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Vor Skibbes erstem Training : Das neue Gesicht der Eintracht

Bild: F.A.Z.

Nicht nur der Trainer der Frankfurter Eintracht ist ein anderer. Auch die Mannschaft dürfte in der kommenden Saison anders aussehen – für einen anderen Fußball.

          4 Min.

          Bis zum ersten Training dauert es noch eine Weile. Am 29. Juni erst, beim Übungsauftakt von Eintracht Frankfurt, wird Michael Skibbe zum ersten Mal nahe der Fußballarena für seinen neuen Arbeitgeber auf dem Platz stehen. Er ist, was das Sportliche betrifft, das neue Gesicht der Eintracht in der Nach-Funkel-Ära. Es wird nicht die einzige optische Veränderung sein. Auch seine Mannschaft wird ein neues Gesicht bekommen. Und zwar unabhängig davon, ob Skibbe noch zwei oder drei neue Spieler bekommt, wie von ihm angeregt. Oder gar keinen.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ralf Weitbrecht

          Der Fußball, den die Eintracht spielt, soll ein anderer werden. So ist es beabsichtigt. Die Mannschaft wird auch eine andere sein. Garantiert. Der von Funkel weitgehend ignorierte Brasilianer Caio ist dafür nur ein Beispiel. Ihm hat Skibbe bereits eine größere Wertschätzung in Aussicht gestellt. Im Mittelfeld sind also Verschiebungen möglich oder zu erwarten. Wie in jedem anderen Mannschaftsteil.

          Pröll gegen Fährmann - und Nikolov?

          Im Tor etwa wird der Dauerzweikampf zwischen Markus Pröll und Oka Nikolov durch ein neues Duell abgelöst: Pröll gegen Ralf Fährmann, den neuen Torhüter von Schalke 04. Allzu viel weiß man über den zwanzig Jahre alten Profi noch nicht. Er ist wohl sehr talentiert. Andererseits hat er in der vergangenen Saison nur drei Spiele für die Schalker bestritten. Nur einmal, beim 0:1 gegen Köln, spielte er auffällig gut. Pröll, der in Frankfurt dann und wann angeeckt ist, allerdings noch ein Jahr unter Vertrag steht, ist zum Kampf ums Tor bereit, so wie er es immer war. Für Skibbe dürfte es, sollten beide Spieler unverletzt bleiben, eine schwere Entscheidung werden. Torwarttrainer Andreas Menger wird sie ihm nicht abnehmen. Funkel hat am Ende immer selbst entschieden. Das wird unter Skibbe nicht anders sein.

          Bisher agiert Michael Skibbe in Frankfurt vor allem vor Mikrofonen - das erste Training wird er am 29. Juni halten
          Bisher agiert Michael Skibbe in Frankfurt vor allem vor Mikrofonen - das erste Training wird er am 29. Juni halten : Bild: dpa

          Ob nun Fährmann oder Pröll oder vielleicht sogar Routinier Oka Nikolov, so oder so steht fest, dass die Eintracht eine Abwehr haben wird, die einem alten Arbeitstitel des großen FC Bayern ähnlich ist. Die Münchner wollten vor der Weltmeisterschaft 2006 einen FC Deutschland zusammenkaufen und etablieren. Das erinnert, was die Defensive betrifft, an die Eintracht 2009. Maik Franz, der Neue vom Karlsruher SC, wird ziemlich sicher zur Stammformation gehören, ebenso wie Marco Russ. Ein etwas erfahrenerer Spieler, dazu ein Talent – das klingt wie eine Innenverteidigung vom Reißbrett. Als letzter von vier Abwehrspielern nach dem gesetzten Rechtsverteidiger Patrick Ochs steht nur der Schweizer Christoph Spycher auf links für Internationalität – eine in der Bundesliga einmalige Konstellation.

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