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Fußball-Bundesliga : Warum Leverkusen um Havertz und Brandt bangen muss

  • Aktualisiert am

Belebt das Bayer-Spiel: Kai Havertz Bild: AFP

Gegen den aufstrebenden FC Augsburg wird es Bayer Leverkusen zum Auftakt in diesen Bundesliga-Spieltag nicht einfach haben. Für den Klub steht nicht nur dabei einiges auf dem Spiel.

          Kai Havertz und Julian Brandt sind die neuen Gesichter von Bayer Leverkusen. Sie haben die heutigen Funktionäre Stefan Kießling und Simon Rolfes als Publikumslieblinge bei der Werkself abgelöst. Sollte Bayer aber in dieser Saison aber die Champions League verpassen, droht Leverkusen im Sommer wohl der Verlust seiner Kronjuwelen.

          Der 22 Jahre alte Brandt hat wegen einer Ausstiegsklausel in seinem bis Sommer 2021 datierten Vertrag in Höhe von 25 Millionen Euro das Heft des Handelns selbst in der Hand. Der drei Jahre jüngere Havertz kann zwar nicht ohne die Zustimmung seines Arbeitgebers aus seinem bis Sommer 2022 laufenden Kontrakt raus – kolportierte Ablösesummen zwischen 65 und 100 Millionen Euro, die zahlreiche Interessenten angeblich zu zahlen bereit sind, könnte die Bayer-Verantwortlichen aber schwach werden lassen.

          Unter anderem soll Bayern München für den Sommer einen 75 Millionen Euro schweren Transfer von Havertz vorbereiten. Noch will Sportgeschäftsführer Rudi Völler an ein solches Szenario nicht denken und geht fest von einem Verbleib des „Jahrhunderttalents“ unter dem Bayer-Kreuz aus. „Wir werden Kai Havertz nicht abgeben. Und zwar unabhängig davon, ob wir einen Europapokalplatz erreichen oder nicht“, sagte der 59-Jährige zuletzt in Dauerschleife.

          Havertz selbst lassen die Gerüchte um seine Person offenbar kalt: „Das Interesse großer Klubs ehrt mich. Davon lasse ich mich aber nicht beeindrucken. Ich konzentriere mich voll auf Bayer“, sagte das Talent, das bis zum Auswärtsspiel an diesem Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und im Eurosport-Player) in Augsburg in der Liga 13 Treffer erzielt und vier weitere vorbereitet hatte.

          Auch Brandt hält sich in der Endphase der Saison mit Aussagen zu seiner Zukunft zurück. „Ich mache mir meine Gedanken, aber nicht während einer Saison, dafür ist mir der Verein und das Hier und Jetzt zu wichtig. Wenn ich mich nur noch damit beschäftigen würde, dann würde meine Leistung darunter leiden. Das hätte der Verein nicht verdient, der mir über die Jahre sehr viel Vertrauen geschenkt hat“, so der Flügelstürmer. Brandt wird ebenfalls mit den Bayern, aber auch mit Borussia Dortmund und Juventus Turin in Verbindung gebracht.

          Erfolgreiches Duo auf dem Feld: die Leverkusen-Profis Julian Brandt (Mitte) und Kai Havertz (rechts)

          Aber auch bei Brandt hat Völler die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Julian verhält sich top, wir sind im Austausch mit ihm und seinem Vater. Julian fühlt sich auf seiner neuen, zentralen Position im Mittelfeld sehr wohl. Er mag die Mannschaft und identifiziert sich mit dem Klub. Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben“, sagte Völler, der das Geschäft aber wie kaum ein anderer kennt: „Was das am Ende bedeutet, werden wir sehen.“

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