbar alles wie am Schnürchen lief, schlagen Spieler, Trainer, Manager und Zuschauer nach dem Saisonstart der Bundesliga mit einem angeblich verbesserten Video-Assistenten die Hände über den Kopf zusammen. Es ist nicht übertrieben, wenn man nach dem ersten Spieltag feststellt: Es wurde zum Auftakt-Wochenende mehr über die Videos gestritten und gesprochen, als über den Fußball an sich diskutiert. Das ist, um es mit einem Wort des DFB-Präsidenten über den Computer-Fußball zu sagen: absurd.

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