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Vor dem Spiel gegen Leverkusen : Rosts Kampf gegen die Selbstzufriedenheit

Geschätzter Mahner: „Wir haben noch nichts erreicht”, sagt Frank Rost Bild:

Er ist bekannt dafür, seine Meinung zu vertreten, und das war in der Vergangenheit nicht immer einfach. Bei Schalke 04 hatte Frank Rost vor zwei Jahren deshalb keine Zukunft mehr. In Hamburg warnt und mahnt der Torhüter in diesen Tagen ebenfalls vor Selbstzufriedenheit - und wird dafür geschätzt.

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          Er ist bekannt dafür, seine Meinung zu vertreten, und das war in der Vergangenheit nicht immer einfach. Bei Schalke 04 hatte Frank Rost vor zwei Jahren auch deshalb keine Zukunft mehr, weil er für manche ein unbequemer Typ war, jemand, der Fehler in der Mannschaft bedingungslos und oft auch schonungslos ansprach.

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der damalige Trainer Mirko Slomka verbannte den Torwart schließlich auf die Ersatzbank, begründete dies jedoch damit, dass Rost „manchmal das Glück gefehlt“ habe. Rost wechselte zum HSV, zu einem Verein, der damals gegen den Abstieg kämpfte und einen Führungsspieler wie Rost gut gebrauchen konnte.

          In Hamburg wird er für seine Ehrlichkeit geschätzt

          Die sportliche Situation hat sich in Hamburg inzwischen grundlegend verändert, einige sprechen vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen an diesem Sonntag sogar schon vom Gewinn der deutschen Meisterschaft. Nur nicht Frank Rost, der auch in diesen Tagen mahnt und warnt. Vor zu früher Selbstzufriedenheit.

          Die sportliche Situation hat sich beim HSV grundlegend gewandelt - seit dem Sieg gegen Bayern und dank Frank Rost

          „Wir haben noch nichts erreicht“, sagt er gern, und Trainer Martin Jol schätzt die Meinung des Fünfunddreißigjährigen, der immer wieder auch Taten sprechen lässt: Sechs der letzten zehn Elfmeter gegen den HSV hat Rost pariert, er strahlt Sicherheit aus, überzeugt mit guten Reflexen. Seine Art sei vielleicht nicht immer karrierefördernd gewesen, hat er zuletzt gesagt. In Hamburg aber schätzen sie ihn für seine Ehrlichkeit.

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